375 Unterstützer wollen Bauwerk retten

Bad Wörishofer Gartenstadt: Bleibt der Brunnen?

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375 Bürger bekannten sich zuletzt dazu, den Brunnen an der Ulrichskirche in der Gartenstadt erhalten zu wollen.

Bad Wörishofen – 375 Unterzeichner haben sich zuletzt gefunden, sie alle wollen den Brunnen an der Ulrichskirche in der Gartenstadt erhalten. Das Bauwerk, das die Stadt seit 1984 unterhalten hatte und dessen Abriss im Juli 2018 vom Bau-, Verkehrs- und Umweltausschuss eigentlich schon beschlossen worden war, will Bürgermeister Paul Gruschka deshalb nochmal einer Prüfung unterziehen.

Das städtische Bauamt hatte festgestellt, „dass der Brunnen erhebliche Betonschädigungen und Undichtigkeiten aufwies“, teilt Gruschka mit. Sicherungsmaßnahmen wurden deshalb vorsorglich eingeleitet. Weil die Sanierung rund 18.000 Euro gekostet hätte und das Grundstück auch anderweitig hätte genutzt werden können, votierten die Ausschussmitglieder im letzten Jahr für den Abriss – für 8.000 Euro.

Markus Bär und Dr. Otto Mayer seien daraufhin von einigen Bürgern darauf angesprochen worden, eine Rettungsaktion zu starten. Der Brunnen sei schließlich der einzige in der Gartenstadt und gehöre als „wichtiges Element und Symbol für die Bürger“ zum Stadtteil. In Unterschriftenlisten in drei Einzelhandelsgeschäften vor Ort trugen sich daraufhin 375 Unterstützer ein, um sich für den Erhalt des Bauwerks stark zu machen. Hintergrund war offenbar auch: „Niemand von den Bürgern, mit denen wir gesprochen haben, versteht übrigens, dass dieser einzige Brunnen in der Gartenstadt aus Kostengründen aufgelöst werden soll, wo gleichzeitig Geld da ist, um in der Kernstadt bei den schon vielen vorhandenen Brunnen noch einen weiteren aufzustellen“, teilen Mayer und Bär mit.

Ihr Schreiben an den Bürgermeister fand Gehör. Denn schon kurz darauf teilte Gruschka mit, „im Stadtrat wurde einvernehmlich angeregt, den Erhalt des Brunnens zusammen mit der Renovierung der Höfatsstraße nochmals zu prüfen“. Und diesem Wunsch komme auch die Verwaltung gerne nach. Auch für die Stellungnahmen, unter denen wohl einige waren, die eine Spende anboten, bedankte sich der Rathauschef.

mt

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