Mona Schafnitzl im Wochen KURIER-Interview

Vize-Miss Deutschland: "Charakter und Persönlichkeit zählen mehr als Schönheit"

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Nicht erst seit der jüngsten Miss Deutschland-Wahl sind die Kameras auf sie gerichtet: Zwar steht Mona Schafnitzl dank ihrer unterschiedlichen Berufe häufig im Rampenlicht – ihre Bodenständigkeit hat die Mindelheimerin allerdings nicht verloren.
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Nicht erst seit der jüngsten Miss Deutschland-Wahl sind die Kameras auf sie gerichtet: Zwar steht Mona Schafnitzl dank ihrer unterschiedlichen Berufe häufig im Rampenlicht – ihre Bodenständigkeit hat die Mindelheimerin allerdings nicht verloren.
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Nicht erst seit der jüngsten Miss Deutschland-Wahl sind die Kameras auf sie gerichtet: Zwar steht Mona Schafnitzl dank ihrer unterschiedlichen Berufe häufig im Rampenlicht – ihre Bodenständigkeit hat die Mindelheimerin allerdings nicht verloren.
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Nicht erst seit der jüngsten Miss Deutschland-Wahl sind die Kameras auf sie gerichtet: Zwar steht Mona Schafnitzl dank ihrer unterschiedlichen Berufe häufig im Rampenlicht – ihre Bodenständigkeit hat die Mindelheimerin allerdings nicht verloren.
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Nicht erst seit der jüngsten Miss Deutschland-Wahl sind die Kameras auf sie gerichtet: Zwar steht Mona Schafnitzl dank ihrer unterschiedlichen Berufe häufig im Rampenlicht – ihre Bodenständigkeit hat die Mindelheimerin allerdings nicht verloren.
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Nicht erst seit der jüngsten Miss Deutschland-Wahl sind die Kameras auf sie gerichtet: Zwar steht Mona Schafnitzl dank ihrer unterschiedlichen Berufe häufig im Rampenlicht – ihre Bodenständigkeit hat die Mindelheimerin allerdings nicht verloren.

Mindelheim – Mona Schafnitzl, einst Schülerin am Mindelheimer Maristenkolleg, ist seit kurzem offiziell die zweitschönste Frau Deutschlands. Die 22-Jährige, die inzwischen für Aufträge und Misswahlen in der ganzen Welt unterwegs ist, hat allerdings noch wesentlich mehr Talente als ihr Aussehen: auch beim Tanzen, der Moderation und in ihrem Beruf im Vertrieb für Nahrungsergänzungsprodukte schlägt sie sich hervorragend. Trotz ihres klaren Blicks für den Weg zum Erfolg hat sie die Unterallgäuer Bodenständigkeit aber nicht verloren, wie sie bei ihrem Interview mit dem Wochen KURIER mehrfach unter Beweis stellte.

Hallo Mona. Schon erholt von den aufregenden Wochen zuletzt?

Schafnitzl: „Da kommt wirklich gerade viel zusammen. In Bremen fand die Wahl zur Miss Deutschland statt. Zeit, den Vize-Titel zu feiern, blieb eigentlich kaum, denn danach ging´s zusammen mit meinem Sponsor B&B VIP Shuttle Service und mit meinem Management Ultimativer Erfolg GmbH Tino Ahlers gleich weiter zur Fashion Week nach Berlin, wo ich unter anderem für berühmte Londoner Designer laufen durfte.“

Hagelt´s jetzt durch deinen ­Vize-Titel Anfragen für weitere Auftritte?

Schafnitzl: „Naja, bei kleineren Misswahlen möchte ich eigentlich nicht mehr mitmachen, besonders zwischen August und November ist es terminlich eh schon schwierig. Und die großen Veranstaltungen bringen einfach mehr Publicity. Irgendwann möchte ich auf jeden Fall mal zu den Fashion Weeks nach London, Paris oder Mailand.“

Sehen wir dich in Zukunft also nur noch auf dem Laufsteg?

