Schwache Wahlbeteiligung aber ein klares Votum

Als deutlicher Sieger ging der bisherige Amtsinhaber Hans-Joachim Weirather aus den Landratswahlen am 22. April hervor. Gattin Hermine war die erste, die ihm gratulierte. Foto: Magg

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andratswahl im Unterallgäu am 22. April Mindelheim/Unterallgäu (mg): Seit 19.15 Uhr am Abend des 22. April steht es fest: Hans-Joachim Weirather wird auch in den kommenden knapp acht Jahren die Geschicke des Landkreises an dessen Spitze lenken. Seine von der CSU aufgestellte Herausforderin Marita Kaiser-Wieser unterlag mit nur 37,7 Prozent der Wählerstimmen deutlich dem bisherigen Amtsinhaber, der wieder für die Freien Wähler ins Rennen ging. Enttäuschend schwach war die Wahlbeteiligung bei den diesjährigen Landratswahlen: Nur 41,74 Prozent aller rund 107.000 wahlberechtigten Unterallgäuer Bürgerinnen und Bürger fanden am Sonntag den Weg in die Wahlkabinen respektive nutzten die Chance der Briefwahl. 37,74 Prozent gaben dabei ihre Stimme für Kaiser-Wieser ab. 62,26 Prozent der abgegebenen Stimmen entfielen auf Hans-Joachim Weirather. Die deutliche Mehrheit der Unterallgäuer, die die Wahl wahrgenommen hatten, erteilten damit Weirather ihr Vertrauen. In 47 von insgesamt 52 Städten und Gemeinden lag Weirather mit seinem Ergebnis über der magischen 50 Prozent-Marke. Kaiser-Wieser erhielt eine Mehrheit lediglich in Babenhausen, Amberg, Ettringen, Markt Wald und Wiedergeltingen - und auch hier zum Teil nur hauchdünn, in Markt Wald beispielsweise mit nur einer Stimme Vorsprung. In der Kreisstadt Mindelheim triumphierte Weirather mit einer überzeugenden Mehrheit von 65,6 Prozent und in seiner Heimatgemeinde Fellheim gar mit beeindruckenden 85,4 Prozent der Stimmen. Weirather wird seine neue Amtszeit am 1. August diesen Jahres antreten und dann aufgrund der Angleichung an den regulären Termin der Kommunalwahlen ausnahmsweise sieben Jahre und neun Monate Landrat des Unterallgäus sein. Die nächste Landratswahl findet dann - gemeinsam mit der Wahl des Kreistags - im Jahr 2020 statt. Kaiser-Wieser wird bis 2014 als Bürgermeisterin von Illertissen weiter im kommunalpolitischen Amt verbleiben. Dies hatte sie für den Fall ihrer Niederlage bereits im Vorfeld erklärt. Bei den Bürgermeisterwahlen in zwei Jahren möchte sie sich ferner noch einmal zur Verfügung stellen.

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