Vorsicht auf dem Weg zur Schule

Schulanfang: Schulweghelfer und Polizei sorgen für Sicherheit bei den Erstklässlern

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Polizisten helfen Schülern an der Fußgängerampel auf der Krumbacher Straße in Mindelheim über die Straße.

Unterallgäu – Am kommenden Dienstag, 10. September, geht wieder die Schule los – für die Erstklässler ist dies ein ganz besonderer Tag und ein neuer Lebensabschnitt gleich dazu. Natürlich werden die meisten aufgeregt sein, aber auch unsicher. Deshalb ist es wichtig, dass ihnen die Unsicherheit auf ihrem Schulweg genommen wird. Dafür gibt es verschiedene Vorkehrungen der Polizei.

Die Polizei achtet verstärkt auf die Schulwegsicherheit am Anfang jedes Schuljahres. Daher sind sie auf Schulwegen präsent und führen dort in der ersten Zeit auch Lasermessungen durch, wie Polizeihauptkommissar der Polizeiinspektion Bad Wörishofen Thomas Maier mitteilt. Die Kreisverkehrswacht hängt Plakate und Banner auf, die auf den Schulanfang hinweisen und um Vorsicht bei den Verkehrsteilnehmern bitten. Zudem rüstet sie die Kinder mit Warnwesten aus, damit sie für Autofahrer gut sichtbar sind.

Einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten die Schulweghelfer. In den Dörfern gebe es viel mehr solche Helfer als in den Städten wie Bad Wörishofen. Das hänge damit zusammen, dass in den Dörfern noch ein anderes Gemeinschaftsgefühl herrsche und die soziale Kompetenz dort ausgeprägter sei, erklärt Maier. Die Polizei bildet zwar Schulweghelfer aus, doch auch die Eltern sollen eigenständig mit ihrem Kind den Schulweg vor Schulbeginn üben und einstudieren. In der Kurstadt werden dringend noch mehr Schulweghelfer gebraucht. Wer sich dafür noch anmelden möchte, kann dies beim Verkehrserzieher Andreas Drews tun. Keinen bis einen Schulwegunfall gibt es im gesamten Dienstbereich der Polizei Bad Wörishofen pro Jahr – eine sehr gute Quote. Dennoch gebe es momentan noch mehr Risiko­stellen als Schulweghelfer in der Kneippstadt.

Um auf die Fahrt mit dem Schulbus vorbereitet zu werden, gibt es an den Schulen auch eine Unterrichtseinheit dazu, wie Schulamtsdirektorin Elisabeth Fuß sagt. Mit dem Fahrrad in die Schule fahren – und das raten beide – solle man aber erst, wenn man das Fahrradtraining in der vierten Klasse erfolgreich absolviert hat.

Auch Marion Prediger, selbst Schulweghelferin in Mindelheim, wirbt für mehr Ehrenamtliche. Zurzeit betreuen drei Helfer im Wechsel die Kreuzung bei der Bäckerei Mandl, für Prediger neben der großen Kreuzung am Forum die gefährlichste Stelle. Auf dem Elternabend der Grundschule hat sie bereits für mehr Freiwillige geworben. Bis jetzt haben sechs Mütter und Väter zugesagt. Ob sie wirklich die Schulung beim Mindelheimer Verkehrserzieher Konrad Baur antreten, bleibt abzuwarten. 

Julia Böcken

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