Bürger Thailands unterstützen Überprüfung

Heiko Maas droht „Thai-Kini“ wegen Corona-Verhalten in Bayern mit Konsequenzen: „Dieses Treiben ...“

Thailändischer Kronprinz Maha Vajiralongkorn
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Maha Vajiralongkorn, König von Thailand (Archivbild).

Heiko Maas droht Thailands König Rama X. Der Außenminister spricht von möglichen Folgen für das royale „Treiben“ in Bayern.

  • Thailands König Maha Vajiralongkorn weilt regelmäßig in Bayern.
  • Heiko Maas (SPD) äußert nun einen Verdacht und droht dem König mit Konsequenzen.
  • Er verstieß wohl gegen Auflagen während der Corona-Pandemie, vor allem aber die Leitung seiner Amtsgeschäfte ist dem Ministerium auf deutschem Boden ein Dorn im Auge.

München - Am Starnberger See ist der König von Thailand kein Unbekannter. Maha Vajiralongkorn, oder auch König Rama X., besitzt seit langem eine Villa in Tutzing und verbringt viel Zeit in Bayern. Der „Thai-Kini“ findet sich nun im Fokus der deutschen Behörden.

Heiko Maas (SPD) droht „Thai-König“: „Dann wird das sofortige Konsequenzen haben“

„Natürlich habe ich auch das Treiben des thailändischen Königs in Deutschland im Blick“, versichert Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) im Rahmen einer Pressekonferenz. Das Verhalten von Vajiralongkorn werde „dauerhaft“ überprüft. „Und wenn es dort Dinge gibt, die wir als rechtswidrig empfinden, dann wird das sofortige Konsequenzen haben“, droht Maas weiter.

Konkret beschäftigt sich das Ministerium aktuell auch aufgrund der Corona*-Pandemie mit den Aktivitäten des thailändischen Königs. Während des Lockdowns im Frühjahr soll er sich in Bayern aufgehalten haben. Dabei hielt es ihn aber wohl nicht in seiner Tutzinger Villa, ein Luxus-Hotel in Garmisch-Partenkirchen soll der Monarch zu dieser Zeit ebenfalls besucht haben - trotz des damals geltenden Beherbergungsverbots. Vor wenigen Tagen entstanden darüber hinaus Gerüchte, Rama X. sei an Covid-19 erkrankt.

Thailands König: Heiko Maas äußert Verdacht - regelt Rama X. seine Amtsgeschäfte von deutschem Boden?

Der Vorwurf, gegen Corona-Verordnungen verstoßen zu haben, ist allerdings nicht das Hauptaugenmerk von Heiko Maas. Das Außenministerium vermutet, dass der König während der Bayern-Besuche seinen Amtsgeschäften nachgeht.

„Wir haben deutlich gemacht, dass Politik, die das Land Thailand betrifft, nicht von deutschem Boden auszugehen hat“, erklärte Maas im Oktober, „wenn es Gäste in unserem Land gibt, die von unserem Land aus ihre Staatsgeschäfte betreiben, dem würden wir immer deutlich entgegenwirken wollen.“

Thailand: Proteste gegen den König - „Flucht“ nach Bayern?

Im eigenen Land ist Rama X. indes kein beliebter Machthaber. Ihm wird vorgeworfen, sein Volk im Stich zu lassen und dessen Geld in Bayern zu verschwenden. So wüten in Thailand seit Monaten Proteste gegen die herrschende Monarchie, wobei es bereits zu Festnahmen kam. UN-Menschenrechtsbeauftragte, Mary Lawlor, ist alarmiert.

Viele Bürger Thailands fordern eine Abschaffung des Königshauses und sollen laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Montag einen offenen Brief an die deutsche Botschaft in Bangkok getragen haben, in dem sie fordern, die Bundesregierung solle überprüfen, ob Vajiralongkorn seine Regierungsangelegenheiten vom Ausland aus verwalte. Das scheint Heiko Maas ohnehin zu tun.

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