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Weltkrebstag: Blutspendedienst ruft auch im Unterallgäu zum Blutspenden auf

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Mann bei der Blutspende
Auch im Unterallgäu kann in den nächsten Wochen wieder Blut gespendet werden. © Rehme

Unterallgäu – Trotz steigender Corona-Zahlen ist das Blutspendeaufkommen in Bayern dank des unermüdlichen Einsatzes aller Beteiligten aktuell noch relativ stabil. Um die Versorgungslage zu sichern, will der Blutspendedienst des BRK diesen Kurs weiter halten – unter anderem mit einigen Terminen im Unterallgäu.

Am heutigen Freitag, 4. Februar, findet zum 22. Mal der Weltkrebstag statt. Zu diesem Anlass macht Patric Nohe, Sprecher des Blutspendedienstes des BRK, deutlich: „Entgegen häufiger Annahmen wird ein großer Anteil des gespendeten Blutes für chronisch kranke Mitmenschen im Rahmen der Krebstherapie dringend benötigt.“ Jede einzelne Blutspende trage dazu bei, akut und chronisch kranken Menschen neues Leben zu schenken.

Allein in Bayern werden laut Angaben des Blutspendedienstes täglich etwa 2.000 Blutkonserven benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden. „Eine Blutspende ist Hilfe, die ankommt und schwerstkranken Patienten eine Überlebenschance gibt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Blutspendetermine finden daher auch ungeachtet der pandemischen Entwicklungen weiterhin statt. „Es gibt keinerlei künstliche Alternative zu gespendetem Blut“, so Nohe weiter – und betont: Die Termine des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) unterliegen äußerst strengen, hygienischen Regularien.

Blut spenden kann übrigens jeder gesunde Mensch ab dem 18. Geburtstag bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag. Erstspender können bis zum Alter von 64 Jahren Blut spenden. Das maximale Spenderalter für Mehrfachspender ist ein Alter von 72 Jahren (d.h. bis einen Tag vor dem 73. Geburtstag). Bei Mehrfachspendern über 68 Jahren und bei Erstspendern über 60 Jahren erfolgt die Zulassung nach individueller ärztlicher Beurteilung. Frauen können viermal, Männer sechsmal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Mindestabstand von 56 Tagen liegen. Zur Blutspende mitzubringen ist unbedingt ein amtlicher Lichtbildausweis wie Personalausweis, Reisepass oder Führerschein (jeweils Original) und der Blutspendeausweis. Bei Erstspendern genügt ein amtlicher Lichtbildausweis. Spendewillige mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen und Menschen mit direktem Kontakt zu Corona-Positiven werden nicht zur Spende zugelassen.

Eine Impfung steht der Blutspende übrigens nicht im Weg: Vor und nach einer (Booster-) Impfung sei das Spenden problemlos möglich, erklärt Nohe. Bei allen derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoffen ist laut Paul-Ehrlich-Institut grundsätzlich keine Rückstellung bis zur nächsten Blutspende erforderlich. „Wir empfehlen allerdings rein vorsorglich, nach der Impfung einen Tag bis zur Blutspende zu warten, um eventuell auftretende Nebenwirkungen abgrenzen zu können“, so der Sprecher des Blutspendedienstes.

Auch im Landkreis Unterallgäu und in Memmingen kann im Februar wieder gespendet werden. Für alle Termine ist eine vorherige Terminreservierung im Internet unter terminreservierung.blutspendedienst.com/ erforderlich.

Die Termine im Überblick:

• Montag, 7. Februar, Ottobeuren, Bergstr. 80, 16.30 Uhr bis 20.30 Uhr, Mittelschule.

• Donnerstag, 10. Februar, Bad Grönenbach, Kemptener Str. 7, 16 Uhr bis 20.30 Uhr, Sebastian-Kneipp Grund- und Mittelschule.

• Montag, 14. Februar, Mindelheim, Theaterplatz 1, 15.30 Uhr bis 20 Uhr, Forum Mindelheim.

• Dienstag, 15. Februar, Pfaffenhausen, Schulstr. 9, 16 Uhr bis 20 Uhr, Grund-und Hauptschule.

• Freitag, 18. Februar, Babenhausen, Pestalozzistr. 7, 16 Uhr bis 20 Uhr, Schulzentrum.

• Dienstag, 22. Februar, Erkheim, Schulweg 1, 16.30 Uhr bis 20.30 Uhr, Grund- und Mittelschule.

• Mittwoch, 23. Februar, Heimertingen, Sechsbaumweg 3, 16.30 Uhr bis 20 Uhr, Turn- und Festhalle.

• Montag, 28. Februar, Memmingen, Buxacher Str. 2, 15 Uhr bis 20 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Haus.

wk

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