Wenn es sich mal wieder staut

Wegen Überlastung: Kanäle in Pfaffenhausen müssen erweitert werden

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Der Triebwerkskanal an der Mühlstraße führt direkt zu Kläranlage hin. Aufgrund von starken Regenfällen können die Kanäle schnell überlastet sein, weswegen sie erweitert werden müssen.

Pfaffenhausen – „Das Problem begleitet uns seit Längerem“, sagte Bürgermeister Franz Renftle in der Gemeinderatssitzung. Schon lange gibt es eine Rückstauproblematik in Pfaffenhausen. Die Schmutzwasserkanäle sind überlastet, weshalb die Kanäle enorm verbreitert werden müssen. Vier Straßen sind davon betroffen.

Da die Genehmigung vom Landratsamt, das Schmutzwasser in die Mindel abzulassen, ausläuft, ist Pfaffenhausen gefordert zu handeln, denn die Gemeinde bekommt nicht mehr so einfach diese wasserrechtliche Erlaubnis. Das Landratsamt fordert, dass die Kanäle erneuert werden müssen, da sie überlastet sind und sich das Wasser darin staut. Ohne die Genehmigung des Landratsamtes müsste die Gemeinde 60.000 Euro Strafe zahlen, wenn sie illegal das Schmutzwasser in den Fluss einleitet.

Der Gemeinderat hat beschlossen, die Kanäle in der Mühlstraße, in der Markgrafstraße, in der Schmiedstraße und Zum Moos von 30 Zentimeter auf 1,50 bis 1,80 Meter zu erweitern. Somit erhielt Pfaffenhausen eine vorläufige Genehmigung, da die Gemeinde schon ein Ingenieurbüro mit der Entwurfsplanung beauftragt hat.

Zwei Varianten standen sich gegenüber: Zum einen könnte man die bereits vorhandenen Kanäle durch Rohre mit einem größeren Durchmesser austauschen, oder aber man könnte ein komplett neues Rückhaltebecken an der Kläranlage bauen. Doch beim Letzteren scheitert es einerseits am Grund­erwerb und andererseits an den Kosten vom Bau und den laufenden Unterhalt. Eine Kostenaufstellung vom Neubau des Rückhaltebeckens und einer Erweiterung der Kanäle wird trotzdem gewünscht. Bis Mitte nächsten Jahres muss klar sein, wo man die neuen Kanäle in die Straße verbauen will, denn viel Spielraum gibt es neben den Leitungen für Strom, Wasser, Gas nicht mehr.

Bei Regenfällen gelangen die jetzigen Kanäle leicht an ihre Kapazitätsgrenze. Würden sie nur Schmutzwasser fassen, würde die Breite ausreichen. Da aber nur 40 Liter Wasser pro Sekunde in der Kläranlage ankommen dürfen, staut sich das Wasser. Mit einer Verbreiterung hätte man mehr Stauraum in den Kanälen zur Verfügung, regnet es an einem Tag doch mal ausgiebiger. „Man muss jetzt Nägel mit Köpfen machen“, sagte Renftle.

Julia Böcken

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