Für kommunales Engagement

Bad Wörishofer August Filser mit Sieben-Schwaben-Medaille ausgezeichnet

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Bezirkstagspräsident Martin Sailer (rechts) überreichte August Filser (links) die Sieben-Schwaben-Medaille.

Bad Wörishofen – Einen besonderen Rahmen erhielt die Auszeichnung August Filsers mit der Sieben-Schwaben-Medaille. Im Rahmen des Festaktes zur Stadt­erhebung überreichte der schwäbische Bezirkstagspräsident Martin Sailer Urkunde und Medaille. Dabei meinte Sailer, dass die Gesellschaft von Menschen lebe, die mehr tun als nur ihre Pflicht – ein Satz, der so Adolph Kolping zugeschrieben wird.

Mehr tun als nur die Pflicht, damit sei das Ehrenamt wunderbar beschrieben, so Martin Sailer. Und meinte, dass man im Umkehrschluss sehen müsse, wo eine Gesellschaft, vor allem die einer Stadt wie Bad Wörishofen heute nach 70 Jahren stünde – ohne Menschen, wie etwa die Musiker auf der Bühne oder eben August Filser. Für die Verdienste für das Gemeinwohl in Schwaben, sagte der Landtagspräsident, vergebe man die Sieben-Schwaben-Medaille. Und es gebe Menschen, die sich auf so vielfältige Weise engagieren, dass man dafür eine eigene Kategorie vergeben müsste – der Einsatz für umfassendes Kommunales Engagement. Man könne getrost sagen, dass August Filser durch sein Engagement in so vielen und zahlreichen Vereinen und Institutionen seine Heimatstadt bereichert habe.

Alles neben der eigentlichen Arbeit

Auszugsweise nannte Sailer etwa den Förderverein für das Sebastian-Kneipp-Museum im Kloster, wo Filser als einer der Ersten aktiv war. Dies sei umso mehr beachtenswert, meinte Sailer, bedenke man, dass Filser dies alles ehrenamtlich und neben seiner eigentlichen Arbeit für die Genobank geleistet habe. Darüber hinaus war August Filser Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Unterallgäuer Museen und als Finanzberater für das Dominikanerinnenkloster aktiv, dessen Generalsanierung er begleitet hatte. Filser war auch Gründer der Kultur-und Sozialstiftung der Genobank Unterallgäu. Nicht vergessen dürfe man auch das Wissen um die Stadtgeschichte, das Filser 2004 in einer Chronik über die Kneippstadt und 2018 in einem Buch über die eingemeindeten Ortsteile niedergelegt hatte.

Neben den zahlreichen Vereinen könne man nur mit Erstaunen und Bewunderung zur Kenntnis nehmen, dass Filser zwischen 2002 und 2008 auf kommunalpolitischer Ebene sein Fachwissen und seine Kompetenz als Stadtrat eingebracht hatte. Neben seinem Engagement, lobte Sailer, dass Filser auch ein Vorbild für die Jugend sei. Das Gemeinwesen wäre nicht halb so viel wert, gäbe es nicht Menschen wie August Filser. 

Oliver Sommer

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