Schafnitzl: „Nein, klassische Shootings mache ich auch weiterhin nebenher für unterschiedliche Designer. Da möchte ich meinen Bekanntheitsgrad nach und nach steigern und zum Beispiel auf Werbebannern im Einkaufszentrum, in Magazinen oder im TV erscheinen.“

Das wollen vermutlich viele Models.

Schafnitzl: „Connections sind das A und O in unserer Branche. Und da habe ich im Moment echt Glück. Seit ein paar Wochen habe ich ein Management, durch das ich jetzt noch mehr Kontakte und Aufträge bekomme.“

Wie bringst du das mit deinem Restprogramm unter einen Hut? Wie ich gelesen habe, bist du ganz schön vielseitig aktiv.

Schafnitzl: „Ja, in Königsbrunn bin ich Tanztrainerin und auch selbst Tänzerin. Das ist schon immer meine große Leidenschaft, leider musste ich es zuletzt ganz schön runterschrauben. Dafür werde ich gerade so ein bisschen ins Thema Moderation reingeschubst. Demnächst moderiere ich eine Benefizveranstaltung gegen Mobbing und gegen Gewalt an Frauen in der Nähe von Stuttgart. Vor ungefähr 1.000 Leuten auf der Bühne zu stehen, das wird schon aufregend.“

Hast du Bammel davor?

Schafnitzl: „Natürlich kostet das eine Menge an Überwindung. Aber ich setze mich absichtlich oft Situationen aus, vor denen ich Angst habe. Nur so kommt man im Leben weiter. Weißt du: Kaltes Wasser wird nicht wärmer, wenn man länger wartet.“

Bei all deinen Einsatzbereichen und Terminen: Wie viel Freizeit bleibt dir noch?

Schafnitzl: „Ich sehe das nicht unbedingt als Arbeit. Alles, was ich mache, ist für mich ein ­Hobby. Modeln macht mir einfach extrem viel Spaß. Auch Instagram ist für mich mittlerweile zu einem kleinen Hobby geworden.“

Erzähl doch mal.

Schafnitzl: „Das mache ich noch nicht so lange. Aber als Influencer geht es dort natürlich darum, möglichst viele Leute zu erreichen. 11.000 Follower, also Leute, die meinem Profil folgen, habe ich schon. Mein nächstes Ziel sind die 50.000 und ich hätte auch gerne so schnell es geht ein M hinter meiner Followerzahl (Anm. d. Red.: M für Millionen). Wichtig ist für mich auch, dass ich durch mein Profil Sponsoren generieren kann.“

Wie funktioniert das?

Schafnitzl: „Da verdiene ich damit, indem ich Produkte oder Unternehmen auf meinem Instagram-Profil präsentiere. Dafür ist eine möglichst große Followerzahl auf jeden Fall wichtig.“

Und wie sieht dein typischer Follower aus?

Schafnitzl: „Das habe ich erst letztens mal analysiert. Mehr Männer als Frauen und in der Regel das Alter von 18 bis 30 Jahre.“

Sieht so aus, als hättest du als Vize Miss Deutschland ein paar Verehrer dazubekommen.

Schafnitzl: (lacht) „Ach, so extrem ist das gar nicht. Natürlich gibt es welche, die mir dann schreiben. Aber nicht unbedingt nur wegen der Miss Deutschland Wahl. Mir folgen ja nicht nur Männer sondern Leute aus der ganzen Welt. Auch einige aus Indien oder Amerika zum Beispiel.“

Sind das alles unbekannte Fans oder kennst du auch welche von ihnen?

