Online-Flohmärkte

eBay-Kleinanzeigen: Das sind die spannendsten Alternativen

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Der Kleinanzeigen-Dienst von eBay hat starke Konkurrenz (Symbolfoto). 

Wer eBay-Kleinanzeigen meiden will, muss auf das Flohmarkt-Erlebnis nicht verzichten: Auch mit anderen Tools lässt sich bequem von zuhause aus stöbern – oder selbst verkaufen.

Update vom 25. Januar 2019: Unter den Online-Flohmärkten ist eBay-Kleinanzeigen zur Zeit sicher der bekannteste. So sind die Chancen, hier mit einem Inserat einen großen Kreis an Interessenten zu erreichen, gut. Es gibt aber auch Alternativen  – teils mit Features, die eBay-Kleinanzeigen nicht hat. Sie alle können im Browser oder als App genutzt werden. Unsere Auswahl: 

ReBuy und Momox: Verkaufen mit Zwischenhändler 

Vorweg: Auf ReBuy lassen sich nur Technik, Bücher und Drucksachen einstellen. Wer aus diesen Kategorien etwas zu verkaufen hat, schickt seine Ware direkt an ReBuy. ReBuy prüft sie auf Mängel und schlägt dem Kunden einen Kaufpreis vor. Wird man sich einig, überweist die Firma den Preis. Den Artikel verkauft sie selbst weiter. Auch wenn ReBuy die Ware nicht los wird, behält man sein Geld. Das Betrugsrisiko ist also gering. 

Denkbar ist natürlich immer, dass man für die Ware auf einem anderen Portal mehr Geld bekommt. Oder dass ReBuy nicht so viel zahlen will, wie man sich vorgestellt hatte. Ab einem Warenwert von zehn Euro übernimmt ReBuy für den Kunden den versicherten Versand. Ganz ähnlich funktioniert Momox. Das Unternehmen kauft ebenfalls Ware an, aber auch nur aus bestimmten Kategorien: Bücher, CDs, DVDs, Spiele und Kleidung. 

Facebook Marketplace: Von Facebook-Nutzern für Facebook-Nutzer 

Wer sich bei Facebook einloggt, sieht den gebührenfreien“Marketplace” im Startseiten-Menü auf der linken Seite. Hier kann man alles Mögliche anbieten. Die Kunden können allerdings nur andere Facebook-Nutzer sein. Und Achtung: Es ist bei Facebook leicht, ein Fake-Profil zu erstellen. Dahinter können sich Käufer mit betrügerischen Absichten verbergen. 

Zudem gibt es keine einheitliche Zahl-Methode, sie muss individuell beim Deal ausgehandelt werden. Auf Facebook kann man den Verkauf auch in den regionalen Facebook-Gruppen versuchen, die ähnlich wie Marketplace funktionieren.

Shpock und Kalayado: Die Lokalen 

Shpock ist in der Basis-Version kostenlos, und die Anzahl der Inserate nicht begrenzt. Das Tool hat viele Ähnlichkeiten mit eBay-Kleinanzeigen. Der Schwerpunkt liegt auf dem Verkauf im Umkreis: So kann man sich Angebote in der Nähe anzeigen lassen. Treffen sich Käufer und Verkäufer zur Warenübergabe persönlich, ist das Betrugsrisiko schon mal minimiert. Wird eine Ware jedoch per Post verschickt, ist die Möglichkeit des Betrugs wieder gegeben. 

Die Bewertungsfunktion erleichtert es, auf betrügerische Verkäufer oder Käufer aufmerksam zu machen. Das Augenmerk auf die Region legt auch Kalayado: Größere Städte haben hier bereits eigene Unterseiten. Das Portal ist ähnlich aufgebaut wie Shpock, bietet aber keine Bewertungsfunktion an. 

