Terrorverdacht

In Mainz festgenommener Terror-Verdächtiger wird an Niederlande ausgeliefert

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Polizei nimmt Terrorverdächtigen in Mainz fest.

Der in Mainz festgenommene Syrer wurde einer Haftrichterin vorgeführt und wurde inhaftiert. Der Terror- Verdächtigen wird nun an die Niederlande ausgeliefert.

Update vom 9. Januar, 11.24 Uhr: Der zum Jahresende in Mainz wegen mutmaßlicher Anschlagspläne in den Niederlanden festgenommene Syrer soll an das Nachbarland ausgeliefert werden. Das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz ordnete auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Auslieferungshaft gegen den 26-Jährigen an, wie das OLG am Mittwoch mitteilte. Der Mann wird von den niederländischen Ermittlern verdächtigt, an der Vorbereitung eines Anschlags beteiligt gewesen zu sein.

Update vom 3. Januar 2019, 17.05 Uhr: Die niederländische Justiz hat zwei von vier in Rotterdam festgenommene Terrorismus-Verdächtige freigelassen. Das hatte der Haftrichter am Donnerstag angeordnet. Die Männer waren vor dem Jahreswechsel festgenommen worden unter dem Verdacht, einen Terror-Anschlag vorzubereiten. Ein fünfter Mann, der in Mainz festgenommen worden war, soll in die Niederlande ausgeliefert werden. Einzelheiten über den Verdacht teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit.

In einem weiteren Fall war ebenfalls in Rotterdam vor wenigen Tagen ein 24-Jähriger festgenommen worden. Er wird verdächtigt, einer terroristischen Organisation anzugehören. Außerdem soll er im Internet Informationen zur Planung eines Anschlags gesammelt haben.

Update vom 31. Dezember 2018, 16.15 Uhr: Die Rotterdamer Polizei hat erneut einen Mann unter Terrorverdacht festgenommen. Der 24-Jährige befinde sich in Untersuchungshaft und solle in den nächsten Tagen verhört werden, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Die Festnahme stehe in keinem Zusammenhang mit dem Anti-Terror-Einsatz vom Samstag, bei dem in Rotterdam vier und in Mainz ein Mann festgenommen worden waren. Die Staatsanwaltschaft nannte keine Einzelheiten zu dem neuen Verdachtsfall. Die Polizei habe die Wohnung des Mannes in Rotterdam durchsucht. Dabei seien keine Waffen und Sprengstoffe gefunden worden.

Update 30. Dezember 2018, 16.10 Uhr: Der wegen dringenden Terrorverdachts in Mainz festgenommene Syrer soll zügig an die Niederlande ausgeliefert werden. Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz werde dazu schnellstmöglich den Erlass eines Auslieferungshaftbefehls beantragen, teilten die Ermittler am Sonntag mit.

Über Einzelheiten der Vorwürfe machten die Behörden in Deutschland und den Niederlanden keine Angaben: Die Ermittlungen liefen noch auf Hochtouren.

Die Haftrichterin beim Amtsgericht in Mainz hatte am Sonntag eine sogenannte Festhalteanordnung erlassen. Damit bleibe der in Mainz festgenommene 26-Jährige so lange in Deutschland in Haft, bis das Oberlandesgericht Koblenz über den Auslieferungshaftbefehl entschieden habe. Nicht vor Ende der kommenden Woche werde mit einer Entscheidung darüber gerechnet. Die niederländische Polizei hatte um die Auslieferung des Syrers gebeten.

Mainz: Terror-Verdächtiger Syrer festgenommen und Haftrichterin vorgeführt

Mainz/Rotterdam - Der in Mainz wegen mutmaßlicher Anschlagspläne in den Niederlanden festgenommene Syrer ist am Sonntag einer Haftrichterin vorgeführt worden. Die Richterin am Amtsgericht in Mainz erließ eine Festhalteanordnung, wie das Landeskriminalamt (LKA) mitteilte. Der 26-Jährige muss also so lange in Deutschland in Haft bleiben, bis das Oberlandesgericht Koblenz über den Antrag der Generalstaatsanwaltschaft auf einen Auslieferungshaftbefehl entscheidet. Dies werde "nicht vor Ende der kommenden Woche" der Fall sein, erklärte die Justiz.

Es bestehe "dringender Verdacht"

Der Mann war am Samstag aufgrund eines Auslieferungsersuchens der niederländischen Justiz gefasst worden. Es bestehe der "dringende Verdacht", dass er an Vorbereitungen eines Terroranschlags in den Niederlanden beteiligt war, teilte das LKA weiter mit. Die Ermittlungen dazu führen die niederländischen Behörden.

Der in Mainz festgenommene Syrer hielt sich zuletzt in der Wohnung eines Cousins auf, wie es weiter hieß. Da es bislang keine Hinweise darauf gebe, dass auch er oder andere Menschen in Deutschland von den Plänen wussten oder daran beteiligt waren, wurde in der Bundesrepublik bislang kein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Behörden leisteten lediglich "Rechtshilfe" für die Niederlande.

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Innenminister Lewentz bedankt sich bei Einsatzkräften

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) dankte den beteiligten Einsatzkräften. „Die gelungene Festnahmeaktion hat gezeigt, dass die Kooperation mit der niederländischen Polizei länderübergreifend funktioniert hat und die rheinland-pfälzische Polizei für solche Einsätze gut vorbereitet ist.“

Auch in den Niederlanden wurden Terrorverdächtige festgenommen 

Die niederländischen Behörden haben vier Männer wegen Terrorverdachts festnehmen lassen. Nach Angaben der niederländischen Polizei fanden die Festnahmen am Samstagvormittag, in der Hafenstadt Rotterdam, statt.

Nach Angaben der niederländischen Polizei handelt es sich bei den Festgenommenen um Männer im Alter zwischen 20 und 30 Jahren aus „nichtwestlichen Ländern“. Die Wohnungen der Verdächtigen seien durchsucht worden. Die Untersuchung werde in den kommenden Tagen fortgesetzt. Bis zu deren Abschluss wolle man keine Einzelheiten bekanntgeben, sagte ein Polizeisprecher.

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Schon im Sommer gab es Festnahmen in Rotterdam

Im Juni waren in Rotterdam zwei Männer wegen eines angeblich geplanten Anschlags auf Sicherheitskräfte in den Niederlanden festgenommen worden. Im September gab es sieben Festnahmen von Männern, die nach Angaben der Behörden einen größeren Anschlag planten. Von diesen kamen drei aus Rotterdam und einem Rotterdamer Vorort.

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AFP/dpa

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