1. kurierverlag-de
  2. Mindelheim

Technik-Rallye: Schüler der Realschule des Maristenkollegs hämmern, bohren und löten

Erstellt:

Kommentare

Mindelheim – Sechstklässler der Realschule des Maristenkollegs verwandelten das Klassenzimmer in eine Werkstatt. An 25 Stationen konnten sie löten, bohren, hämmern und schrauben. Die Technik-Rallye, eines von 16 Projekten der Bildungsinitiative „Technik – Zukunft in Bayern 4.0“, soll Schüler für technisch-handwerkliche Berufe begeistern. Und sie erfüllt ihren Zweck, hört man die Aussagen der Schüler.

null
1 / 13Die Schüler der Klasse 6b konnten bei der Technik-Rallye unter anderem auch Schlüsselanhänger aus Leder und Holz anfertigen. © Julia Böcken
null
2 / 13 © Julia Böcken
null
3 / 13 © Julia Böcken
null
4 / 13 © Julia Böcken
null
5 / 13 © Julia Böcken
null
6 / 13 © Julia Böcken
null
7 / 13 © Julia Böcken
null
8 / 13 © Julia Böcken
null
9 / 13 © Julia Böcken
null
10 / 13 © Julia Böcken
null
11 / 13 © Julia Böcken
null
12 / 13 © Julia Böcken
null
13 / 13 © Julia Böcken

Martin Hillebrand und Angela Engel führten die Schüler durch die Stationen, erklärten jede einzelne. Sie kommen vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V., das auch Projektträger der Technik-Rallye ist. Der bbw will bei den Schülern das Interesse an Technik fördern, um damit langfristig Nachwuchskräfte in den technischen Bereichen zu aquirieren. Die Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm sind die Hauptförderer der Initiative. Auch das bayerische Wirtschaftsministerium unterstützt das Projekt.

Während bei der einen Station räumliches Denken gefragt war, wo man aus Klötzen einen Würfel bauen musste, war bei der nächsten Station Fingerspitzengefühl von Vorteil, um mit Seitenschneider, Flach- und Spitzzange einen Draht nach Vorgabe zu biegen. Beim Arbeiten über einem Spiegel brauchte man auch ein wenig Talent, als man spiegelverkehrt einen Weg einzeichnen musste. Um zu wissen, womit die Schüler gerade hantierten, mussten sie die Namen der Werkzeuge den Bildern zuordnen.

Angehende Elektriker konnten Stromkabel mit einer Lüsterklemme miteinander verbinden. Mit einem Akkuschrauber und dem richtigen Bit konnten die Sechstklässler Schrauben in ein Brett bohren. Hillebrand warnte die wenigen Mädels in der Klasse davor, dass der Akkuschrauber kein Lockenwickler sei. Also aufgepasst mit den Haaren! Vorsicht geboten war auch bei der Lötstation, denn der Lötkolben kann schnell mal 380 Grad heiß werden. Dort konnten die Schüler einen Spruch oder Namen in ein Holzbrett brnenen und es im Nachhinein als Türschild verwenden. Angehende Heizungsbauer konnten sich aus Rohren Ringe basteln. Wer lieber einen Schlüsselanhänger haben wollte, der konnte sich die Laubsäge schnappen und ein Tier aus einem Stück Holz aussägen oder eine Revolverlochzange nehmen und einen Anhänger aus Leder anfertigen.

Marleen Müller findet die Technik-Rallye wie ihre Mitschüler „richtig cool“. „Es macht Spaß“, meinte auch Tim Schweinberger. Viele Jungen könnten sich einen Technik-Beruf auch für später vorstellen, denn ihnen gefällt das Basteln. 

Julia Böcken

Auch interessant

Kommentare