Große und kleine Baumeister legen los

Spatenstich: Pfarrkirchenstiftung und Stadt geben Startschuss für neue Kita „St. Stephan“

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Große Freude nicht nur bei den „kleinen Baumeistern“, sondern auch bei den Initiatoren und Projektverantwortlichen. Beim Spatenstich für die neue Kindertagesstätte „St. Stephan“ (hinten v. links): Stefanie Dick, Susanne Pech, Petra Kneipp, Verena Möst-Specht (alle Kindergarten St. Stephan), Hubert Säuberlich (Kirchenpfleger), Edwin Münsch (Filgis), Klaus Appelt (Architekturbüro Holl), Dekan Andreas Straub, Claudia Kirchberger (Bistum Augsburg), Christian Stadtmüller, Jonas Hahn (beide Architekten Stadtmüller), Bürgermeister Dr. Stephan Winter, Veronika Hemme (Diözese Augsburg) und Ute Bergmaier (Stadt Mindelheim).

Mindelheim – „Noch braucht es viel Fantasie, um sich hier einen Kindergarten vorstellen zu können“, musste auch Dekan Andreas Straub heute Morgen auf der Lautenwirtswiese einräumen. In zwei Jahren soll hier eine neue Kindertagesstätte mit Platz für insgesamt 149 Kinder stehen. Die Bauarbeiten dafür laufen nun an: Am heutigen Mittwoch haben die Verantwortlichen bereits den symbolischen Spatenstich vollzogen.

Seit 1975 betreibt die Katholische Kirchenstiftung „St. Stephan“ den gleichnamigen Kindergarten in Mindelheim. Das Gebäude in der Bürgermeister-Betz-Straße, das Mitte der 90er Jahre noch erweitert wurde, müsste nun saniert werden und entspricht auch in seiner Größe nicht den Ansprüchen der Pfarrkirchenstiftung, wie Verwaltungsleiter Thomas Weinzierl mitteilt. „Eine Machbarkeitsstudie hat ergeben, dass eine Generalsanierung des Bestandsgebäudes nicht wirtschaftlich ist und für eine Erweiterung die vorhandene Fläche nicht ausreicht.“

Für 4,5 Millionen Euro soll deshalb ein sogenannter „Ersatzneubau“ auf der Lautenwirtswiese entstehen. Wie bisher kommen dort 125 Kindergartenkinder, aufgeteilt auf fünf Gruppen, unter. Sie werden sich das Obergeschoss des insgesamt zweigeschossigen Neubaus teilen. Im Parterre finden neben eines Mehrzwecksraums, einer Küche und eines Speisesaals auch – und das ist neu – zwei Krippengruppen Platz.

Viel Platz im Garten

Ab Herbst 2022, so der Plan, soll der Neubau auf dem 3.350 Quadratmeter großen Grundstück, dessen Kosten die Kirchenstiftung trägt, fertig sein. Worauf sich die Kinder besonders freuen dürfen: Da der rechteckige Baukörper mit begrüntem Zeltdach nur gut ein Drittel der Fläche ausmacht, bleibt viel Platz fürs Spielen im großen Garten.

An die „kleinen Baumeister“, die extra mit Schaufeln zum Spatenstich für ihr neues Zuhause angerückt waren, richtete Dekan Straub ein paar Worte, sie seien schließlich die Hauptpersonen des Projektes. „Für Euch wird dieser Kindergarten gebaut.“ Straub sprach ferner von einem „Gemeinschaftswerk“ und zeigte sich „überzeugt, dass wir hier in die Zukunft investieren“.

Ähnlich äußerte sich auch Bürgermeister Dr. Stephan Winter, der darauf verwies, dass die Stadt nun binnen weniger Monate schon den dritten Spatenstich für eine Kindertagesstätte feiert. Erst vor gut drei Wochen waren die Bauarbeiten für den neuen Kindergarten St. Vitus eingeläutet worden.

Lage "sehr, sehr richtig"

Zudem hofft Winter, dass das Gebäude seine angedachte Haltbarkeit von 45 Jahren – so haben Stadt und Kirche auch in einem Vertrag festgehalten – erfüllt. Der Ort der neuen Kindertagesstätte sei aufgrund seiner zentralen Lage „sehr, sehr richtig“ gewählt. Außerdem müssten die Kinder nach ihrer Zeit in St. Stephan nur „ein paar Meter weiter ins nächste Haus“, nämlich in die Grundschule.

Geplant hat das Gebäude, das auch eine PV-Anlage für die Eigenstromversorgung aufs Dach bekommt, das Architekturbüro Stadtmüller.Burkhardt.Graf aus Kaufbeuren, die Bauleitung vor Ort übernimmt das Architekturbüro Holl + Partner aus Mindelheim – weshalb Planer Christian Stadtmüller auf „Synergien vor Ort“ hofft. 

Marco Tobisch

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