1. kurierverlag-de
  2. Politik

Russische Position in Cherson wohl geschwächt - Ex-Präsident warnt Westen vor „neuem Tschernobyl“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Bettina Menzel, Patrick Freiwah, Stephanie Munk, Fabian Müller

Kommentare

Im Ukraine-Krieg versucht Russland im Donbass weiter vorzurücken. Die Situation um das umkämpfte AKW Saporischschja ist weiterhin angespannt. News-Ticker zum Militärgeschehen.

++++ Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung finden Sie hier. +++++

Update vom 13. August, 20.30 Uhr: Die Ukraine und Russland haben sich erneut gegenseitig für Angriffe auf das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja verantwortlich gemacht. „Beschränken Sie ihre Präsenz in den Straßen von Enerhodar! Wir haben Informationen über neue Provokationen von Seiten der (russischen) Besatzer“, erklärte die ukrainische Atombehörde Energoatom im Messengerdienst Telegram.

Die Behörde verwies auf eine Mitteilung eines Behördenvertreters der weiterhin von Kiew kontrollierten Stadt Enerhodar. In der Stadt liegt das von russischen Truppen besetzte größte Atomkraftwerk Europas, das in den vergangenen Tagen wiederholt attackiert worden war. „Nach Angaben von Bewohnern gibt es erneut Bombenangriffe in Richtung der Atomzentrale Saporischschja. Die Intervalle zwischen dem Abschuss und dem Einschlag liegen zwischen drei und fünf Sekunden“, hieß es weiter.

Die von Moskau eingesetzte Verwaltung in den russisch kontrollierten Gebieten warf den ukrainischen Truppen vor, für die Angriffe verantwortlich zu sein. „Enerhodar und das Akw Saporischschja sind erneut unter Beschuss der Anhänger“ des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, erklärte Wladimir Rogow, Mitglied der prorussischen Zivil- und Militärverwaltung. Projektile seien auf „Gebiete am Ufer des Dnipro und auf das Akw-Gelände“ gefallen.

Ukraine-Krieg: Raketenangriffe im Osten der Ukraine durch Russlands Truppen

Update vom 13. August, 16.10 Uhr: Das ukrainische Militär hat über neue schwere russische Raketenangriffe im Osten des Landes berichtet. So seien die Stadt und die Region Charkiw massiv beschossen worden, teilten die ukrainischen Behörden mit. Drei Menschen, darunter ein 13 Jahre alter Junge, seien im Gebiet Charkiw verletzt und ins Krankenhaus gebracht worden, hieß es.

In der Region Saporischschja warnten die Behörden die Menschen davor, auf die Straße zu gehen, weil russische Truppen in Richtung des Atomkraftwerks schießen würden. Die Angaben waren von unabhängiger Seite nicht überprüfbar. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte in seinem Lagebericht den Raketen- und Artilleriebeschuss unter anderem in den Gebieten Charkiw und Cherson. Der Schwerpunkt lag demnach weiter im Gebiet Donezk, das im Zuge des russischen Angriffskriegs als nächstes Ziel Moskaus komplett der ukrainischen Kontrolle entrissen werden soll. Eingenommen worden sei nun der Donezker Vorort Pisky im Nordwesten der Großstadt, hieß es. Eine Bestätigung von ukrainischer Seite gab es zunächst nicht.

Ukraine-Krieg: Briten sehen deutlich geschwächte russische Position in Cherson

Update vom 13. August, 12.07 Uhr: Die russische Position in Cherson ist nach Einschätzung britischer Geheimdienste durch Gegenangriffe auf strategisch wichtige Flussquerungen deutlich geschwächt. Über zwei Hauptstraßenbrücken über den Dnipro könne mutmaßlich keine erhebliche militärische Ausrüstung mehr in die russisch besetzten Gebiete westlich des Flusses transportiert werden, erklärte das Verteidigungsministerium.

