Auch fehlendes Teilstück nun an Firma Glass verkauft

Bad Wörishofen: Verkauf der Luerswiese sorgt für Diskussionen

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Die Firma Glass hatte bereits ein Grundstück überplant, das zu diesem Zeitpunkt noch Eigentum der Stadt war. Inzwischen ist dieses aber auf die Firma Glass übergegangen.

Bad Wörishofen – Schon vor der Sondersitzung des Stadtrates zum Thema Löwenbrauareal sorgten die Planungen und insbesondere die Überplanung der Luerswiese für Diskussion. Denn der Bauwerber, die Firma Glass, hatte einen Teil überplant, der noch nicht im Eigentum der Firma war. Dieser fehlende Teil war jüngst erst verkauft worden, wobei nicht alle Stadträte diesem Verkauf zugetan waren.

Wie berichtet, plant die Firma Glass einen umfangreichen Neubau auf dem ehemaligen Löwenbräuareal. Dazu gehören auch Wohngebäude auf der sogenannten Luerswiese. Einen Teil des Areals hatte die Firma schon 2013 erworben und nun für die Planungen das gesamte Gebiet einbezogen. Das allein sorgte für Unmut unter Wörishofer Bürgern, die eine gewisse Mitsprachemöglichkeit gewünscht hatten. 

Im Nachgang zur nicht-öffentlichen Sitzung zum Thema Löwenbräuareal machte Bürgermeister Paul Gruschka den Verkauf des fehlenden Teils der Luerswiese publik. So schreibt Gruschka, dass mehrheitlich beschlossen worden sei, dass die Stadt Bad Wörishofen die Luers­wiese an die Firma Glass verkauft. Weiter heißt es, dass dieses Grundstück bekanntlich im Rahmen des Bauprojektes Löwenbräuareal und Luerswiese in die Planungen einbezogen sei, um eine enge Aneinanderreihung der ursprünglich geplanten Gebäude zu vermeiden. Das Grundstück der Stadt war bereits im Bebauungsplan West 1 D aus dem Jahre 1966 als „Bauland“ dargestellt. Der Kaufpreis liege über der Richtwertliste des Gutachterausschusses und man habe berücksichtigt, dass das Grundstück nur über Fußwege erschlossen ist und auch die Belastung durch den Fußweg Hermann-Aust-Straße-Kurpark.

In der jüngsten Sitzung nun kritisierten die Stadträte, dass in der Tageszeitung, fälschlicherweise, von einem einstimmigen Beschluss die Rede sei. Während der Bürgermeister nicht auf den Artikel eingehen wollte, brachte aber eine andere Formulierung des Rathauschefs die Räte noch mehr auf.

Gut genug für die Räte?

So heißt es in einem weiteren Artikel der Tageszeitung, dass er, Gruschka, nicht in das „baufällige Rathaus“ habe einladen wollen. Konrad Hölzle nahm diese Äußerung zum Anlass, sich zu beschweren. Das Rathaus sei technisch in Ordnung, so der Stadtrat. Ihm missfalle aber, dass ein baufälliges Haus aber scheinbar gut genug sei für die Stadträte und solche Worte seien eines Bürgermeisters nicht angemessen. Gruschka verteidigte seine Äußerung: Diese habe sich auf das vierte Obergeschoss bezogen, wo bei Regen Wasser durchs Dach komme. Gerade erst habe er den Auftrag für Reparaturarbeiten erteilt, um diesem Missstand abzuhelfen.

Oliver Sommer

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