CSU-Fraktion stellt eigene Sicht zur Bebauung der Lautenwirtswiese dar

„Deutliche Aufwertung“

+
Durch die geplante Bebauung der Lautenwirtswiese soll - nach Aussage der CSU-Fraktion im Mindelheimer Stadtrat - dem Wohnungsmangel in Mindelheim entgegengewirkt werden.

Mindelheim – Bürgerbegehren „Lautenwirtswiese“: Nach diversen Informationsveranstaltungen und Diskussionen auch im öffentlichen Raum (der Wochen KURIER berichtete) hat sich nun die Mindelheimer CSU-Fraktion um ihren Sprecher Christoph Walter mit einem Statement an die Presse gewendet. Nach seiner Aussage sehen die Mitglieder der CSU Fraktion im Mindelheimer Stadtrat in der geplanten Bebauung der Lautenwirtswiese ein geeignetes Mittel zur Reduzierung des Wohnungsmangels in Mindelheim.

Dass Mindelheim eine wachsende Stadt ist, kann von keiner Seite weg diskutiert werden, so der CSU-Fraktionssprecher Christoph Walter. Aufgabe eines verantwortungsbewussten Stadtrats sei es daher, eine vorrausschauende Bauplanung zu gewährleisten. Die Planung an der Lautenwirtswiese ist aus Sicht der CSU ein gelungenes Beispiel hierfür. Nicht zuletzt deswegen habe diese Planung im Mindelheimer Stadtrat die Zustimmung von 23 Kolleginnen und Kollegen über alle Parteigrenzen hinweg bekommen. An der Lautenwirtswiese wird eine gute Mischung aus Doppelhaushälften und Mehrfamilienhäusern realisiert, sagt Walter. Auch ökologisch erfährt die bisher brachliegende Wiese eine deutliche Aufwertung durch Pflanzung von Bäumen. Für Kinder und Jugendliche wird ein Bolz-und Spielplatz errichtet. Entlang des bestehenden Lautenwirtsweges wird durchgängig ein 15 Meter breiter Grünstreifen zum Spielen und Spazierengehen erhalten. Erstmals müssen zehn Prozent der geplanten Wohnungen in den Mehrfamilienhäusern dem sozialen Wohnungsbau zugeführt werden. Dies ermöglicht nun auch einkommensschwächeren Schichten den Zugang zu vergünstigten Wohnraum. Zusätzlich wird die Stiftung Hl. Kreuz Kloster etwa 12 eigene Wohnungen in den Mehrfamilienhäusern zur Vermietung an Mindelheimer anbieten. Hierfür haben Pfarrer Dr. Lindl und Sr. Marianne, als Vertreter der Stiftung zugesichert, freiwillig den Mietpreis je Quadratmeter um einen Euro unter dem Mindelheimer Durchschnittsmietpreis festzusetzen. Die Stiftung des Hl. Kreuz Kloster zeigt hier klare soziale Verantwortung für junge Familien und Senioren und ermöglicht diesen ein attraktives und innenstadtnahes Wohnen. Aussagen „erstaunen“ Der Neubau einer kirchlichen Kindertagesstätte mit sieben Gruppen, Kinderkrippengruppen und Familienberatungszentrum erfüllt die Anforderungen einer familienfreundlichen Stadt. „Gerade deshalb erstaunen uns die Äußerungen unserer Fraktionskollegin Ursula Kiefersauer die Lautenwirtswiese so zu belassen wie sie ist doch sehr“, so Walter wörtlich. „Nicht zuletzt da sich unsere Ursula über viele Jahre hinweg für die Bedürfnisse junger Familien in Mindelheim stark gemacht hat.“ Warum nun plötzlich die Bedürfnisse junger Familien an der Lautenwirtswiese nicht mehr zutreffend sein sollen, erschließt sich den weiteren Kolleginnen und Kollegen der CSU Fraktion leider nicht. Einen abstrakten Bedarf zur Nutzung der Lautenwirtswiese als Gemeinbedarfsfläche, wie es die Bürgerinitiative fordert, sehen die restlichen CSU Fraktionskollegen ebenfalls nicht. Hier müsste doch schon genau gesagt werden, was die Bevölkerung unter dieser Worthülse „Gemeinbedarfsfläche“ konkret verstehen soll, so Walter. Das Hallenbad und die darüber liegende Doppelturnhalle wurden erst kürzlich generalsaniert. Die Grundschule Mindelheim kann sich auch bei erwarteten steigenden Schülerzahlen am heutigen Standort gut erweitern. Auch das Seniorenheim St. Georg hat auf eigenem Grund genügend Entwicklungsmöglichkeiten. Es sei daher bedauerlich, dass sich die Bürgerinitiative bisher nicht im Rahmen einer öffentlichen Diskussion dem sachlichen Austausch von Argumenten gestellt habe. Das bloße Aufstellen von Behauptungen und das Abgeben einseitiger Zeitungs-Statements erschwere ebenfalls eine sachliche Auseinandersetzung mit der Bürgerinitiative, bedauerte Christoph Walter. „Ich hoffe, dass am 10. Dezember die Mehrheit der Mindelheimer Bevölkerung sich für ein klares Ja zum Ratsbegehren ausspricht und mithilft eine familienfreundliche Wohnungspolitik für Mindelheim zu realisieren. Ein Erhalt der Wiese löst die Herausforderungen einer wachsenden Stadt jedenfalls nicht“, so Fraktionssprecher Christoph Walter abschließend.

wk

Auch interessant

Meistgelesen

In Bad Wörishofen zu Tode geprügelt: Urteil am Memminger Landgericht
In Bad Wörishofen zu Tode geprügelt: Urteil am Memminger Landgericht
Auf in die 5. Jahreszeit
MINDELHEIM
Auf in die 5. Jahreszeit
Auf in die 5. Jahreszeit

Kommentare