An der wichtigen Antoniwka-Brücke seien den Russen in den vergangenen Tagen nur oberflächliche Reparaturen gelungen. Die andere wichtige Brücke sei durch ukrainische Angriffe mit Präzisionswaffen in den vergangenen Tagen für schwere Militärfahrzeuge unbefahrbar geworden. Auch die wichtigste Eisenbahnbrücke in der Nähe von Cherson soll weiter beschädigt worden sein. Um militärischen Nachschub zu organisieren, habe Moskau zuletzt vor allem auf eine Fährverbindung nahe der Brücke gesetzt.

Ukraine-Krieg: Russland setzt Angriffe fort - mehrere Städte von Putins Truppen beschossen

Update vom 13. August, 8.52 Uhr: Mehrere Städte in der Ukraine wurden abends von russischen Raketen getroffen, allein in der Großstadt Saporischschja schlugen offenbar fünf Raketen ein (siehe unten). International gilt die Sorge weiter der Lage in dem von russischen Truppen besetzten Atomkraftwerk von Saporischschja in der Stadt Enerhodar.

Auch die Stadt Kramatorsk im Donbass wurde angeblich beschossen. Dabei seien am Freitagabend mindestens zwei Zivilisten getötet und 13 verletzt worden. Die umkämpfte Donbass-Region ist weiterhin das Hauptschlachtfeld. Dabei räumte der ukrainische Generalstab russische Geländegewinne bei Horliwka ein. Die Armee der Ukraine wiederum hat angeblich die letzte funktionierende Brücke nahe eines Wasserkraftwerks in Kachowka zerstört, einer Stadt der südlichen Region Cherson. Russische Streitkräfte nutzten sie wohl zum Transport militärischer Ausrüstung, was dem Militär des Kreml-Landes einen Rückschlag bescheren dürfte.

Ukraine-Krieg: Lage um AKW Saporischschja unruhig - Russland warnt vor „neuem Tschernobyl“

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell forderte einen Abzug russischer Truppen aus dem besetzten AKW Saporischschja in der Südukraine. Er unterstütze Forderungen nach einer Demilitarisierung der Anlage und dringe auf einen Besuch von Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA). „Russland muss sofort die Kontrolle an die Ukraine als dem rechtmäßigen Besitzer zurückgeben“, schrieb Borrell auf Twitter.

Die internationale Gemeinschaft ist besorgt, weil das seit März besetzte größte AKW Europas in den vergangenen Tagen mehrfach beschossen wurde. Die Ukraine und Russland sehen die Verantwortung jeweils bei der anderen Seite. Auch UN-Generalsekretär António Guterres und die USA haben eine Demilitarisierung des Kraftwerks und seiner Umgebung gefordert. Moskau lehnt dies strikt ab, will allerdings einen Besuch von unabhängigen IAEA-Experten zulassen. Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew wirft der Ukraine und ihren westlichen Partnern vor, in dem AKW ein „neues Tschernobyl“ zu riskieren - in Erinnerung an den Atomunfall von 1986.

Ein russischer Soldat patrouilliert vor dem Atomkraftwerk in Saporischschja in der Ukraine.
Ein russischer Soldat patrouilliert vor dem Atomkraftwerk in Saporischschja in der Ukraine. © Andrey Borodulin/AFP

Ukraine und die Krim - USA nehmen Stellung zu Angriffen auf russische Militärbasis

Update vom 12. August, 22.06 Uhr: Die Explosionen in einer Militärbasis auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums nicht durch aus den USA gelieferte Waffen ausgelöst worden. Diese hätten der Ukraine angeblich „nichts geliefert, das es ihr ermöglichen würde, die Krim anzugreifen“, sagte ein hoher Beamter des Pentagons. Sein Ministerium habe keine Informationen darüber, ob hinter den Explosionen Raketenangriffe oder ein Sabotageakt steckte. Die Front liegt rund 300 Kilometer von Sewastopol, der größten Stadt auf der Krim, entfernt. Offiziell besitzt die Ukraine keine Waffen mit dieser Reichweite, der Wahrheitsgehalt lässt sich jedoch nicht überprüfen. Am Freitag warnte das ukrainische Verteidigungsministerium russische Bürger davor, auf die Krim zu reisen.

