Die dunkle Seite des Internets

Darknet: Was bedeutet das und wie funktioniert es?

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Das sogenannte Darknet stellt die dunkle Seite des Internets dar. Hier können User verborgen surfen.

Immer wieder liest man im Zusammenhang mit Kriminalität vom sogenannten Darknet. Doch was bedeutet das eigentlich und wie funktioniert das Surfen im dunklen Bereich des Internets?

Bestellltes Falschgeld, illegaler Drogen- und Waffenhandel, Kinderpornografie: Im Zusammenhang mit (Internet-)Kriminalität liest man seit einiger Zeit immer wieder vom sogenannten Darknet. Es handelt sich dabei um den Bereich des Internets, den Menschen nutzen, die verborgen im Netz unterwegs sein wollen. Zunächst einmal also nichts Verbotenes, sondern eine Möglichkeit anonym zu bleiben. Zu den Nutzern gehören beispielsweise Whistleblower und Regimekritiker, die Zensur umgehen möchten, aber eben auch Kriminelle.

Im aktuellen Fall eines missbrauchten vierjährigen Mädchens soll der Verdächtige kinderpornografische Aufnahmen im Darknet verbreitet haben. Auch im Falle des tödlichen Amoklaufs am Münchner Olympia-Einkaufszentrum soll die Tatwaffe über das Darknet gekauft worden sein.

Wie funktioniert das Darknet?

Um in das Darknet zu gelangen, benötigt man die kostenlose Software „Tor“ - „The Onion Router“, was übersetzt so viel wie „Zwiebel-Router“ heißt. Damit werden Daten nach dem Zwiebelschalenprinzip zwischen Tor-Servern verschlüsselt weitergeleitet. Jeder Server kennt so nur seinen Vorgänger und seinen Nachfolger, aber nicht die gesamte Kette. Damit wird der Nutzer getarnt.

Anwender können über das Tor-Netzwerk zum einen öffentliche Websites anonym ansteuern. Im Tor-Netz werden aber auch sogenannte „.onion-Sites“ bereitgestellt, bei dem auch die Anbieter anonym bleiben. Experten schätzen, dass die Hälfte der rund 30.000 Darkweb-Seiten illegal sind. 

Suchmaschinen blind für Websites im Darknet

Websites im Darknet können nur verschlüsselt aufgerufen und von Suchmaschinen wie Google oder Bing nicht gefunden werden. So richtig geheim ist das Darknet aber nicht: Im Internet sind Anleitungen zum Surfen im geheimen Netz leicht zu finden. Weil die Suchmaschinen im Darknet nicht funktionieren, müssen die Nutzer aber genau wissen, wohin sie wollen. Orientierungspunkte gibt es allerdings - zum Beispiel ein sogenanntes Hidden Wiki, das Linksammlungen enthält.

Einen Selbstversuch im Darknet hat unsere Redakteurin gewagt. Sie machte sie einen Tag lang auf die Suche nach den verborgenen und teils illegalen Internetseiten und kam zu erstaunlichen Erkenntnissen.

AFP/dpa/va

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