Neue Allgemeinverfügung

Vogelgrippe: Landratsamt erklärt, wo im Unterallgäu ab morgen Stallpflicht gilt!

Schluss mit Freilauf:
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Schluss mit Freilauf: Wo im Unterallgäu ab morgigem Donnerstag eine Stallpflicht für Geflügel gilt, hat das Landratsamt heute mitgeteilt.
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Unterallgäu - Ab dem morgigen Donnerstag, 11. März, gilt im Landkreis Unterallgäu eine Stallpflicht für Geflügel in Risikogebieten entlang von Flüssen und um mehrere Weiher. Das hat das Veterinäramt heute in einer Allgemeinverfügung bekanntgegeben.

Betroffen sind laut dieser Allgemeinverfügung alle Geflügelhaltungen, die in einem 500 Meter breiten Streifen beidseits von Iller, Roth, Günz (ab Lauben flussabwärts), Mindel, Zusam und Wertach liegen. Hinzu kommen alle Betriebe, die in einem Umkreis von 500 Metern um folgende Gewässer liegen:

·     den Buxheimer Weiher
·     den Woringer Badesee
·     das Hundsmoor (Westerheim und Hawangen)
·     den Kiesweiher Hasberger Mähder (Kirchheim)
·     den Unggenrieder Weiher und die Nordsee (Mindelheim)
·     den Kaiserweiher (Salgen)
·     den Schnerzhofer Weiher (Markt Wald)
·     die Kiesweiher Weite Änger und Bauernloch (Irsingen/Türkheim)

Hintergrund der Stallpflicht - die in ausgewiesenen Risikogebieten in ganz Bayern gilt - ist eine neue Risikobewertung des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Diese komme laut Landratsamt zu dem Schluss, „dass insbesondere für Geflügelhaltungen im Umkreis der größeren Flüsse und stehenden Gewässer ein besonders hohes Risiko für eine Infektion des Tierbestands durch Wasservögel besteht“.

Gefahr für Menschen? Nur bei sehr engem Kontakt

Seit Mitte November 2020 wurde die Geflügelpest, auch als Vogelgrippe bekannt, in Bayern mittlerweile bei insgesamt 23 Wildvögeln und in drei Hausgeflügelbeständen nachgewiesen. Für Menschen besteht aber im Grunde keine Gefahr: Nur in Ausnahmefällen und bei sehr engem Kontakt mit einem infizierten Tier könne man die Krankheit unter Umständen auf den Mensch übertragen werden, informieren etwa der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und die Bundesärztekammer. Von Letzterer heißt es: „Ansteckend sind vor allem die Ausscheidungen erkrankter Vögel sowie mit Viren verunreinigter Staub in den Federn.“ Das Landratsamt Unterallgäu rät deshalb: „ Tot aufgefundene Vögel sollten nicht angefasst und Funde gemeldet werden.“

Die Allgemeinverfügung im Wortlaut findet man auf der Homepage des Landratsamtes. Im Zweifel können Geflügelhalter beim Veterinäramt unter Tel. 08261/995-215 nachfragen, ob sie im 500-Meter-Bereich um eines der genannten Gewässer und damit in einem Risikogebiet liegen.

wk

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