Update vom 12. August, 21.20 Uhr: Die Angriffe auf die ostukrainische Stadt Kramatorsk im Oblast Donezk gehen weiter. Bereits in der Nacht zum Freitag ist die Stadt offenbar von russischen Raketen getroffen worden. Elfmal schoss Russland demnach mit Raketen, wie der Bürgermeister von Kramatorsk, Oleksandr Hontscharenko, laut Angaben der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform bekannt gab. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Am Freitag teilte der Stadtrat von Kramatorsk auf Telegram mit, dass ein zweiter Angriff erfolgt sei. Dabei seien mindestens zwei Zivilisten getötet und 13 verwundet worden. Mindestens 20 Gebäude wurden offenbar durch Beschuss beschädigt, Ordnungskräfte und Rettungsdienste seien vor Ort im Einsatz.

Ukraine-Krieg: Wolodymyr Selenskyj schlägt Verlängerung des Kriegsrechts vor

Am Freitag schlug der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Verlängerung des Kriegsrechts und der Generalmobilmachung vor, wie die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf die Seite des ukrainischen Parlaments berichtete. Aktuell gilt in der Ukraine noch bis zum 23. August das Kriegsrecht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag (12. August) bei einem Treffen in Kiew.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag (12. August) bei einem Treffen in Kiew. © IMAGO/Sarsenov Daniiar/Ukraine Preside/Zuma Wire

Angriff auf südukrainische Großstadt Saporischschja: Russische Raketen zerstören Gebäude

Update vom 12. August, 20.49 Uhr: Die südukrainische Großstadt Saporischschja ist nach örtlichen Angaben am Freitagabend von fünf russischen Raketen getroffen worden. Die Angriffe hätten Gebäude der Infrastruktur zerstört, teilte Gebietsgouverneur Olexander Staruch auf Telegram mit. Ein Brand sei ausgebrochen. Mindestens eine Frau sei verletzt worden, es würden weitere Informationen über Opfer erwartet. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.

Update vom 12. August, 17.33 Uhr: Nach russischem Beschuss sollen im Gebiet Charkiw ein Mensch getötet und drei verletzt worden sein. Das meldete die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine am Freitag einem Bericht der Zeitung Kyiv Independent zufolge. Indes hatte es in der besetzten Stadt Nowa Kachowka im Gebiet Cherson Explosionen gegeben. Nach Angaben der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti sind die Explosionen in der Nähe des Wasserkraftwerks auf ukrainische Angriffe mit HIMARS-Raketen zurückzuführen. Die Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Ukraine wirft Russland Provokationen vor: Mission der Atomenergiebehörde im Akw Saporischschja verhindert?

Die Ukraine und Russland beschuldigen sich gegenseitig für Angriffe auf Europas größtes Atomkraftwerk Saporischschja. Kiew warf Moskau nun erneut den Beschuss des Kernkraftwerks vor. Russland soll demnach auch eine Mission der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) verhindert haben.

„Russland hat auf gefährliche Provokationen zurückgegriffen und selbst den Beschuss des Kernkraftwerks inszeniert“, sagte der ukrainische Botschafter Serhij Kyslyzja bei einer UN-Sicherheitsratssitzung in der Nacht zum Freitag. Die destruktive russische Position, ungerechtfertigte Bedingungen und der Beschuss hätten einen Besuch von IAEA-Expertinnen und Experten bislang verhindert. Gleichzeitig warnte Kyslyzja vor den möglichen Folgen eines atomaren Zwischenfalls. „Niemand von uns kann den Wind aufhalten, wenn er Radioaktivität verbreitet, doch wir können den Terrorstaat (Russland) gemeinsam aufhalten“.

