"Sie alle wollen geben, keinem geht es ums Nehmen"

Ehrenzeichen für langjährige Aktive von Rotem Kreuz und Malteser-Hilfsdienst

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Für ihren jahrzehntelangen Einsatz für das Rote Kreuz und den Malteser-Hilfsdienst zeichnete Landrat Hans-Joachim Weirather im Beisein von Claudia Britzger von der Malteser-Geschäftsführung Augsburg, BRK-Kreisgeschäftsführer Willi Lehner sowie Dr. Stephan Winter und Erika Freuding vom BRK-Kreisvorstand Unterallgäu zehn Frauen und Männer mit Ehrenzeichen in Gold und Silber aus. Im Bild von links: Weirather, Britzger, Max Rogg, Peter und Gerda Schmidt, Lehner, Waltraud Marz, Erna Dittrich, Gerhard Scholz, Dr. Anton Meier, Christa Graach, Thomas Rosenberg, Freuding und Peter Stockklauser.

Unterallgäu – Seit Jahrzehnten zeigen sie eine außerordentliche Einsatzbereitschaft und übernehmen durch ihr ehrenamtliches Engagement in einer Hilfsorganisation laut Landrat Hans Joachim Weirather eine besondere soziale Verantwortung: Die zehn Frauen und Männer, die jetzt für ihr Engagement für das Bayerische Rote Kreuz (BRK) oder im Malteser-Hilfsdienst mit dem Ehrenzeichen am Bande des bayerischen Innenministers ausgezeichnet wurden. „Keinem von Ihnen geht es ums Nehmen, Sie alle wollen geben“, betonte Weirather und überreichte das Ehrenzeichen in Gold an Christa Graach, Erna Dittrich und Gerhard Scholz (BRK-Bereitschaft Mindelheim), an Dr. Anton Meier und Thomas Rosenberg (BRK-Bereitschaft Bad Wörishofen) sowie von den Maltesern an das Ehepaar Gerda und Peter Schmidt (Bad Wörishofen) und Max Rogg aus Mindelheim. Ehrenzeichen in Silber erhielten Peter Stockklauser (BRK Mindelheim) und Waltraud Marz (BRK Bad Wörishofen).

Ein wahrer „Glücksfall“ für die BRK-Bereitschaft Mindelheim sei Christa Graach, betonte Weirather. Sie sei 1977 der Frauen-Bereitschaft Mindelheim beigetreten und habe sich dort von Anfang an immens engagiert. Einige Jahre habe sie die Frauen-Bereitschaft auch geleitet. Zudem sei Graach von 1985 bis 1993 als Sozialdienstleiterin tätig gewesen und habe 1989 den Grundstein für etwas gelegt, das heute aus Mindelheim nicht mehr wegzudenken sei: den BRK-Senioren-Treff. „Dank ihres Engagements ist der Senioren-Treff zu einer Institution in Mindelheim geworden“, betonte Weirather.

Wie Christa Graach sei aber auch Erna Dittrich aus der BRK-Bereitschaft Mindelheim nicht mehr wegzudenken. Ihr ehrenamtliches Engagement habe ebenfalls schon im Jahr 1977 begonnen. Von Anfang an habe man sich immer auf sie verlassen können, so der Landrat. Bei unzähligen Veranstaltungen habe Dittrich ihre freie Zeit für den Sanitätsdienst investiert und sei für das Team des Blutspendedienstes eine ebenso wichtige Stütze wie für das Team des Rot-Kreuz-Ladens in der Mindelheimer Kornstraße gewesen.

Ebenfalls im Jahr 1977 habe die Verbindung von  Gerhard Scholz zur BRK-Bereitschaft Mindelheim begonnen – seit 1997 sei er neben seinem ehrenamtlichen Engagement auch hauptamtlich in der BRK-Geschäftsstelle tätig, so der Landrat. Ein großes Anliegen sei Scholz von Beginn an die Aus- und Fortbildung gewesen. Federführend sei er zudem am Aufbau der Schnell-Einsatz-Gruppen beteiligt gewesen. Außerdem profitiere das BRK entscheidend von seinem Einsatz rund um die Einführung des Digitalfunks und von seinem Engagement im Katastrophenschutz. Hier stelle er als Katastrophenschutzbeauftragter des Kreisverbandes neben Fachwissen auch Verantwortungsbewusstsein und Fingerspitzengefühl unter Beweis und lege viel Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren, betonte der Landrat.

