Für mehr Demokratie im neuen Stadtrat

Bad Wörishofen: ÖDP demonstriert morgen fürs "Rathaus-Klima"

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Bereits im vergangenen Jahr demonstrierte die ÖDP vor dem Rathaus für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“.

Bad Wörishofen – „Rathaus-Klima-Demo – Pfarrer Kneipp würd‘ ÖDP wählen“: Unter diesem Motto demonstriert die Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) für mehr Ökologie, Demokratie und Gemeinwohl im neuen Stadtrat Bad Wörishofen. Anlass sind die hohen Hürden für neue Wahlvorschläge.

Man wolle, so Kreisrat und Spitzenkandidat Ludwig Filser, für Unterstützung werben, damit die ÖDP auch in der Kneippstadt am 15. März wählbar wird. Der Titel „Rathaus-Klima-Demo“ sei bewusst zweideutig gewählt. Das ÖDP-Team stehe in doppelter Hinsicht für ein besseres Klima. Eine sachliche und lösungsorientierte Auseinandersetzung bei strittigen Themen zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger über Fraktionsgrenzen hinaus sei zwingend notwendig, so die Kreisvorsitzende der ÖDP, Gabriela Schimmer-Göresz.

Die Demo, an der sich Demokratie-Freunde und insbesondere Fridays-For-Future-Aktivisten beteiligen können, startet am morgigen Donnerstag, 23. Januar, um 16 Uhr vor dem Gasthof „Rössle“. Wie bereits anlässlich des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“, bei dem Bad Wörishofen ein überdurchschnittliches Ergebnis erzielte, soll der Zug „bunt und laut“ vom Luitpold-Leusser-Platz zum Rathaus ziehen. Dort wird es eine Abschluss-Kundgebung geben mit dem Motto: „Hier wollen wir rein, damit mehr für alle rauskommt.“

Demonstrationszug zum Volksbegehren „Rettet die Bienen“ findet großen Anklang

Zu der Demonstration in Bad Wörishofen waren rund 70 Bürger gekommen. Mit Plakaten, Bannern und Trillerpfeifen ging es dann zum Rathaus, um sich in die Unterschriftenliste einzutragen. © Julia Böcken
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Die Menschen bildeten eine lange Schlange im Bad Wörishofer Rathaus, um sich einzutragen. © Julia Böcken
Alexander Siebierski, zweiter Vorsitzender des BUND Naturschutz der Ortsgruppe Bad Wörishofen, war der Erste, der sich in die Unterschriftenliste im Bad Wörishofer Rathaus eintrug. © Julia Böcken

Die Veranstalter freuen sich auf eine starke Beteiligung. Mit Plakaten und Transparenten können Bürger ihre Wünsche an den neuen Stadtrat formulieren, ob zu den Themen Artenschutz, Naturschutz, Tierschutz, Ökologie, Nachhaltigkeit, Enkeltauglichkeit, Gemeinwohlökonomie, direkte Demokratie oder zu ganz persönlichen Belangen.

Die drei wichtigsten Ziele für den neuen Stadtrat sind laut ÖDP: die Etablierung eines Umweltbeirats/ Klimabeirats, die Einführung eines Mitteilungsblatts sowie eines Informations- und Diskussionsforums im Internet. Offene und transparente Kommunikation solle dafür sorgen, dass die Bürger des Heilbades früh über anstehende Entscheidungen informiert und damit optimal in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, sagt Schimmer-Göresz. Eine frühe Bürgerbeteiligung mache Bürger­entscheide unnötig; Bürgergutachten und ein Wissen um den Bürgerwillen mache manch teures Gutachten überflüssig. 

wk

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