20 Jahre Planung, ein Jahr Bauzeit

Radweg zwischen Immelstetten und Markt Wald ist eröffnet

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Landtagsabgeordneter Bernhard Pohl, Markt Walds Bürgermeister Peter Wachler, Landrat Hans-Joachim Weirather und Tiefbauamtsleiter Walter Pleiner schnitten symbolisch das Band durch und weihten dadurch den neuen Radweg zwischen Immelstetten und Markt Wald ein.

Markt Wald – „Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Bürgermeister von Markt Wald, Peter Wachler, im Hinblick auf die Eröffnung des 2,8 Kilometer langen Radweges auf der MN 23 zwischen Immelstetten und Markt Wald. Nach 20 Jahren ist es vollbracht: Der Radweg ist nach einem Jahr Bauzeit fertig. Bereits 1991 wurde die Baumaßnahme vom Kreis­ausschuss genehmigt. Doch da die Marktgemeinde im Rahmen der Flurbereinigung damals nicht alle Grundstücke erwerben konnte, hat sich das Projekt in die Länge gezogen.

Natürlich hätte man einen Teil schon früher bauen können, doch es mache keinen Sinn, wenn der Radweg nicht durchgängig ist, ist sich Walter Pleiner, Tiefbauamtsleiter des Landkreises Unterallgäu, sicher. Das Pro­blem lag am oberen Wegabschnitt, der in Markt Wald mündet. „Die Anlieger haben nicht mitgemacht. Von Bürgle bis Markt Wald fehlten hunderte Meter“, so Pleiner. Das späte Bauen hat aber auch seine Vorteile: „Gott sei Dank ist es erst jetzt gebaut worden. So konnte man die Glasfaser einfacher verlegen.“

„Unser Radweg ist doch sehr hübsch geworden“, lobte Wachler die Arbeit. „Das ist eine wichtige Tangente innerhalb unserer Marktgemeinde.“ 2015 konnte die Marktgemeinde die letzten Flächen erwerben. Dass sie da noch nicht angefangen haben zu bauen, hatte einen wesentlichen Grund: die Spatenkoordination. Einerseits könne es für die 2.500 Bürger nicht schnell genug gehen, andererseits sei es auch wichtig, einen Überblick zu bekommen, der zu dieser Zeit noch nicht gegeben war. Der Breitbandausbau war noch in den Startlöchern. Welche Gebiete erschlossen werden sollten, war ungewiss. Und auch viele andere Fragen waren 2015 noch unklar, sodass „die Zeit für den Radweg noch nicht gekommen war“, sagte Wachler. So blieb es abzuwarten, bis erdgas schwaben grünes Licht für den Glasfaserausbau gab. Sämtliche Projekte mussten so geregelt werden, dass sie einen Synergieeffekt beinhalten, so wie der „Multifunktionsuntergrund“ des Radweges. Das Eine-Millionen-Euro-Projekt wird zu 80 Prozent vom Landkreis gefördert. Mit 200.000 Euro beteiligt sich die Marktgemeinde daran.

Landrat Hans-Joachim Weirather will die Infrastruktur der Fahrradwege weiter ausbauen: „Das Projekt ruft nach weiteren Schritten, da anzuknüpfen und weitere Radwege zu bauen.“ Er will gleichwertige Lebensbedingungen zwischen Land und Stadt herstellen. 70 Kilometer Radweg sind bereits gebaut, doch „wir sind noch lange nicht fertig“, so Weirather. In diesem Zuge sprach er sich für die Reaktivierung der Staudenbahn aus, denn er möchte nicht auf stillgelegten Eisenbahnlinien Radwege bauen, die eventuell wieder in Betrieb gehen könnten.

Julia Böcken

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