Dr. Anton Meier war im Mai 1977 in die Sanitätskolonne der Bad Wörishofer BRK-Bereitschaft eingetreten und in der Folge über viele Jahre hinweg als Bereitschaftsarzt unterwegs gewesen. Weirather hob in seiner Laudatio Meiers beliebte Vorträge hervor, mit denen er sein großes Wissen verständlich und anhand vieler praktischer Beispiele vermittelt habe und auch heute noch vermittle. Als Fahnenträger bei kirchlichen Festen demonstriere Meier unermüdlich seine Treue zum BRK.

Thomas Rosenberg sei ein weiteres Beispiel für die „gelungene Kombination einer haupt- und einer ehrenamtlichen Tätigkeit“ beim Roten Kreuz, so der Landrat. Neben seiner Arbeit im Rettungsdienst stehe Rosenberg dem BRK weit darüber hinaus als wertvolle Stütze vor allem in der Breitenausbildung, bei Vorträgen oder auch als Sanitäter im Kurhaus zur Verfügung.

Zu den tragenden Säulen der Malteser gehöre das Ehepaar Gerda und Peter Schmidt aus Bad Wörishofen seit über 40 Jahren und gebe sein breites Wissen gerne und äußerst kompetent weiter. „Es war und ist für Sie selbstverständlich, Verantwortung zu übernehmen“, betonte Weirather. Während Gerda Schmidt seit 1988 Ausbildungsreferentin der Ortsgruppe sei, sei ihr Mann von Beginn an als Vorstandsmitglied, Helfervertreter und Bundesdelegierter aktiv. Hinzu kämen humanitäre Auslandseinsätze etwa in Polen, Rumänien, Moskau, Petersburg oder Bosnien, das Engagement bei unzähligen Veranstaltungen, für den Rückholdienst der Malteser oder den „Herzenswunsch-Krankenwagen“, der schwerstkranken Menschen einen besonderen Wunsch erfüllt.

Als „Malteser mit Leib und Seele“ sei  Max Rogg in Mindelheim bekannt, betonte Weirather. Er sei beeindruckt von der langen Liste der ehrenamtlichen Tätigkeiten und dieser „außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte mit einer großartigen Bilanz der Menschlichkeit“: Rogg sei zusammen mit Peter Schmidt maßgeblich verantwortlich für die Gründung der Malteser-Gliederung Mindelheim im Jahr 1978 und habe maßgeblich am Aufbau der Organisation mitgewirkt. Seit dieser Zeit engagiere Rogg sich unter anderem als Zugführer, Gruppenführer, in der Sanitätsbereitschaft, bei Lebensmittel- oder Krankentransporten und humanitären Auslandseinsätzen oder als Bundesdelegierter und in der Vorstandschaft sowie im Katastrophenschutz. Auch den Neubau des Malteser-Gebäudes am Zeppelinweg habe Rogg organisiert und viel Zeit dafür investiert. „Dies alles kann nicht hoch genug geschätzt werden“, so der Landrat.

Das Metier von Waltraud Marz seien die Sanitätsdienste der BRK-Bereitschaft Bad Wörishofen und so sei sie bei Veranstaltungen im Kurhaus regelmäßig anzutreffen, so Weirather. In den vergangenen 25 Jahren habe sie so viele freie Wochenenden in den Dienst des Roten Kreuzes gestellt und sei darüber hinaus auch eine aktive Helferin im Blutspendedienst. Durch ihre offene und sympathische Art leiste sie einen wertvollen Beitrag zum harmonischen Miteinander.

Peter Stockklauser wohne zwar in Mittelneufnach, sei aber als „alter Mindelheimer“ der örtlichen BRK-Bereitschaft sowohl hauptberuflich im Rettungsdienst als auch ehrenamtlich seit 1992 verbunden, so der Landrat. Stockklauser werde in der Bereitschaft als sehr rühriges, offenes, freundliches und aktives Mitglied geschätzt und sei immer zur Stelle, wenn er gebraucht werde. Von 2001 bis 2003 habe er sich zudem als Bereitschaftsleiter engagiert und sei im Sanitätsdienst, bei Ausbildungen und für die Öffentlichkeitsarbeit im Einsatz. 

Stephanie Vögele

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