Aus dem Stadtrat Bad Wörishofen

Neue Fahrzeuge, neues Haus

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Das alte Feuerwehrhaus in der Kernstadt aus dem Jahr 1983 genügt den notwendigen Anforderungen nicht mehr. In den nächsten zehn Jahren muss ein Ersatzbau her.

Bad Wörishofen – In absehbarer Zeit bekommt die Feuerwehr in der Wörishofer Kernstadt eine neue Wache. Den Weg dafür frei gemacht hat der Stadtrat mit einem Grundsatzbeschluss. In der jüngsten Stadtratssitzung stellte Kommandant Peter Eichler den Bedarfsplan der Feuerwehr vor. Gebraucht werden zudem neue Löschfahrzeuge für die Ortsteile, aber auch in der Kernstadt ist Erneuerung angesagt.

Zum Teil sind die Löschfahrzeuge, die in den Garagen der Ortsteilwehren stehen, 26 Jahre und älter. Obschon wenige Kilometer auf dem Tacho, entsprechen sie nicht mehr dem Stand der Technik, insbesondere auch wenn man das neue Konzept der Feuerwehr Wörishofen angehen will, nach der die Ortsteilwehren die Hauptwehr künftig unterstützen und entlasten sollen. Deshalb sollen für alle vier Ortsteile neue und identische Löschfahrzeuge, so genannte MLF (Mittleres Löschfahrzeug), beschafft werden. 

Man wolle die Beschaffung im Paket ausschreiben, so Eichler. Dies soll schon im kommenden Jahr geschehen, die Fahrzeuge sollen dann der Reihe nach für Dorschhausen und Schlingen, im Jahr 2020 für Stockheim und zuletzt für Kirchdorf im Jahre 2021 beschafft werden. Dass Kirchdorf als letzter Ortsteil sein Fahrzeug erhalten soll, liegt auch an der Tatsache, dass dort die Einstellplätze für das neue Fahrzeug nicht ausreichend dimensioniert sind. 

Ein Problem, das Eichler auch in der Kernstadt bei der Beschaffung der neuen Fahrzeuge berücksichtigen muss. So reichen die Stellplätze bereits jetzt nicht mehr für alle Fahrzeuge aus; zudem soll in den kommenden Jahren unter anderem ein neues Einsatzleitfahrzeug beschafft werden, das der örtlichen Einsatzleitung im Katastrophenfall zur Seite gestellt wird. Des Weiteren sollen ebenfalls ein MLF und ein neues Löschfahrzeug, das in etwa baugleich zum gerade erst beschafften Hilfeleistunglöschfahrzeug HLF ist, gekauft werden. 

Der größte Brocken aber, den die Kameraden schultern müssen, ist das neue Feuerwehrhaus. Dazu muss die Feuerwehr jährlich eine nicht unbeachtliche Summe zurücklegen, abhängig aber immer von den Spenden der Bürger, um das neue Spritzenhaus mit finanzieren zu können. Die Krux dabei: die Feuerwehr darf keine Rückstellungen bilden, so das Finanzamt – außer der Stadtrat signalisiert mit einem entsprechenden Beschluss, dass innerhalb von zehn Jahren ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden soll. Das konnte Eichler mit seinem detaillierten und umfangreichen Bedarfsplan im Stadtrat erreichen, wo man viel Wohlwollen für die Floriansjünger hegt. Lediglich eine Andeutung der Kosten für die neuen Fahrzeuge hätte die Räte auf Nachfrage interessiert. Eichler erklärte, dass die Fahrzeuge – je nach Aufgabengebiet – vom Freistaat mit 100.000 Euro gefördert werden könnten, es für ein MLF bei einem Neupreis von gut 190.000 Euro etwa 49.000 Euro zu erwarten gibt und ein neues Löschfahrzeug bis zu einer halben Million Euro kosten kann. „Aber das ist schwer planbar“, so der Kommandant. 

Abschließend aber gab es Lob für die Vorstellung des Fahrzeugkonzeptes, den Eichler im Rahmen der Zukunfts- und Bedarfsplanung erarbeitet hatte – und einen verabschiedeten Grundsatzbeschluss. 

von Oliver Sommer

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