Als Bürgermeisterkandidatin weiter im Rennen

Regine Glöckner: Neunominierung für »pro-kneippstadt«

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Regine Glöckner stellt sich für die parteilose Gruppierung „pro-Kneippstadt“ als Bürgermeisterkandidatin auf.

Bad Wörishofen – Nachdem sich Regine Glöckner von der SPD und der gemeinsamen Stadtratsliste „team-kneippstadt“ distanziert hat, will sie nun als Bürgermeisterkandidatin der parteilosen Gruppierung „Bürger pro Kneippstadt“ ins Rennen gehen. Diese hat Glöckner selbst neu nominiert und besteht aus vormaligen „team-kneippstadt“-Anhänger. Knapp zweihundert weitere Unterstützer sind nun gefragt.

„Ich freue mich sehr, weiterhin als parteilose und unabhängige Bürgermeisterkandidatin für Bad Wörishofen am Ball bleiben zu können“, sagt Glöckner, die in diesen Tagen von der neuen Wählergruppe „Bürger pro Kneippstadt“ nominiert wurde.

Um in der Kürze der Zeit ein wahlrechtlich einwandfreies Verfahren zu gewährleisten, konnte sich Glöckner in der Vorbereitung auf Unterstützer und für die Nominierung auf Mitglieder des – wie sie es nennt – „seit Anbeginn meiner Wahloffensive so engagierten Teams parteiloser Bürger“ verlassen. Die Gruppierung hat – wie vom Wahlrecht vorgesehen – ein förmliches Verfahren gewählt, das eine Wahl in nichtöffentlicher Aufstellungsversammlung ermöglicht, um eine Kandidatur mit Hilfe sogenannter Unterstützungslisten voranzubringen.

Glöckner, die bereits im November in einer öffentlichen Veranstaltung mit großer Mehrheit nominiert worden war, wurde nun von „pro-kneippstadt“ erneut aufgestellt und bereits durch weitere Unterstützer auf der Wahlliste „pro-kneippstadt“ bestätigt. Die örtliche Wahlleitung für die Kommunalwahl 2020 hat sie in das Unterstützungslistenverfahren aufgenommen. Knapp 200 Unterschriften auf Listen, die ab sofort im Rathaus ausliegen, benötigt Glöckner nun noch, um zur Wahl im März zugelassen zu werden. „Ich bin mir der Herausforderung bewusst, mich ab sofort dem Votum der Wörishofer Bürgerschaft zu stellen.“ Auch wenn dieser Weg nicht leicht ist, sagt Glöckner, hofft sie auf die Unterstützung der vielen Bürger, die ihr bisher schon signalisiert haben, „dass sie meine Bewerbung um das Amt einer ersten unabhängigen und parteilosen Bürgermeisterin für die Kneippstadt befürworten und mittragen“, so Glöckner weiter.

Die Wörishoferin legt viel Wert auf Rückgrat, Vertrauenswürdigkeit und Verlässlichkeit und will der „(Politik)-Verdrossenheit Anstand, Courage und Zuversicht entgegensetzen“. „Wer mich kennt, weiß, dass ich zwar für Kompromisse zu haben bin, aber nicht um jeden Preis. Und schon gar nicht um den meiner Glaubwürdigkeit.“

Eine eigene Stadtratsliste aufzustellen, beabsichtigt man derzeit nicht. Als „offen agierende Bürgermeisterin“ will sie dem künftigen Stadtrat Impulse geben, ihn moderieren und als Dirigentin den Takt angeben. „Leicht ist sowas nicht und ziemlich ungewöhnlich, aber eine große Chance für einen wirklichen Neuanfang in Bad Wörishofen.“ Glöckners Steckenpferd war schon immer das Denken und Handeln in Alternativen. Als Unternehmertyp hat sie schon einen „Stadt(entwicklungs)plan im Kopf“, der ihr wichtiger ist „als jedes Parteibuch, gleich welcher Farbe. “

wk

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