Türkheim blickt auf positives Jahr 2018 zurück

Türkheim: Nur die Hochzeitspaare werden weniger

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Der Startschuss für den Türkheimer Breitbandausbau ist 2018 bereits gefallen. Im Frühjahr, das kündigte Rainer Müller (LEW, links) an, beginnen die Tiefbauarbeiten – ganz zur Freude von Türkheims Bürgermeister ­Christian Kähler (Mitte) und Rammingens Bürgermeister Anton Schwele (rechts).

Türkheim – Diskutiert wurde heuer auch in den 19 Sitzungen des Türkheimer Marktgemeinderates, in denen immerhin 142 Beschlüsse gefasst wurden. Die Schlusssitzung Ende Dezember hatte derweil einen anderen Hintergrund: Bürgermeister Christian Kähler blickte in weihnachtlich-besinnlicher Atmosphäre auf die Höhepunkte im Jahr 2018 zurück und wagte auch schon einen Ausblick aufs neue Jahr.

Bevor Kähler aber mit einem Streifzug durch die Ereignisse loslegte, präsentierte er zunächst die wichtigsten Zahlen. 7.312 Köpfe zählt der Markt Türkheim aktuell, etwa 150 mehr als noch im Vorjahr. 769 Menschen von ihnen wohnen in Irsingen. In der gesamten Verwaltungsgemeinschaft mit Amberg, Rammingen und Wiedergeltingen stieg die Einwohnerzahl auf 11.744 (2017: 11.613), wobei die Zahlen in den einzelnen Gemeinden relativ konstant blieben.

Weniger Hochzeiten

Gleiches gilt für die Zahl an Neugeborenen (65) und Verstorbenen (111). Veränderung gibt´s aber in Sachen Hochzeitspaare: Während im Vorjahr noch 86 Paare miteinander vermählt wurden, gaben sich zuletzt nur 66 sich Liebende das Ja-Wort.

Die Einnahmensituation sieht Kähler als „erfreulich“ an, denn rund 3,5 Millionen Euro spült 2018 voraussichtlich die Gewerbesteuer in die Türkheimer Kasse – im Vorjahr waren es noch 3,3 Millionen. Und auch die Einkommensteuerbeteiligung steigt weiter, sie liegt mit 3,95 Millionen Euro ebenfalls über dem Vorjahreswert (3,6 Millionen Euro).

Eingeläutet war das erfolgreiche Jahr 2018 mit dem über Türk­heims Grenzen hinaus bekannten Silvesterfeuerwerk worden – „bei gutem Wetter“, wie sich Kähler noch erinnerte. Denn immerhin rund 3.000 Besucher verbrachten die Nacht zum Jahreswechsel auf den Türk­heimer Straßen. Eine Zahl, die vielleicht schon heute Abend getoppt wird.

Nächster Halt im Jahresrückblick war das Maibaumaufstellen im Kindergarten Irsingen, bei dem „die Kinder mit viel Freude dabei waren“. Ebenfalls viel Freude hatte Ende Juni der 80. Geburtstag von Steinmetzmeister Gerhard Schröder bereitet. Während Geburtstagskinder normalerweise Geschenke in Empfang nehmen, machte Schröder anlässlich seines runden Wiegentages der Gemeinde ein Geschenk und überreichte einen Gedenkstein – ein aufgeschlagenes Buch, das an Pfarrer Sebastian Kneipps Zeit in Türkheim erinnern soll.

Anlass zur Trauer gab 2018 derweil der Tod von Manfred Stadler. „Er war im gesellschaftlichen Leben in Türkheim immer mit dabei“, erinnerte Kähler an den Ehrenvorsitzenden des Akkordeonorchesters. Stadler zu Ehren wurde bereits eine Gedenkstätte am Fahrradweg in Richtung Amberg eingeweiht.

Auch in einige Bauprojekte hat Türkheim im abgelaufenen Jahr Zeit und Geld investiert: Neben der neuen Urnenwand am Friedhof sowie dem Kindergarten-Parkplatz werden Veränderungen im Pausenhof der Grundschule besonders deutlich. Hier wurden beispielsweise Sitzbänke aufgestellt, Bäume gepflanzt, ein neues Pflaster verlegt oder der Eingang barrierefrei gestaltet.

Mit die größte Baustelle dürften 2018 aber die Elektrifizierungsarbeiten gewesen sein, die bekanntlich auch in Türkheim eine große Rolle spielten. „Am Schluss wurde hier Tag und Nacht gearbeitet“, meinte Kähler. Das nächste Großprojekt steht am Bahnhof aber bereits in den Startlöchern. „Nächstes Jahr greifen wir die Vorplatzgestaltung an“, so der Rathauschef.

Ebenfalls ein großes Thema des neuen Jahres wird der Breitbandausbau sein. Wie die LEW mitteilt, seien die Beteiligungsquoten in der dreimonatigen Vorvermarktungsphase erreicht worden, sodass im Frühjahr – „sobald es die Witterung zulässt“ – mit den Tiefbauarbeiten begonnen werde. „Rammingen und Türkheim haben die große Chance erkannt und genutzt. Vor Ort haben wir in den letzten Monaten große Unterstützung erfahren. Wir freuen uns sehr, dass wir nun in die Umsetzung gehen können“ , sagt Rainer Müller, Geschäftsführer von LEW TelNet.

Vorzumerken für Bürger, daran erinnerte Kähler, bevor er seinen Räten mit einem Weihnachtsgeschenk dankte, ist der 22. Januar. Dann will der Bürgermeister einen Informationsabend zum Orts­entwicklungskonzept abhalten. 

Marco Tobisch

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