Russische Schwarzmeerflotte durch Explosionen auf der Krim erheblich geschwächt

Update vom 12. August, 10.55 Uhr: Die russische Schwarzmeerflotte wurde offenbar durch die Explosionen auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim zu Beginn der Woche erheblich geschwächt. Das vermeldet das britische Verteidigungsministerium in ihrem täglichen Update. Auch wenn die Ursachen für die Explosionen weiterhin nicht geklärt sind, hat der britische Geheimdienst nun offenbar Auskünfte über die Verluste.

Mindestens fünf Su-24 Bomber und drei Su-30 Mehrzweckkampfflugzeuge seien bei der Explosion zerstört oder zumindest schwer beschädigt worden sein. Auch der zentrale Abstellplatz auf dem Flugplatz hat schwere Schäden erlitten. Das sei zwar nur ein kleiner Teil der Russland für die Invasion in die Ukraine zur Verfügung stehenden Luftstreitkräfte, aber der Flugplatz sei vor allem zur Unterstützung der russischen Schwarzmeerflotte genutzt worden. Die Marineflieger der Flotte seien durch den Angriff nun deutlich geschwächt. Dennoch geht der britische Geheimdienst davon aus, dass der Flugplatz weiterhin genutzt werden könne.

Reaktorbetreiber warnt vorn Angriffen auf AKW Saporischschja – Frauen und Kinder sollen Region verlassen

Update vom 12. August, 9.14 Uhr: Der Präsident des Reaktorbetreibers in Saporischschja hat vor einer nuklearen Katastrophe in Saporischschja angesichts des Ukraine-Kriegs gewarnt. Frauen und Kinder fordert er auf, als Sicherheitsmaßnahme sofort die Region zu verlassen. Darüber berichtet der Nachrichtensender Welt. Bei einem Unglück am Atomkraftwerk infolge der schweren Kämpfe in unmittelbarer Nähe der 16 Reaktoren wären eine Million Menschen betroffen, verdeutlichte er.

Seit Tagen wird aus der Gegend um das von Russland besetzte Akw im Süden der Ukraine heftiger Beschuss gemeldet, auch am Donnerstag, 11. August, gab es Raketenangriffe. Russland und die Ukraine machen sich gegenseitig verantwortlich. Die Angriffe wecken Befürchtungen vor einer Katastrophe am größten Atomkraftwerk Europas.

Russland hat bei der UN-Dringlichkeitskonferenz zur Lage am AKW zwar zugesagt, Kontrollen zuzulassen, will aber die Besetzung des Atomkraftwerks nicht beenden.

Russland verdoppelt offenbar Luftangriffe - Schwerer Beschuss im Donbass

Update vom 12. August, 7.22 Uhr: Russland hat offenbar die Zahl seiner Luftangriffe auf die Ukraine im Vergleich zur Vorwoche verdoppelt. Das sagte der ukrainische Brigadegeneral Oleksij Hromow laut Spiegel auf einer Pressekonferenz. „Die Flugzeuge und Hubschrauber des Gegners vermeiden es, in die Reichweite unserer Luftabwehr zu fliegen, und deshalb ist die Genauigkeit dieser Angriffe gering“, wird Hromow zitiert.

Ein Bewohner geht über die Trümmer eines eingestürzten Wohnhauses nach einem russischen Luftangriff auf ein Wohngebiet in Charkiw.
Ein Bewohner geht über die Trümmer eines eingestürzten Wohnhauses nach einem russischen Luftangriff auf ein Wohngebiet in Charkiw. © Daniel Ceng Shou-Yi/ZUMA Press Wire/dpa

Update vom 12. August, 6.50 Uhr: Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs versuchten die russischen Truppen im Donbass weiter, im Schutz schweren Artilleriefeuers vorzurücken. Auch Kampfflugzeuge seien eingesetzt worden. Die Angriffe richteten sich vor allem gegen die Städte Bachmut und Awdijiwka.

