Alle Wahltage im Überblick

Europawahl 2019: Termine in allen EU-Staaten - Wer wählt wann?

+
Der Termin der Europawahl 2019 ist in den EU-Staaten unterschiedliche festgelegt. Die Wahl erstreckt sich über vier Tage.

Der Termin der Europawahl 2019 ist in den 28 EU-Staaten nicht einheitlich geregelt. Welches Land wählt an welchem Tag und wann gibt es ein Ergebnis?

Brüssel - In Deutschland ist jedem langjährigen Wähler klar, dass eine Wahl immer an einem Sonntag stattfindet. Bei der Europawahl 2019 ist der Termin der 26. Mai und noch am selben Abend werden die Prognosen und vermutlich auch die vorläufigen Endergebnisse aus Deutschland vorliegen.

In anderen Staaten der EU gibt es aber teils abweichende Traditionen, was den Wahltag betrifft. Deshalb findet die Europawahl in einem Zeitfenster von vier Tagen statt. Die ersten Länder machen bereits am Donnerstag, 23. Mai den Anfang. Einzelne Mitgliedstaaten gehen auch am Freitag und Samstag an die Wahlurne. Am Sonntag erfahren Sie bei uns, wie das Ergebnis der Europawahl 2019 in den verschiedenen Ländern aussieht.

Termin der Europawahl 2019: Wann wird gewählt?

Nachdem Großbritannien eine Fristverlängerung für den Brexit erhalten hat, nehmen die Briten auch 2019 noch einmal an der Europawahl teil. Somit wird in allen 28 EU-Staaten gewählt - und zwar an vier Terminen. Ausschließlich in Tschechien findet die Wahl an zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt. In allen anderen Mitgliedstaaten wird an einem einzelnen Tag gewählt.

  • Wahlen am 23. Mai 2019: Großbritannien, Niederlande
  • Wahlen am 24. Mai 2019: Irland, Malta, Tschechien (erster Wahltag)
  • Wahlen am 25. Mai 2019: Tschechien (zweiter Wahltag), Lettland, Slowakei
  • Wahlen am 26. Mai 2019: Deutschland, Österreich, Ungarn, Polen, Bulgarien, Griechenland, Italien, Kroatien, Litauen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Zypern, Belgien, Estland, Frankreich, Luxemburg, Dänemark, Finnland, Schweden, Spanien

Wann gibt es ein Ergebnis der Europawahl 2019?

Wenn die Wahllokale in einem Land geschlossen sind, steht das Ergebnis der Europawahl dort natürlich fest. Für alle Länder, die vor dem 26. Mai an die Wahlurne gehen, wird aber zunächst kein offizielles Ergebnis ermittelt. Obwohl im Anschluss an die Europawahl 2019 teils schnell die ersten Prognosen vorliegen, werden nicht in allen EU-Staaten solche Statistiken erhoben und veröffentlicht. Die mit Spannung erwarteten Ergebnisse der Wahl in Großbritannien, wo die Wahllokale am Donnerstag um 23 Uhr schließen, lassen zum Beispiel bis Sonntag auf sich warten. Es soll keine Prognosen über den Ausgang der Wahl geben, die in vielen anderen Ländern auf Wählerbefragungen an den Wahllokalen beruhen.

Wie die neuen Kräfteverhältnisse im Europäischen Parlament aussehen, wird sich erst spät in der Nacht von Sonntag auf Montag genau herausstellen, wenn unter anderem die Europawahl in Deutschland ausgezählt wird.

Termine und Uhrzeiten bei der Europawahl uneinheitlich

Nicht nur, dass sich die Europawahl über mehrere Tage erstreckt, es wird auch zu unterschiedlichen Uhrzeiten gewählt. Das macht sich besonders am Wahlsonntag bemerkbar, wenn die ganze EU auf die Ergebnisse wartet. Während die Wahllokale in Deutschland wie gewohnt um 18 Uhr schließen, haben die Wähler in den meisten Ländern wesentlich mehr Zeit für die Stimmabgabe. In Italien werden am 26. Mai erst um 23 Uhr die Wahllokale geschlossen. In Polen und Schweden ist zwei Stunden früher um 21 Uhr Schluss.

Schon vor dem 26. Mai erhalten Sie alle wichtigen Nachrichten zur Europawahl 2019 im News-Ticker. Am selben Tag findet auch die Bürgerschaftswahl in Bremen statt, zu der Sie hier alle Informationen im Live-Ticker finden. Falls sie noch eine Entscheidungshilfe benötigen, bevor sie ihr Kreuz machen, gibt es in Deutschland einen bekannten Service, der auch für diese Wahl online zur Verfügung steht: Der Wahl-O-Mat zur Europawahl hilft Ihnen dabei, die Wahlprogramme der Parteien mit Ihren eigenen Standpunkten zu vergleichen.

Auf Merkur.de* können Sie einen Kommentar zum Europawahl-Ergebnis vom Chefredakteur des Münchner Merkur, Georg Anastasiadis, nachlesen.

rm

Auch interessant

Meistgelesen

Umfrage zur Österreich-Wahl: Sebastian Kurz‘ ÖVP verliert leicht
Umfrage zur Österreich-Wahl: Sebastian Kurz‘ ÖVP verliert leicht
„Jetzt ist Schluss“: Gerhard Schröder bricht nach heikler Frage Interview ab
„Jetzt ist Schluss“: Gerhard Schröder bricht nach heikler Frage Interview ab
US-Vorwahlen: Diesen Demokraten sieht Trump vorne - Fiese Demenz-Stichelei bei TV-Debatte
US-Vorwahlen: Diesen Demokraten sieht Trump vorne - Fiese Demenz-Stichelei bei TV-Debatte
Klimastreik-Demo in Frankfurt: Fridays for Future wird zu weltweiten Massenbewegung
Klimastreik-Demo in Frankfurt: Fridays for Future wird zu weltweiten Massenbewegung

Kommentare