Durchs Fieberthermometer geschleust

Wie Wanzl den Augsburger Hessing Kliniken zum besseren Infektionsschutz verhilft

Wanzl Hessing Kliniken
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Mit der automatischen Zutrittsschleuse Galaxy Gate Protect wollen die Hessing Kliniken den Infektionsschutz effektiver gestalten. Auch Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth zeigte sich vom Wanzl-Produkt überzeugt.
  • Marco Tobisch
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Kirchheim – Wie schaffe ich es, meine Einrichtung coronafrei zu halten und auch Besuch von außerhalb mit geringem Aufwand möglichst effektiv zu checken? Mit dieser Frage beschäftigen sich seit vielen Monaten Leiter von Heimen, Kliniken und anderen Firmen. Die Augsburger Hessing Kliniken setzen bei der Beantwortung auf eine Technologie aus der Region: Die Firma Wanzl, die auch in Kirchheim produziert, hat für die orthopädischen Fachkliniken der Hessing Stiftung die automatische Zutrittsschleuse „Galaxy Gate Protect“ entwickelt.

Sogar Claudia Roth, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, hat sich schon vor Ort von der innovativen Technologie überzeugen lassen. Die Sicherheitsschleuse von Wanzl wurde direkt am Patienten- und Ambulanzzugang zu den orthopädischen Kliniken positioniert. Für alle, die hier eintreten wollen, gilt: Wer sich nicht desinfiziert, erhöhte Temperatur hat oder keine Maske trägt, erhält zunächst keinen Zutritt. Dafür ist das Galaxy Gate Protect an einen Handdesinfektionsmittelspender, eine Wärmebildkamera und einen Facescan zur Überprüfung der Maskenpflicht gekoppelt. Spitzenpolitikerin Roth testete diese Innovation bei einem Besuch der Klinik im Januar und äußerte sich begeistert: „Eine wirklich gute Unterstützung zur Einhaltung der Hygienevorschriften, die zusätzlich noch schick aussieht.“

Hygienekonzept leicht gemacht

Die Klinik will den Patienten damit auch die Beachtung der Hygieneregeln erleichtern. Thilo Bausback, wirtschaftlicher und strategischer Leiter für die orthopädischen Fachkliniken der Hessing Stiftung, erläutert: „Die konsequente Desinfektion der Hände, Gerätschaften und Behandlungsräume war schon immer ein wesentlicher Teil unserer täglichen Abläufe. Seit Beginn der Pandemie kam für die Mitarbeiter die regelmäßige Kontrolle der Körpertemperatur sowie seit November letzten Jahres eine FFP2-Maskenpflicht hinzu.“ Mit dem Galaxy Gate Protect wolle man nun auch den Patienten „ihren Part beim Hygienekonzept möglichst abnehmen“, so Bausback. „Durch die verbindliche Nutzung der Zutrittsschleuse halten sich Patienten automatisch an die Regeln in unserem Haus.“

Zum Beginn von Corona hatten noch Absperrbänder den Zugang geregelt. Bausback suchte allerdings nach einer dauerhaften Lösung – und stieß schließlich auf Wanzl. Ralf Aubele, Director Business Unit Access Solutions bei Wanzl, erinnert sich: „Als Herr Bausback an uns herantrat, waren wir gerade dabei, unsere automatischen Zutrittssysteme für die durch Covid-19 gestiegenen Ansprüche an den Infektionsschutz zu modifizieren. Wir haben uns dann schnell auf einen Praxistest des Galaxy Gate Protect bei der Hessing Klinik verständigen können.“ Eine gute Entscheidung für beide Seiten, wie es in einer Pressemitteilung von Wanzl heißt.

Die Hessing Kliniken (hier Thilo Bausback, wirtschaftlicher und strategischer Leiter für die orthopädischen Fachkliniken) wollen offenbar auch über die Pandemie hinaus mit der Firma Wanzl zusammenarbeiten.

Die Klinik profitiert nicht nur vom gestiegenen Infektionsschutz, sondern auch von einer Erleichterung des Klinikalltags. „Unser Team ist aufgrund der Pandemie ohnehin ausgelastet. Den Patienten noch die verschärften Hygienebestimmungen näherzubringen und ihre Einhaltung zu kontrollieren, ist kaum zu bewerkstelligen. Das übernimmt jetzt das Galaxy Gate Protect. Gleichzeitig reduzieren wir das Ansteckungsrisiko und schaffen Vertrauen in unser Sicherheitskonzept bei Mitarbeitern, Besuchern und Patienten gleichermaßen“, so Thilo Bausback.

Für die Zeit nach Corona soll die Kooperation übrigens beibehalten werden. „Wir zählen jährlich bis zu 100.000 Kontakte. Mit dem Galaxy Gate werden wir die Anmeldeprozesse verschlanken, Wartezeiten für Patienten minimieren und unsere Mitarbeiter entlasten“, so Bausback.

wk

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