Alle Klassen gut versorgt

Staatliches Schulamt: Kein Lehrkräftemangel im Unterallgäu - weiterhin hohe Schülerzahlen

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An den Mittelschulen sind die Schülerzahlen erstmals leicht angestiegen. In Mindelheim übernimmt Simone Frischholz das Amt als neue Rektorin.

Unterallgäu – Das neue Schuljahr hat begonnen und die Klassen der Grund- und Mittelschulen im Unterallgäu sind mit Schülern und Lehrern gut gefüllt. Einen Lehrermangel gäbe es laut Staatlichem Schulamt aber nicht.

Auch im neuen Schuljahr 2019/20 steigen die Schülerzahlen weiter an. Vor allem die Grundschülerzahlen sind mit einem Plus von 130 Schülern auf einem hohen Niveau, doch auch die Mittelschule verzeichnet erstmals einen leichten Anstieg mit einem Zuwachs von 21 Schülern. Im gesamten Unterallgäu besuchen 5.121 Schüler eine der 29 Grundschulen. 2.266 Schüler gehen weiterführend auf eine der 13 Mittelschulen. Die Zahl der Schulanfänger im Unterallgäu stieg dieses Jahr um 59.

Um den steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden, wurden sieben zusätzliche Grundschulklassen gebildet. In der Mittelschule reduzierte man eine Klasse im Vergleich zum Vorjahr. Mehr als 90 Prozent der Klassen im Unterallgäu erreichen die durchschnittliche Klassenstärke von circa 20-25 Schülern.

Wie das Staatliche Schulamt mitteilt, sei die personelle Ausstattung in den Grundschulen sehr gut, denn durch die Neueinstellung und Versetzung erhielt der Landkreis „erheblich mehr Grundschul- als Mittelschullehrkräfte“, sodass auch der Vertretungsunterricht ohne Probleme stattfinden könnte. „Alle Klassen sind mit Lehrkräften, die eine Lehramtsbefähigung nachweisen, versorgt“, geht es aus dem Pressebericht hervor.

Falls jemand krankheitsbedingt oder aufgrund von Elternzeit ausfällt, übernimmt die Mobile Reserve mit ihren 45 Lehrkräften die aktuellen 1.031 Lehrerstunden. Trotzdem setzt sich das Staatliche Schulamt weiterhin die Aufgabe, mehr Personal zu gewinnen, da einige Kollegen aus der Mobilen Reserve bereits Vertretungsaufgaben übernommen haben.

Auch die Mittelschulen können auf ein üppiges Kollegium zurückgreifen. Zum einen wurden einige Grundschullehrer in die Mittelschule versetzt, um dort die fünften und sechsten Klassen zu unterrichten, zum anderen konnten rund 100 weitere Lehrstunden besetzt werden, weil Teilzeitverträge aufgestockt wurden. Das entspricht dreieinhalb Vollzeitkräften.

Nachwuchs kommt auch von den fertigen Studenten. Zehn Seminare absolvieren Junglehrer in der Ausbildung nach dem Staatsexamen. Pro Seminar werden acht bis zwölf Referendare von einem Seminarleiter praxisnah ausgebildet; insgesamt sind es 41 angehende Lehrer an den Grund- und Mittelschulen Bad Wörishofen, Türk­heim und Mindelheim.

Viele neue Führungskräfte übernehmen dieses Schuljahr die Aufgaben als Schulleitung, wie auch Simone Frischholz, die neue Rektorin an der Mittelschule in Mindelheim ist. In der nächsten Ausgabe stellt der Wochen KURIER die von der Pfarrer-Kneipp-Mittelschule Bad Wörishofen stammende Konrektorin genauer vor. 

Julia Böcken

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