Rotary Club Bad Wörishofen

Freundschaft leben, hier und über den Zaun

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Händeschütteln unter Freunden: Das Präsidentenamt bei Rotary Bad Wörishofen geht nun von Jens Wagner (li.) auf Hans-Peter Pöckl über.

Bad Wörishofen – „Lasst uns gemeinsam Freundschaft leben, hier und über den Zaun“. Unter dieses Motto hat Hans-Peter Pöckl das kommende Rotarier-Jahr gestellt. Seit Anfang Juli ist der Diplom- ingenieur neuer Präsident der Bad Wörishofer Rotarier. Bei einem Essen, unter Freunden und mit der Jugend, übergab der Noch-Präsident Jens Wagner das Amt an seinen Nachfolger.

Immer zur Jahresmitte hin wechselt die Vorstandschaft respektive die Präsidentschaft in den Rotary Clubs. Anlass für eine Rückschau auf das Geleistete des Past-Presidents und Gelegenheit für den Incomming-President, den kommenden Präsidenten also, seine Ziele und Visionen für das vor ihm liegende rotarische Jahr zu skizzieren. Sind Stichworte wie Wahrheit, Fairness, Freundschaft und Dienlichkeit die Maximen, nach denen die Rotarier – als Club 1905 mit den Zielen gegründet, humanitäre Dienste zu leisten, sich für Frieden und Völkerverständigung einzusetzen sowie Dienstbereitschaft im täglichen Leben zu zeigen – richten, so hob Hans-Peter Pöckl insbesondere die Freundschaft hervor und stellte sie in den Mittelpunkt des Handelns in den kommenden 365 Tagen. 

Man wolle die Freundschaft pflegen, sie gemeinsam leben, rief er die anwesenden Mitglieder auf. Bei Projekten in Wörishofen etwa, wie dem Weihnachtsmarkt, an dem auch die Freunde des RC Winterthur-Kyburg und aus Luxeuil in Frankreich teilnehmen werden, an der Musikschule, auf regionaler Ebene mit Schülerpatenschaften und der Klasse 2000 und auch auf internationaler Ebene mit der Ausbildungshilfe und dem Kinderdorf in Nepal. Aber auch im Club selbst, wo junge, die Rotaracter, und ältere Freunde beim Frühstücksmeeting, am Kamin oder bei den Vorträgen zusammenkommen, solle die Freundschaft gepflegt und gelebt werden. 

Und gab, mit Blick über den erwähnten Zaun, auch schon die geplanten Besuche bei Partner- und Nachbarclubs – den Freunden jenseits des Zaunes also – bekannt; die alle mehr oder weniger unter dem Stichwort Wasser rangieren: die Wasserkunst in Augsburg, die Versuchsanstalt für Wasser der TU München am Walchensee oder die Wasseruhr in Mindelheim, um nur einige zu nennen. Lediglich bei der Jubiläumsfeier des RC Wörishofen, dessen Ortsclub heuer 25 Jahre alt wird, geht es eher luftig zu, denn gefeiert wird das Bestehen Ende Juli im Skyline Park. 

Besuch aus Mexiko und Ägypten

Wie diese bislang schon gelebte Freundschaft aussieht, konnte man an zwei jungen Damen sehen, die inmitten der deutschen Rotarier saßen: Andrea Rubio und May Shaa Lan. Rubio ist eine Austauschstudentin aus Mexico, die seit fast einem Jahr in Bad Wörishofen lebt und lernt und mittlerweile ausgezeichnet Deutsch spricht. Wie auch die Ägypterin May Shaa Lan, die im Rahmen der Group Study Exchange schon vor einiger Zeit als Austauschstudentin nach Bad Wörishofen gekommen und nun, mit ihrer Familie zur Amtsübergabe eingeladen war. Heute lebt May Shaa Lan wieder in Ägypten, wo sie eine Textilfabrik betreibt. 

Wie viel mehr die Rotarier in Bad Wörishofen leisten, konnte man den Worten Jens Wagners entnehmen. Der Wörishofer Mediziner hatte das Amt vor einem Jahr übernommen, mit einem gewissen Muffensausen, wie er nun gestand. Dass auch Wagner nicht untätig geblieben war, bewiesen allein die zahlreichen Exkursionen, die Wagner angestoßen und mit Hilfe seiner Kontakte zu Geschäftsführern, Künstlern und anderen interessanten Personen auf den Weg gebracht hatte. Highlights seien unter anderem das Preisträgerkonzert im März und das Benefizkonzert zu Gunsten der Deutschen Knochenmarksspender-Datei gewesen, erinnerte Wagner und merkte an, dass das Jahr ärmer gewesen wäre ohne diese Events. 

Der scheidende Präsident Jens Wagner konnte als eine der letzten Amtshandlungen noch Rotarctin Anna Wendl auszeichnen, die sich in der Jugendorganisation verdient gemacht hat.

Dieses Jahr habe Spaß gemacht, so Wagner, der sich dafür bedankte, diese Chance bekommen zu haben. Es sei vor allem eine „willkommene Gelegenheit gewesen, über die eigenen drei Bauklötze hinauszuschauen“. Und auch einmal Dinge zu tun, die man sonst nicht machen würde, auch gar nicht die Chance dazu bekommen würde. Er wisse aber nun das Amt in guten Händen bei seinem Nachfolger Hans-Peter Pöckl, kam Wagner zum Ende seines Dankes. 

Abschließend übernahm es Wagner dann noch selbst, der Rotarcterin Anna Wendl den Paul Harris Fellow-Preis zu verleihen. Für ihre Verdienste in der Jugendorganisation der Rotarierer, Wendl war unter anderem Distrikt-Sprecherin (das entspricht dem Governor) und verantwortlich für die Organisation der Kidscamps, erhielt die Jurastudentin, die seit neun Jahren dem RC angehört, eine sichtbare Ehrung. 

von Oliver Sommer

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