Neujahrsempfang der CSU

Den Respekt vor der Schöpfung wahren

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Ein dickes Dankeschön gab es für Josef Miller von Klaus Holetschek (rechts) sowie einen Blumenstrauß für Elisabeth Miller, überreicht von Staatssekretär Franz Pschierer.

Mindelheim: Zusammen kommen, sich begegnen und austauschen, diese Gelegenheit nutzten zahlreiche interessierte Parteifreunde beim Neujahrsempfang der CSU des Landkreises am vergangenen Sonntagvormittag im Mindelheimer Forum. Der Gastgeber und CSU-Kreisvorsitzende Staatssekretär Franz Pschierer hatte als Gastrednerin die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf gewinnen können. Zum Auftakt gedachte Pschierer gemeinsam mit allen Anwesenden der 17 Opfer der Anschläge in Paris, die er als "barbarisches Verbrechen" scharf verurteilte. Er wies auf die christlichen Werte Freiheit, Toleranz und Gerechtigkeit hin und erklärte in diesem Zusammenhang: "Wir sind tolerant, aber wir erwarten diese Toleranz auch von anderen Glaubensgemeinschaften." Der Rückblick aus Sicht der CSU auf das abgelaufene Jahr 2014 falle gemischt aus.Pschierer wünschte allen neu gewählten Bürgermeistern viel Kraft, "Durchhaltevermögen und gute Nerven" für ihr kommunales Ehrenamt. Im Unterallgäu gebe es reichlich Themen, die man 2015 miteinander angehen müsse. Pschierer nannte hier die Klinik- und Gesundheitspolitik sowie den Allgäu Airport und seine Entwicklung. "Sie dürfen stolz sein auf Ihre Heimat", erklärte Staatsminis - terin Ulrike Scharf. Im Unter - allgäu lasse es sich gut leben und arbeiten, "weil es hier Gestalter gibt wie Sie!", so die Ministerin weiter. Sie lobte all jene, die sich im Ehrenamt engagieren und so das "philosophische Manifest Bayerns" verkörperten. Bayern sei eine Insel des Wohlstands in Europa, die Arbeitslosenzahlen hier mehr als vorzeigbar. Verant - wortungsvoll mit den Geldern umzugehen, heiße auch verantwortungsvoll für künftige Ge - nera tionen zu handeln. Das Umweltministerium habe eine stolze Investitionsquote von rund 30 Prozent. Scharf äußerte ein klares Nein zum Fracking. Auch das Trinkwasser – in seiner Qualität in Bayern herausragend – sei ihr heilig. Kräftig investieren werde man weiterhin in den Hochwasserschutz in einer Kom - bination aus natürlichem Rück - halt und technischen Schutzmaß - nahmen. Klar bleibe es im Freistaat auch beim deutlichen Nein zur grünen Gentechnik. Vorbild wolle man sein beim Klima schutz. In Aktionsprogrammen wie dem aktuellen Klimaschutz - programm Bayern 2050 gehe es um die signifikante Senkung des CO2-Aus stoßes. Hier habe man einen wichtigen gemeinsamen Auftrag, schloss die Ministerin ihre Aus führungen und appellierte an alle Entscheidungsträger den Respekt vor der Schöpfung niemals zu verlieren. Vergelt��s Gott, Josef Miller! Aus der aktiven Politik hat sich Josef Miller, Minister a.D., vor einiger Zeit verabschiedet. Die CSU dankte ihm für sein jahrzehntelanges Wirken für die Region. Laudator Klaus Holet - schek würdigte nicht nur den Politiker Miller, sondern in erster Linie auch den Menschen. Tief verwurzelt sei er stets mit unserer Region gewesen – das habe man in all seinem Handeln ge - spürt. Miller war "immer ein Küm merer", einer, der nicht nach gelassen und sich unermüdlich eingesetzt hat für den Landkreis und die Stadt Mem - mingen, ganz gleichgültig in welchem Amt. Zum 70. Geburtstag, den er vor kurzem feiern konnte, gratulierte die CSU auch Kurt Rossmanith, langjähriger Abgeordneter der Partei. (fran)

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