29-Jähriger in Buchloe eingeliefert

Verdacht auf Corona-Mutation: Buchloer Klinik geschlossen

Krankenhaus Buchloe
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Aktuell finden keine Aufnahmen oder Entlassungen von Patienten statt. Ferner ist das Krankenhaus Buchloe von der Notfallrettung abgemeldet.
  • Marco Tobisch
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Buchloe/Landsberg - Das Krankenhaus in Buchloe nimmt momentan keine Patienten mehr an. Wer entlassen werden soll, muss warten. Der Grund: Vor einer Woche wurde dort ein Corona-Patient mit Verdacht auf eine Corona-Mutation eingeliefert. Der 29-jährige Mann stammt aus einer Flüchtlingsunterkunft im Landkreis Landsberg. 

Dass bei dem 29-Jährigen ein Verdacht auf eine Virusmutation vorliegt, war dem Landsberger Landratsamt bereits seit dem 22. Januar bekannt, informiert Pressesprecher Wolfgang Müller. Öffentlich wurde das aber erst durch die Pressemitteilung des Landratsamtes Ostallgäu vom 1. Februar. Der dortige Pressesprecher Thomas Brandl informierte, dass bei dem Patienten im Rahmen einer „ersten Laboranalyse das SARS-Spike-Protein 501Y“ nachgewiesen worden sei. Dies deute auf die sogenannte brasilianische oder auf die südafrikanische Mutation hin. Ein endgültiges Ergebnis erwarte man zum Wochenende.

Fünf Mitarbeiter positiv

Bei den Mitarbeitern des Krankenhauses in Buchloe wurde ein Reihentest gemacht, dessen Ergebnis inzwischen vorliegt. Von 40 Mitarbeitern sind 35 negativ und fünf positiv auf Corona getestet worden. Die fünf positiven Mitarbeiter befinden sich in Quarantäne. Für die positiven Befunde wurde ebenfalls die Sequenzierung auf die Virusmutation veranlasst. Laut Landratsamt Ostallgäu wurden alle Mitarbeiter, die auf der Covidstation im Krankenhaus in Buchloe gearbeitet haben, getestet. Morgen werden die 35 negativ getesteten Mitarbeiter erneut getestet.

Das Ergebnis der Sequenzierung des Testes des Verdachtsfalles liegt noch nicht vor. Die für das Krankenhaus in Buchloe angeordneten Einschränkungen für Patienten und Besucher bleiben weiterhin bis auf weiteres bestehen.

Umverteilung nicht unüblich

Warum der 29-Jährige nicht ins Klinikum Landsberg gebracht wurde, ist nicht bekannt. Wo ein Patient landet, entscheide die Rettungsleitstelle in Fürstenfeldbruck, sagen sowohl Müller als auch Dr. Alexander Schnelke, Ärztlicher Direktor des Klinikums Landsberg. Die Verbringung eines Landsbergers nach Buchloe sei aber nicht unüblich. Die Abschottung der Buchloer Klinik kann Schnelke nicht erklären. Auch im Klinikum Landsberg habe man Verdachtsfälle auf Mutationen. Diese Patienten würden, genau wie ‚klassische‘ COVID-Patienten, komplett isoliert. Neue Patienten nehme man natürlich dennoch auf.


Susanne Greiner/wk

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