Landratsamt klärt zum Zwischenstand bei Corona-Impfungen auf 

Unterallgäu: 25.000 Bürger warten auf ihren Impftermin

Impfzentrum Bad Wörishofen
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Aktuell werden in den Impfkabinen der Impfzentren täglich bis zu 180 Menschen geimpft. 600 Impfungen wären bei ausreichend Impfstoff möglich.

Unterallgäu/Memmingen – Mehr als 7.000 Menschen haben sich im Unterallgäu und Memmingen inzwischen gegen Covid-19 impfen lassen. Das teilte das Landratsamt Unterallgäu nun mit. Mehr als die Hälfte, nämlich über 4.000 Personen, haben bereits die zweite Injektion erhalten. Damit wurden seit dem Start der Impfungen Ende Dezember über 11.000 Dosen verabreicht. Weitgehend abgeschlossen sind inzwischen die Impfungen in den Heimen. In den Impfzentren sei der Impfstoff dagegen laut Landratsamt nach wie vor knapp, laut Gesundheitsministerium solle sich das erst ab April ändern. Das Landratsamt informierte nun über den Zwischenstand.

Senioren- und Pflegeheime: So gut wie beendet sind den Behörden zufolge die Impfungen in den Senioren- und Pflegeheimen über mobile Teams. Mit diesen war im Dezember begonnen worden. Während in Memmingen bereits in allen Heimen zweimal geimpft wurde, werden im Unterallgäu in dieser Woche noch die restlichen Zweitimpfungen durchgeführt. In den Heimen hätten sich etwa 80 Prozent der Bewohner impfen lassen. „Wir konnten den gefährdetsten Personen am schnellsten ein Impfangebot machen“, freut sich Landrat Alex Eder.

Impfzentren: In den Impfzentren in Memmingen und Bad Wörishofen wird seit einem Monat geimpft. Auch wenn der Impfstoff nach wie vor knapp sei, habe man kontinuierlich impfen können, heißt es in der Pressemitteilung. Die Zentren könnten aber noch nicht mit voller Auslastung arbeiten. Aktuell finden pro Tag und Impfzentrum bis zu 180 Impfungen statt. Ausgelegt ist jedes der beiden Impfzentren auf 600 Impfungen pro Tag. Insgesamt könnten in Memmingen und dem Unterallgäu also täglich 1.200 Menschen versorgt werden.

„Die Infrastruktur steht und die Logistik funktioniert trotz zum Teil schwieriger Bedingungen“, sagt Landrat Eder. „Wir mussten dank der genauen Planung und der Flexibilität in den Impfzentren noch nie Impfstoff wegwerfen.“ Oberbürgermeister Manfred Schilder betont: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Impfzentren leisten eine tolle Arbeit. Ich bekomme dazu auch viele positive Rückmeldungen von bereits Geimpften. Wir würden gerne schneller mehr Personen impfen, aber das geht erst, wenn wir mehr Impfstoff erhalten.“

Die gelieferten Impfstoffmengen würden allerdings stetig zunehmen, heißt es in der Pressemitteilung. Landratsamt und Stadt rechnen damit, dass in drei bis vier Wochen alle an die Reihe kommen, die sich registriert haben und laut Impfverordnung mit höchster Priorität geimpft werden wie zum Beispiel über 80-Jährige. Deutlich anziehen soll das Impftempo laut Gesundheitsministerium dann Anfang April. Das Ministerium erwartet fürs zweite Quartal ein Vielfaches an Impfstoff und hat deshalb alle Landkreise und kreisfreien Städte dazu aufgefordert, die Kapazitäten auszubauen. Landratsamt und Stadt schaffen aktuell die Voraussetzungen dafür, dass im Impfzentrum Memmingen dann bis zu 800, im Impfzentrum Bad Wörishofen bis zu 900 Menschen täglich geimpft werden können.

Impfstoff: Aktuell stehen die drei Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca in den Impfzentren zur Verfügung. Wie es in der Mitteilung heißt, sei es aber nicht möglich, sich einen Impfstoff auszusuchen.

Impfbus: Eine Verbesserung für Senioren und alle, die nur schwer in eines der Impfzentren kommen, soll künftig ein Impfbus sein, der in die Gemeinden und Memminger Ortsteile fährt. Dieser soll im März den Betrieb aufnehmen. Aktuell klären die Behörden, wo dieser halten kann und wo eine dafür geeignete Infrastruktur wie Warteräume oder Sanitäranlagen vorhanden ist. Mit dem Impfbus könnten – quasi als kleines mobiles Impfzentrum – täglich bis zu 200 Dosen extra geimpft werden.

Impfregistrierung: Wer sich impfen lassen möchte, kann sich im Internet unter impfzentren.bayern registrieren. Sobald genügend Impfstoff vorhanden und die jeweilige Person laut Impfverordnung an der Reihe ist, bekommt diese eine E-Mail oder SMS mit einer Einladung zur Terminbuchung. Inzwischen ist es laut Landratsamt auch möglich, mit einer E-Mail-Adresse bis zu fünf Menschen für eine Impfung anzumelden.

Und auch bei der telefonischen Registrierung wurde nachgebessert: Um den vielen Anrufen gerecht zu werden, ist die Hotline für beide Impfzentren ab sofort auch am Samstag und Sonntag besetzt – und zwar von 9 bis 14 Uhr. Die Telefonnummer für die Registrierung in einem der beiden Impfzentren lautet Tel. 08247/909910.

Rund 25.000 Memminger und Unterallgäuer, die sich registriert haben, warten laut Landratsamt aktuell auf einen Impftermin. Das Memminger Impfzentrum ist für die Stadt und den westlichen Landkreis, das Bad Wörishofer Impfzentrum fürs restliche Unterallgäu zuständig.

wk

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