Transportverpackung immer im Fokus

Tricor: Europas erstes Testzentrum für Transportverpackungen ist eröffnet

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Martin Müller ist der CEO von TRICOR. Er nahm die Anlage in Betrieb.

Bad Wörishofen – Mit einem gewaltigen Krachen knallte der Karton gegen die Stahlbarriere. Und eröffnete damit ein neues Zeitalter beim Verpackungs- und Logistikexperten TRICOR im interkommunalen Gewerbegebiet an der A96. Dort wurde am vergangenen Dienstag das Proof-of-Concept-Centre seiner Bestimmung übergeben, wo an den optimalsten Transportverpackungen geforscht und diese extremsten Tests unterzogen werden sollen.

Moderne Produkte haben, wenn sie beim Kunden oder Endverbraucher ankommen, oft einen langen Transportweg hinter sich. Sei es das neue Mountainbike aus einer Fabrik in China, ein Computermonitor oder das neue Smartphone. Auch Automobile werden beispielsweise an einem Standort zusammengeschraubt, doch die Einzelteile dafür legen oft Hunderte von Kilometern zurück, vor allem elektronische Bauteile. Für den Transport zwischen den Fabriken und zum Endverbraucher aber braucht es ganz spezielle Transportverpackungen – die kleinere Transportunfälle ebenso verzeihen wie einen heftigen Regenguss oder Temperaturschwankungen bei der Fahrt durch den indischen Ozean.

Beim Verpackungsexperten TRICOR in Wörishofen weiß man um die Probleme beim Transport von A nach B und bemüht sich mit immer ausgefalleneren Kartonverpackungen, die geschilderten Probleme abzumildern oder sogar ganz abzufangen. Weshalb am Standort Bad Wörishofen nun das Proof-of-Concept Zentrum seiner Bestimmung übergeben wurde. Nach einer knapp einjährigen Planungs- und Bauzeit wurde nun die „Versuchskammer“ eingeweiht. Darin lassten sich Fallversuche ebenso darstellen wie das Durchrütteln von Transportkisten mit empfindlichen Bauteilen – so, als wenn sie Hunderte von Kilometern mit dem LKW transportiert würden. Neben einer Presse, wo man das Hochstapeln simulieren kann, ist das Highlight des Labors eine Klimakammer, in der Temperaturen von minus 40 Grad Celsius bis zur tropischen Hitze und ebensolche Luftfeuchten simuliert werden können. Ganz so, wie es ein Transportkarton auf seinem Weg von Asien nach Europa oder anderswo erdulden muss.

So können neue Sicherungs- und Transportmöglichkeiten getestet werden – allerdings erst, nachdem man sich bei TRICOR mit dem Kunden über den Transport unterhält und welche Anforderungen die Verpackungen aushalten müssen. Dafür gibt es ein eigenes Zentrum, wo Kunden und Auftraggeber die Supply Chain, den Transportweg, begutachten können. Zum Auftakt hatte man bei TRICOR über 100 Zulieferer aus der Automobilindustrie eingeladen, die mit einer der Hauptnutznießer der Testanlage werden dürften.

Oliver Sommer

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