Stärken und Schwächen des Kanzlerkandidaten

Schmidt: Steinbrück "redet zu schnell"

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Helmut Schmidt wird nie wieder für die SPD Wahlkampf machen.

Berlin - Wenige Tage vor der Bundestagswahl hat Altkanzler Helmut Schmidt ein letztes Mal versucht, seiner SPD zu helfen. In einem Interview sprach er über die Stärken und Schwächen von Peer Steinbrück.

Altbundeskanzler Helmut Schmidt will nie wieder Termine im Wahlkampf seiner Partei wahrnehmen. Aus Anlass eines Interviews gemeinsam mit Altkanzler Gerhard Schröder und Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sagte Schmidt laut der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch: „Ich werde nun bald 95 Jahre und hätte eigentlich längst meinen Schnabel halten sollen.“ Bis zur Bundestagswahl am 22. September werde er nicht mehr öffentlich auftreten, und „2017 erst recht nicht. Das heißt: Das war heute der letzte Wahlkampftermin meines Lebens“, sagte Schmidt.

Bundestagswahl 2013: Alle Informationen und Hintergründe

Im Interview mit der "Bild" äußerte sich der Alt-Bundeskanzler unter anderem über die Stärken und Schwächen des aktuellen SPD-Kandidaten Peer Steinbrück. "Er redet zu schnell. Wenn er langsamer reden würde, käme er noch besser an", vermutet der 94-Jährige. Allerdings habe Steinbrück eine bessere "ökonomische Urteilsfähigkeit" als Angela Merkel, behauptete Schmidt.

Schmidt: 2014 werden Kosten der Euro-Krise sichtbar

Der Altbundeskanzler prophezeite außerdem, dass Deutschland nach der Bundestagswahl für die Bewältigung der europäischen Schuldenkrise noch viel Geld zahlen muss. Merkel (CDU) verschweige den Deutschen, dass das Land „spätestens im Laufe des Jahres 2014“ wegen der Wirtschaftskrise in Griechenland, Portugal und anderen Ländern Südeuropas von allen Seiten zur Kasse gebeten werde, kritisierte Schmidt in der „Bild“-Zeitung.

Von der Prognose zum endgültigen Wahlergebnis

Von der Prognose zum endgültigen Wahlergebnis

Bundestagswahl 2013
Nach Schließung der Wahllokale werden am Sonntag ab 18 Uhr die bei der Bundestagswahl abgegebenen Stimmen in den deutschlandweit 299 Wahlkreisen ausgezählt. Noch in der Wahlnacht wird dann das vorläufige amtliche Endergebnis bekannt geben. Zuvor bereits veröffentlichen Forschungsinstitute zunächst ihre Prognosen und dann die Hochrechnungen. Über alle Ereignisse halten wir Sie in unserem Live-Ticker auf dem Laufenden. © dpa
Bundestagswahl 2013
Prognose: Die Prognosen erstellen die Meinungsforscher durch Befragungen am Wahltag vor ausgewählten Wahllokalen. Dabei werden die Wähler schriftlich befragt, vor allem natürlich dazu, wo sie gerade ihr Kreuz gemacht haben. Die Prognose darf erst um 18.00 Uhr veröffentlicht werden, um niemanden bei der Stimmabgabe zu beeinflussen. © dpa
Bundestagswahl 2013
Hochrechnung: Die Hochrechnungen beruhen im Gegensatz zu den Prognosen auf den Auszählungsergebnissen in ausgewählten Stimmbezirken. Aus diesen amtlichen Teilergebnissen errechnen die Meinungsforschungsinstitute das wahrscheinliche Gesamtergebnis. Im Verlauf des Wahlabends werden diese Hochrechnungen zunehmend exakter, weil immer mehr Teilergebnisse eingehen. © dpa
Bundestagswahl 2013
Vorläufiges amtliches Endergebnis: Das vorläufige amtliche Endergebnis veröffentlicht der Bundeswahlleiter in der Wahlnacht auf Grundlage der amtlichen Auszählergebnisse in sämtlichen Wahllokalen. Da eine Vielzahl von Einzelergebnissen zusammengerechnet werden muss, liegt das vorläufige Wahlergebnis erst etliche Stunden nach Schließung der Wahllokale vor. (Bild: Der Präsident des Statistischen Bundesamtes und Bundeswahlleiter, Roderich Egeler) © dpa
Bundestagswahl 2013
Endgültiges Wahlergebnis: Das endgültige Wahlergebnis wird erst Wochen nach dem Urnengang verkündet: Zunächst überprüft der Bundeswahlleiter nach der Wahl die von den Landeswahlausschüssen ermittelten Ergebnisse in den 16 Bundesländern. Die endgültige Feststellung des Wahlergebnisses obliegt dann dem Bundeswahlausschuss. Dieses Gremium besteht aus dem Bundeswahlleiter als Vorsitzendem sowie acht Beisitzern und zwei Richtern des Bundesverwaltungsgerichts. Nachdem der Bundeswahlausschuss das Ergebnis festgestellt hat, wird es vom Bundeswahlleiter verkündet. © dpa

Die Kanzlerin habe das Volk darauf eingestimmt, dass man nicht zahlen müsse. „Das ist eine sehr unerfreuliche Situation und viele werden das nicht gerne hören. Aber es wird sich schon in wenigen Monaten herausstellen, dass es die Wahrheit ist“, betonte Schmidt.

Gerhard Schröder rief die SPD unterdessen dazu auf, weiter für Rot-Grün zu kämpfen: „Was in den letzten Tagen noch möglich ist, haben wir bewiesen, als wir 2002 gegen Edmund Stoiber trotz schlechter Prognosen doch noch gewonnen haben.“ Schröder, der von 1998 bis 2005 regierte, betonte: „Wenn man nicht aufgibt, geht immer was.“ Mit Blick auf die ironisch gemeinte Mittelfinger-Geste Steinbrücks sagte Schröder: „Bei der Beurteilung würde ich all den Kritikern ein wenig mehr Humor empfehlen.“

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Nach Schließung der Wahllokale werden am Sonntag ab 18 Uhr die bei der Bundestagswahl abgegebenen Stimmen in den deutschlandweit 299 Wahlkreisen ausgezählt. Noch in der Wahlnacht wird dann das vorläufige amtliche Endergebnis bekannt geben. Zuvor bereits veröffentlichen Forschungsinstitute zunächst ihre Prognosen und dann die Hochrechnungen. Über alle Ereignisse halten wir Sie in unserem Live-Ticker auf dem Laufenden. © dpa
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KNA/ms

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