Krisen-Ende in Sicht

Bad Wörishofen: Auch Kneippen ist jetzt wieder möglich

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Die Lockerungen der Regierung werden auch gesundheitlich spürbar: Kneippen ist inzwischen wieder erlaubt.

Bad Wörishofen - Nicht nur die Gastronomie oder der Einzelhandel hatten unter den Beschränkungen während der Gesundheitskrise zu leiden. Auch die gesundheitlichen Prävention war eingeschränkt, durften in den vergangenen Wochen die Wassertretstellen nicht genutzt werden. Seit dieser Woche sind vor allem in Bad Wörishofen, von wo das „Kneippen“ seinen Ausgang genommen hat, die meisten Wassertretstellen wieder zugänglich.

Gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Welzel war die Wörishofer Kurdirektorin Petra Nocker die erste, die am vergangenen Montag „anwasserte“; während der Bürgermeister ein Armbad (der Kneipp'sche Espresso zum Munterwerden am Morgen) nahm, marschierte Nocker durch das kalte, klare Wasser, um die Durchblutung zu fördern und den Kreislauf anzuregen. „Endlich plätschert es wieder. Wir freuen uns, dass die Einheimischen und auch bald wieder unsere Gäste die Kneippanlagen nutzen können“, freute sich die Kurdirektorin. Und Stefan Welzel ergänzte, man hoffe, nächstes Jahr wieder gemeinsam mit vielen Gästen und Kneippfreunden anwassern zu können. Nicht zuletzt aufgrund der Abstandsregeln war Kneippen im öffentlichen Bereich bislang nicht möglich, aus demselben Grund blieben bzw. werden auch auf absehbare Zeit Schwimmbäder und Thermen geschlossen bleiben. Laut Kneipp-Bund gelten aber die allgemeinen Kontaktbeschränkungen für die Wassertretanlagen.

Von den 23 Kneippanlagen in Bad Wörishofen wurden diese Woche als erste die an der Kurhaus Pergola und in der Kaufbeurer Straße sowie die vor der Turnhalle der Pfarrer-Kneipp-Grund- und Mittelschule und an der Hartentahler Straße/Mühlbuch aus dem „Winterschlaf“ geholt. Man müsse die einzelnen Anlagen reinigen und die Becken säubern, heißt es in einer Pressemitteilung der Kurdirektion. Deshalb könne man nicht alle Anlagen gleichzeitig reaktivieren. Voraussichtlich ab nächster Woche können die Anlagen in der Schöneschacher Straße (in Zusammenhang damit die Fußwaschstation beim Labyrinth am Barfußweg im Kurpark), Kirchdorf und Stockheim geöffnet werden. Hier waren Reparaturen an den Anlagen fällig. Weiterhin nicht nutzbar sind die Kneippanlagen in Wellnesszentren oder Thermen, heißt es auf Grundlage einer Stellungnahme des Gesundheitsministeriums von Seiten des Kneipp-Bundes.

Wasser- oder Tautreten ist eine der Anwendungen, die Pfarrer Sebastian Kneipp seinerzeit als präventive Maßnahme zur Stärkung des Immunsystems und der Immunabwehr empfohlen hatte. Zum Glück könne man in Bad Wörishofen, so heißt es von Seiten der Kurdirektion, wetterunabhängig Wassertreten und Armbaden, etwa am Kurhaus. Eine Liste mit allen Wassertretstellen gibt es über die Kurdirektion. In der derzeitigen Situation seien die Damen an der Gäste-Information weiter telefonisch und per E-Mail für die Gäste erreichbar, sagt Cathrin Herd, stellvertretende Kurdirektorin. Es herrsche momentan ein besonderer Beratungs- und Informationsbedarf, insbesondere unterstütze man bei Fragen der Urlaubsplanung und helfe mit Prospektmaterial oder mit Tipps für die Freizeitplanung, so Herd.

Oliver Sommer

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