Zum ersten Mal Bufdinnen aus Südafrika in Mindelheim

»Kinder sind überall gleich«

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Beatrice Tögel, Shari Maluleke, Beate Fuchs, Palesa Shabangu (vordere Reihe von links), Kathrin von Erffa, Ute Bergmaier, Dr. Stephan Winter und Frater Michael (hintere Reihe v. links)

Mindelheim – Von Mai bis Dezember betreuen Shari Maluleke und Palesa Shabangu aus Johannesburg zwei Kindertagesstätten in Mindelheim im Rahmen des CMI-Deutschland Projektes.

CMI-Deutschland ermöglicht Schülern aus Deutschland, eine gewisse Zeit nach der Schule im Ausland zu verbringen, um Projekte in der Dritten Welt zu unterstützen. Nachdem bereits zahlreiche ehemalige Schüler des Maristenkollegs unterschiedliche Projekte unterstützt haben, kommen nun zum ersten Mal zwei Schülerinnen aus Südafrika nach Mindelheim, um ihren Bundesfreiwilligendienst in der Johann-Baptist-Luxenhofer-Kindertagesstätte und der Marcellin-Champagnat-Kindertagesstätte zu absolvieren.

Als die ersten Anfragen aus Südafrika kamen, hätte man nicht gleich gewusst, wo in Mindelheim Bedarf herrsche, erklärte Frater Michael. Im Laufe des Jahres werden noch eine Stelle im Maristenkolleg und eine im Seniorenzentrum St. Georg besetzt, so Frater Michael weiter. „Ich freu mich, dass wir mithelfen und anderen die Möglichkeit bieten zu können, nach Deutschland zu kommen“, betont Bürgermeister Dr. Stephan Winter. Ihm sei wichtig, dass man nicht nur die Arbeit kennenlernt, sondern auch die Kultur, Stadt und Gesellschaft.

Die 21-jährige Palesa etwa entschied sich inmitten ihres Studiums, eine Pause einzulegen. Weil ihr Arbeit mit Kindern Spaß macht, hat sie sich bei CMI beworben. Sie möchte ein „Teil der kindlichen Freude“ sein und Kindern etwas zurück geben, erklärte sie. Bis jetzt finde sie Mindelheim schön, jedoch ganz anders als Johannesburg.

Die 18-jährige Shari hat heuer in Johannesburg die Schule beendet und möchte vor dem Studium eine Pause einlegen. Auf Facebook hatte sie gesehen, wie ihre Schule Werbung für CMI gemacht hat. Zuvor hatte sie nie mit Kindern gearbeitet, aber Kinder seien überall auf der Welt gleich —offen, liebevoll und lebendig. Im Rahmen des Projektes besuchen Palesa und Shari drei Mal die Woche einen Deutschkurs an der VHS, den die Maristenbrüder finanzieren.

von Antonela Kelava

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