"Offen und engagiert"

Stadtratswahlen: Mindelheimer Bürgergemeinschaft stellt ihre Liste vor

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Sie gehören zu den 24 Kandidaten der Mindelheimer Bürgergemeinschaft für die bevorstehenden Stadtratswahlen (vorne v. links): Michael Gerle, Robert Frei, Waltraud Weinmann, Christel Lidel, Simone Bauernfeind, Heinrich Hummel und Manfred Schuster sowie (hinten v. links) Robert Liedtke, Mehmet Demirel, Martin Wild, Arnold Sontheimer, Ursula Kiefersauer, Polykarp Platzer, Stefan Stadler, Sebastian Mayer und Dennis Platzer.

Mindelheim – „ Daheim in Mindelheim“, mit dieser Botschaft wirbt die Bürgergemeinschaft (MBG) bei den Stadtratswahlen in Mindelheim für eine unabhängige und offene Stadtpolitik. Am Montag hat die Fraktion, die aktuell mit drei Mandaten im Stadtrat vertreten ist, ihre Listenkandidaten für die Kommunalwahl im März bekanntgegeben. Unter den 24 Kandidaten befindet sich auch eine aktuelle CSU-Stadträtin.

Bereits in den vergangenen Jahren hat die Bürgergemeinschaft sich für Themen wie den Erhalt von Grünflächen, die Belebung der Stadt oder für eine überlegte und vernünftige Verkehrsplanung für Mindelheim engagiert eingesetzt. Michael Gerle als Vorsitzender der Bürgergemeinschaft freute sich zuletzt, bei der Aufstellungsveranstaltung der Bürgergemeinschaft im TSV-Sportheim 24 Kandidaten aller Altersgruppen und vielfältigster Berufsgruppen vorstellen zu können. „In den verschiedensten handwerklichen und sozialen Berufen sind unsere Kandidaten engagiert. Unsere Liste ist ein echtes Abbild der Gesellschaft“, so Gerle.

Damit erklärte er auch, dass nicht alle Kandidaten persönlich da sein konnten, weil Schichtdienst im Krankenhaus oder andere berufliche Verpflichtungen forderten. „Wir haben ganz junge Kandidaten, die erst in die Politik hineinwachsen, wie auch alte Hasen, die in der Politik schon lange beheimatet sind und schon immer mutig ihre Stimme erhoben haben“, erklärt Gerle.

Ökonomisch und ökologisch

Für die Bürgergemeinschaft bleibt auch für die nächste Wahlperiode der Grundsatz wichtig , dass der Bürger gehört werden müsse. Das Vereinsleben solle weiter so lebendig bleiben und angesichts des Wandels der Gesellschaft müssten Zukunftsthemen verantwortlich und konsequent im Bewusstsein von ökonomischen und ökologischen Denkens angegangen werden.

Bei den anschließenden Nominierungswahlen, die Hannelore Lutzenberger durchführte, wurden 24 Kandidaten auf die Liste gewählt. Unter ihnen befinden sich mit Spitzenkandidat Dr. Manfred Schuster, Michael Gerle und Christel Lidel auch die drei derzeitigen MBG-Stadträte.

Mit dabei ist aber auch Ursula Kiefersauer, die aktuell für die CSU im Ratsgremium sitzt. Wie sie auf Nachfrage des Wochen KURIERS erklärt, habe sie dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Christoph Walter im Dezember erklärt, dass sie nicht mehr für die Christozialen kandidieren werde. „Es sind persönliche wie auch politische Gründe, die zur Entscheidung führten. Meine politische Meinung wie auch meine oft kritischen Vorstellungen zu Themen waren nicht immer konsensfähig und die Kommunikation oft schwierig“, erklärt Kiefersauer. Walter zeigte sich von diesem Schritt „überrascht“, nachdem Kiefersauer 18 Jahre lang die CSU im Stadtrat vertreten hatte. Wenngleich sie im Dezember das Ende ihres Engagements kundgetan hatte, „war nicht erkennbar, dass sie die Liste wechselt“, so Walter.

Um sich „weiterhin für eine unabhängige, pragmatische und offene Stadtpolitik zu engagieren“, will sich Kiefersauer nun der MBG anschließen. Hier sehe sie „eine offene Gesprächsführung und eine engagierte Bürgervertretung“.

Die Stadtratsliste der MBG:

1. Dr. Manfred Schuster
2. Ursula Kiefersauer
3. Michael Gerle
4. Dennis Platzer
5. Christel Lidel
6. Robert Frei
7. Polykarp Platzer
8. Mehmet Demirel
9. Mathias Richter
10. Robert Liedtke
11. Waltraud Weinmann
12. Martin Wild
13. Sebastian Mayer
14. Tanja Bittner
15. Christian Kaiser
16. Marius Hartmann
17. Alexander Stegmüller
18. Uwe Mayer
19. Stefan Stadler
20. Simone Bauernfeind
21. Heinrich Hummel
22. Sebastian Schuster
23. Arnold Sontheimer
24. Stefan Eberle

wk/mt

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