White Horse Theatre führt „Jane Eyre“ an Maristenkolleg auf

Englisches Theater in Mindelheim

+
Das White Horse Theatre führte im Rahmen der englischen Theatertage das Stück „Jane Eyre“ am Maristenkolleg vor.

Mindelheim – Im Rahmen der englischen Theatertage führte das White Horse Theatre „Jane Eyre“ nach einem Roman von Charlotte Brontë auf. Insgesamt war die Theatergruppe für vier Vorstellungen am Maristenkolleg zu Gast.

Das White Horse Theatre wurde im Jahr 1978 von Peter Griffith, einem englischen Schauspieler, Schriftsteller, Regisseur und Musiker, gegründet. Das Theater hatte in den ersten Jahren seinen Sitz im südwestenglischen Somerset. Aufgrund der fünfjährigen Lehrererfahrung von Peter Griffith lag der Schwerpunkt der Gruppe auf pädagogischem Theater.

Der Name des Theaters bezieht sich auf das Symbol des weißen Pferdes auf der Flagge der angelsächsischen Einwanderer, die vor 1500 Jahren aus Deutschland nach England kamen. Das weiße Pferd ist das Wappen von Westfalen (wo manche der Einwanderer herkamen und das Theater heute seinen Sitz hat), und gleichzeitig von Kent (wo sich die Einwanderer ansiedelten und wo Theatergründer Peter Griffith geboren wurde). Der Name der Organisation erinnert daher an die Verbindung zwischen Briten und Deutschen. Im Jahre 1980 führte das White Horse Theatre zum ersten Mal ein Stück vor deutschem Publikum vor. Als die Gruppe von der britischen Armee in die Bundesrepublik eingeladen wurde, um dort an britischen Schulen zu spielen, stellte sich heraus, dass auch viele deutsche Schulen an englischsprachigem Theater interessiert waren. Mit der Zeit spielte das Theater an immer mehr deutschen Schulen.

Nach den Aufführungen in Mindelheim, geht es für die Gruppe weiter durch ganz Bayern, Frankfurt, Berlin und auch Leipzig. Diese Tournee endet im Juli 2019.

Romanliteratur 

Für die zehnten bis zwölften Klassen wurde das Stück „Jane Eyre“ zum Besten gegeben. Der Roman aus dem 19. Jahrhundert von Charlotte Brontë ist eine Autobiographie und handelt von der jungen Engländerin Jane Eyre. Die Waisin wird in das Internat Lowood geschickt, wo sie bis zu ihrem 18. Lebensjahr bleibt. Sie gibt ein Inserat auf und tritt eine Stellung als Gouvernante für ein französisches Mädchen auf Thornfield Hall an, wo sie sich in den Hausherrn Mr. Rochester verliebt, der ihre Liebe erwidert und Jane Eyre zu seiner Frau machen will. Doch Rochester hat ein Geheimnis: Er hält seine psychisch kranke Frau in Thornfield gefangen. Nach zahlreichen Diskussionen, einer Flucht von Jane Eyre, einem Brand in Thornfield Hall, der Erblindung von Rochester und dem Tod seiner Ehefrau, stimmt Jane einer Eheschließung zu.

Motive bei „Jane Eyre“ 

Die Beziehungen zwischen sozialen Klassen und den Geschlechtern werden häufig thematisiert. Auch die Religion ist ein anderes wichtiges Motiv bei „Jane Eyre“. Jane trifft drei religiöse Autoritäten, die für verschiedene religiöse Ideale stehen. Aber Jane löst sich von diesen Idealen, um ihren eigenen Standpunkt zu finden. Jane Eyre handelt außerdem von Liebe, Verantwortung für das eigene Leben und für andere Menschen sowie vom Konflikt zwischen persönlicher Integrität und dem Verlangen, die Wünsche anderer zu erfüllen.

von Antonela Kelava

Auch interessant

Meistgelesen

Türkheim: Elektroauto prallt gegen Baum und brennt
Türkheim: Elektroauto prallt gegen Baum und brennt
Vermisste Katzen in Mindelheim und Umgebung
Vermisste Katzen in Mindelheim und Umgebung
Wohnraum im Unterallgäu weiter sehr gefragt
Wohnraum im Unterallgäu weiter sehr gefragt
Dynamische Fahrgastinformation wird vor Kreisklinik getestet
Dynamische Fahrgastinformation wird vor Kreisklinik getestet

Kommentare