Kuss statt Foto

Rechter italienischer Politiker tappt in Lesben-Fotofalle

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Salvini bemerkt erst nicht, was hinter ihm geschieht. 

Zwei junge Aktivistinnen haben den rechten italienischen Politiker Matteo Salvini in eine Falle gelockt. Sie wollten ein Zeichen für Liebe und Toleranz setzen.

Caltanissetta - Die Europawahl steht kurz bevor. Überall in der EU machen die Politiker Wahlkampf. So auch der Chef der rechtsextremen italienischen Partei Lega Nord, Matteo Salvini. Bei einer Veranstaltung in Caltanissetta auf der Insel Sizilien hielt er eine Rede. 

Sozialaktivistinnen locken Salvini in eine Falle

Die beiden 19-jährigen Sozialaktivistinnen Gaia Parisi und Matilde Rizzo bekamen mit, dass Salvini in ihrer Heimatstadt auftritt und nutzten die Chance, um sich mit ihm fotografieren zu lassen. Allerdings wollten sie kein Selfie mit dem rechten Politiker: Anstatt zu posieren, küssten sich die jungen Frauen. 

Erst kürzlich befürwortete Salvini den „Weltkongress für Familien“ in Verona, dessen Mission die „Verteidigung der natürlichen Familie“ ist. Die Aktivistinnen wollten somit ein Zeichen gegen die Intoleranz gegenüber Homosexuellen setzten und verbreiteten das Foto auf sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook.

„Wir wollten eine Botschaft der Liebe und Toleranz gegen die Sprache und die Haltung des Hasses, den Politiker wie Matteo Salvini weiter verbreiten, setzen“, sagte Gaia Parisi gegenüber CNN. Aber es sei auch als Ermutigung gemeint, nicht aufzugeben und weiterhin gegen Diskriminierung zu protestieren.

Salvini wünscht dem „Paar“ Söhne

Die beiden Frauen wurden kurz nach dem Kussfoto von Sicherheitskräften getrennt. Die Aktivistinnen sagten, dass Salvini ihnen alles Gute gewünscht habe. Er hoffe, dass das „Paar“ Söhne bekomme. Er soll auch Rizzos Kopf getätschelt haben. Salvini ging mit der Aktion entspannt um und postete das Bild selbst auf seinem Account mit den Worten: „Grüße und Frieden“.

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Auguri, pace e bene sorelle #GaiaeMatilde

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Auch interessant: Die italienische Regierung hat ihre Häfen, für aus Seenot gerettete Flüchtlinge, geschlossen. NGOs versuchen weiter Migranten aus dem Mittelmeer zu retten. Der italienische Innenminister Matteo Salvini sagte jetzt: „Für die Menschenhändler ist der Spaß vorbei“.

md

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