Schafnitzl: „Einige von ihnen sind selbst Models, Miss oder Mister, mit denen ich an internationalen Beauty Contests teilgenommen und die ich dort kennengelernt habe. Das kristallisiert sich dann meistens während einer Wahl heraus, mit wem man besser kann und mit wem weniger gut. Und wir haben meist auch eine Zimmergenossin während unseres Aufenthalts bei den Wahlen.“

Hat sich das für dich schon mal ausgezahlt, ausländische Kontakte geknüpft zu haben?

Schafnitzl: „Ja, einmal habe ich zum Beispiel den Mister Supranational auf Malta besucht. Ich habe eine Woche lang bei ihm gewohnt und die Lebensgewohnheiten der Einheimischen live mitbekommen. Das würde man als normaler Tourist wohl so niemals erleben können. Wir sind auch quer über die Insel gefahren, sodass ich einen spannenden Eindruck hatte. Auch selbst gekochte Nationalgerichte sind natürlich was anderes als im Hotel.“

Apropos Essen: Gilt für dich auch das Model-Klischee, dass du wenig bis nichts isst und dein Essen nicht immer im Magen behalten darfst, um es mal vorsichtig auszudrücken?

Schafnitzl: „Da bin ich wirklich alles andere als ein klassisches Model. Ich liebe Essen! Da kann es schon mal passieren, dass mich andere Models komisch anschauen, wenn ich esse. Natürlich muss ich unmittelbar vor Wahlen oder Auftritten auf meine Linie achten. Das mache ich dann mit einer Kombination aus Sport und Nahrungsergänzungsmitteln. Da kann man die nötige Zahl an Kilos und Zentimetern schnell anpassen.“

Muss ein Model eigentlich einfach nur schön sein? Oder was gehört noch dazu?

Schafnitzl: „Schönheit ist relativ, die beurteilt jeder anders. Viel wichtiger ist der Charakter und dass ich Persönlichkeit ausstrahle. Früher hat jeder zu mir gesagt: ‚1,70 Meter ist zu klein, du schaffst es niemals auf die Fashion Week.‘ Diesen Leuten habe ich jetzt gezeigt, dass Persönlichkeit mehr zählt als Größe.“

Wie schafft man es, seine Persönlichkeit zu entwickeln?

Schafnitzl: „Da hat mir auch das Training für den Vertrieb sehr viel weitergeholfen. Ich habe auch schon Seminare besucht und lese wahnsinnig viele Bücher zu diesem Thema. Wichtig ist, dass wir Negatives nicht an uns heranlassen, positiv denken und handeln und uns hohe Ziele setzen.“

So erreichst du deine Ziele?

Schafnitzl: „Im Endeffekt bin ich in einem Quotengeschäft unterwegs. Ich bewerbe mich für Aufträge und bekomme dann den Zuschlag für eine bestimmte Quote von Aufträgen. Je mehr ich an mir arbeite und das oben genannte befolge, desto besser wird diese Quote.“

Hast du ein Beispiel, wo das geklappt hat?

Schafnitzl: „Vor vier bis fünf Jahren habe ich mir zum Ziel gesetzt, auf der Fashion Week zu laufen. Das habe ich jetzt geschafft. Ich setze mir meine Ziele immer extrem hoch. Aber natürlich verrate ich vorher niemandem, wie hoch genau. Mein Motto ist: ‚Work hard in silence, let success make the noise‘ (Anm. d. Red.: im übertragenen Sinne: Arbeite hart aber in Ruhe und lass lieber deinen Erfolg den Lärm machen).“

Und wohin soll dieser Erfolgsweg noch führen?

Schafnitzl: „Im September steht wieder eine Fashion Week an. Mal schauen, ob ich da mitlaufen werde. Der Londoner Designer, für den ich in Berlin gelaufen bin, hat mich zu sich nach London eingeladen, vielleicht ergibt sich auch dort etwas. Und das Moderations-Thema will ich in ein bis zwei Jahren noch gezielter angehen. Und irgendwann soll mein Weg mal ins Fernsehen führen.“

Interview: Marco Tobisch

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