„Markt.de“: der Alteingesessene

Bei Markt.de muss man eine (geringe) Gebühr bezahlen, sobald man etwas kauft oder verkauft. Auch spezielle Funktionen für ein Inserat kosten extra. Anders als bei eBay-Kleinanzeigen muss man sich nicht anmelden, um Verkäufer zu kontaktieren. Das erhöht allerdings auch das Betrugsrisiko. 

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Polizei warnt vor eBay-Kleinanzeigen-Betrugsmasche: Achtung, sie kann alle treffen!

Unser Artikel vom 27. Dezember 2018:

München - Die Polizei Sachsen warnte schon vor geraumer Zeit via Facebook vor einer neuen Betrugs-Masche auf „Flohmarkt-Seiten“ wie zum Beispiel eBay-Kleinanzeigen, der schon viele Nutzer zum Opfer gefallen sind - und die den Geschädigten ordentlich Geld kosten kann. Die Betrüger verkaufen Waren, die gar nicht existieren, und die Käufer bleiben nach ihrer Zahlung mit leeren Händen zurück.

Dabei verhindert eine Funktion des Zahlungsdienstes PayPal zusätzlich, dass die Opfer ihr Geld zurückerhalten können. 

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eBay-Kleinanzeigen und Co.: So gehen die Kriminellen vor

Doch wie funktioniert die Masche? PayPal bietet zwei verschiedene Varianten an, um Geld zu versenden. Die Option „Freunde und Familie“ und die Option „Waren und Dienstleistungen“. Die erste Möglichkeit ist - wie der Name schon sagt - dafür da, Geld an Freunde und Bekannte zu senden. PayPal berechnet in diesem Fall keine Gebühr für das Versenden der Beträge, und die Transaktionen werden quasi sofort ausgeführt. Der Haken dabei? Bei der Option „Freunde und Familie“ bietet der Zahlungsdienstleister keinen Käuferschutz an.

Video: Daran erkennen Sie gefälschte Sneaker

Diesen und die damit verbundene Sicherheit bei Zahlungen im Internet gibt es nur bei der Option „Waren und Dienstleistungen“. Dafür erhält der Verkäufer zwar nicht den vollen Betrag (Gebühren: 1,9% + 0,35 Euro), der Käufer bleibt aber auf der sicheren Seite. 

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Auf eBay-Kleinanzeigen oder ähnlichen Plattformen sind nun Betrüger unterwegs, welche diese Funktion von PayPal ausnutzen. Sie fordern die Käufer dazu auf, über die unsichere „Freunde und Familie“-Option zu zahlen, liefern dann nicht die gekaufte Ware und behalten die Zahlung. 

Oft macht ein Käufer so etwas mit, weil ja der Anbieter so nett und seriös wirkt und man ihm die Gebühren ersparen möchte. Aus so einem Grund haben viele Nutzer schon die „Freunde und Familie“-Option genutzt - und auf den Betrüger-Trick könnte potenziell jeder reinfallen.

In einem von der Polizei aufgeführten Fall kaufte ein Nutzer im Internet ein Smartphone für 40 Euro und sendete das Geld über eben jene unsichere Option via PayPal. Der Verkäufer ließ ihm keine Ware zukommen und war auch nicht mehr zu erreichen. Das Geld war somit verloren. 

Diesen Betrug bei eBay-Kleinanzeigen können Sie verhindern

Um also bei Einkäufen im Internet auf Nummer sicher zu gehen, sollte bei Käufen über eBay-Kleinanzeigen und Co. via PayPal immer die Option „Waren und Dienstleistungen“ benutzt werden, um zusätzliche Sicherheit zu erhalten. Versendet der Verkäufer die Ware anschließend nicht, greift der Käuferschutz von PayPal, und der Kunde erhält sein Geld zurück. 

Sollte ein Verkäufer auf die Zahlung via „Freunde und Familie“ bestehen, so ist davon auszugehen, dass es sich nicht um ein seriöses Angebot hält und Vorsicht geboten. Die Polizei rät darüber hinaus: „Vertraut Eurem Instinkt“.

fd

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