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Wörishofer Stadtwerke stellen Jahresbericht vor

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Von: Oliver Sommer

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Die Stadtwerke Bad Wörishofen haben zuletzt ihren Jahresabschluss 2020 im Stadtrat vorgestellt.
Die Stadtwerke Bad Wörishofen haben zuletzt ihren Jahresabschluss 2020 im Stadtrat vorgestellt. Jetzt war es wieder soweit. © Oliver Sommer

Bad Wörishofen – Noch in der letzten Stadtratssitzung des alten Jahres, kurz nach der Vorstellung des Finanzplans für 2022 (der Wochen KURIER berichtete), stellte Peter Humboldt den Jahresabschluss 2020 der Stadtwerke vor. Dabei ging der Werksleiter auch auf den geschmolzenen Jahresgewinn ein. Dieser halbierte sich auf nicht einmal mehr eine halbe Million Euro nach mehr als einer 

Die Pandemie wirkt sich offenbar auch auf die Stadtwerke Bad Wörishofen aus. Zwar stiegen die Erlöse und Erträge im Vergleich zu 2019 um gut eine Million auf etwas über 39,1 Millionen Euro, allerdings zogen auch die Aufwendungen, also die Ausgaben, mit und erreichten über 38,4 Millionen Euro. Damit stiegen die Aufwendungen gegenüber 2019 um knapp 1,7 Millionen Euro und drückten das Ergebnis vor Steuern auf weniger als die Hälfe des Vorjahres. Hatten die Stadtwerke 2019 noch einen Gewinn von 1,44 Millionen Euro (vor Steuern) verbuchen können, so betrug das Ergebnis 2020 nurmehr 218.000 Euro. Entsprechend sanken die Steuern und der Jahresgewinn fiel auf 468.692 Euro; in seinen Erläuterungen hatte Humboldt darauf hingewiesen, dass man mit einem Gewinn von etwa 216.000 Euro geplant hatte. Vom Jahresgewinn sind nochmals Kapitalertragssteuer (15 Prozent) und der „Soli“ mit 5,5 Prozent abzuführen, womit die Stadt noch knapp 394.000 Euro erhält.

In seinem Vortrag machte Humboldt auch darauf aufmerksam, dass die Investitionen 2020 mit knapp zwei Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahres (1,5 Mio. Euro) gelegen hätten und der Bedarf zur Gewinnabführung, den Investitionen und dem Kapitaldienst vollständig aus Eigenmitteln gedeckt werden konnte, dafür also keine Kredite aufgenommen werden mussten. Die Eigenkapitalquote, also die Kennzahl, die das Verhältnis von Eigenkapital zum Gesamtkapital (Bilanzsumme) eines Unternehmens, liegt bei gut 59 Prozent. Größter Brocken bei den im Vorjahr getätigten Investitionen war die 2021 beendete Sanierung des Parkhauses am Bahnhof, wobei auf das Jahr 2020 ein Anteil von 792.000 Euro entfiel. Eine Viertelmillion Euro flossen in das Wassernetz, knapp darüber liegen die Investitionen ins Stromnetz (264.000 Euro) rund 190.000 Euro in das Gasnetz.

Nichts zu beanstanden

Wie schon in den Vorjahren hatte eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Zahlen geprüft und keine wesentlichen Beanstandungen festgestellt. Ende November hatte der Rechnungsprüfungsausschuss sich schon mit dem Ergebnis befasst. Auch in den nächsten Jahren soll die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Bericht für die Stadtwerke erstellen. Mit einer Bilanzsumme von 27 Millionen Euro und einem Jahresgewinn von 486.000 Euro wurde der Jahresabschuss von den Räten genehmigt.

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