Ukrainische Truppen hätten die Attacken aber abgewehrt, hieß es in dem Lagebericht. Die Militärangaben waren nicht unmittelbar überprüfbar. Zwei Mal wurde am Donnerstagabend über der ganzen Ukraine Luftalarm ausgelöst, ohne dass zunächst von Einschlägen russischer Bomben berichtet wurde.

Präsident Selenskyj forderte in seiner Ansprache alle Behördenvertreter zu Verschwiegenheit auf. Sie sollten sich mit Kommentaren zur militärischen Lage zurückhalten, um Operationen nicht zu gefährden. Er dankte für die Militärhilfen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro, die bei einer Konferenz von Unterstützerländern in Kopenhagen zugesagt wurden. Das Geld soll in Waffen und in die Ausbildung ukrainischer Soldaten fließen.

Ukraine-News: Atomkraftwerk Saporischschja erneut unter Beschuss

Update vom 11. August, 19.01 Uhr: Das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja ist nach Angaben der russischen Besatzer erneut unter Beschuss geraten. Das Kraftwerk sei mit schwerer Artillerie und Raketenwerfern angegriffen worden, teilte der Vertreter der Besatzungsbehörden, Wladimir Rogow, am Donnerstag im Nachrichtenkanal Telegram mit. Geschossen werde aus Ortschaften, die unter ukrainischer Kontrolle stünden. Überprüfbar waren die Angaben nicht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte angesichts des Beschusses vor einer möglichen Atomkatastrophe gewarnt.

Der ukrainische Kraftwerksbetreiber Enerhoatom informierte bei Telegram über insgesamt zehn Einschläge in der Nähe des größten europäischen Atomkraftwerks im Süden der Ukraine. „Die Situation im Kraftwerk ist gerade unter Kontrolle“, teilte der Konzern mit. Nach diesen Angaben gab es keinen Brand und auch keine erhöhten Radioaktivitätswerte.

Die Ukraine wirft den russischen Truppen vor, das AKW als Festung für Angriffe zu nutzen. Die prorussischen Separatisten wiederum beschuldigen die ukrainischen Streitkräfte, mit Beschuss den Westen zum Eingreifen in den Konflikt bewegen zu wollen. Russlands Staatsfernsehen zeigte Bilder, die Raketeneinschläge am Kraftwerk zeigen sollen.

Ukraine-Krieg: Ein ukrainischer Soldat flüchtet vor den Flammen in einem Weizenfeld in der Region Saporischschja
Ein ukrainischer Soldat flüchtet vor den Flammen in einem Weizenfeld in der Region Saporischschja. (Archivfoto) © Ukrinform /dpa

Nach Krim-Explosionen: Satellitenbilder sollen Kampfflieger-Verluste für Moskau zeigen

Update vom 11. August, 10.55 Uhr: Russland kann nach Ansicht britischer Geheimdienstexperten seine Auslandsaufträge in der Rüstungsindustrie nicht mehr in vollem Umfang erfüllen. „Russland ist höchstwahrscheinlich nicht in der Lage, einige seiner Exportaufträge für gepanzerte Fahrzeuge auszuführen“, hieß es in dem täglichen Geheimdienst-Update zum Ukraine-Krieg des Verteidigungsministeriums in London. Hintergrund seien die außergewöhnliche Nachfrage für gepanzerte Kampffahrzeuge für Russlands eigene Streitkräfte in der Ukraine und der zunehmende Effekt westlicher Sanktionen, so die Mitteilung weiter.

So habe Belarus kürzlich Details über einen im eigenen Land weiterentwickelten Kampfpanzer vorgestellt. Zuvor sei diese Aufgabe dem staatlichen russischen Rüstungskonzern UralVagonZavod zugefallen. Auch das Ansehen der russischen Rüstungsindustrie im Ausland hat nach Ansicht der Briten gelitten: „Die Glaubwürdigkeit vieler ihrer Waffensysteme wurde durch die Verbindung mit der schwachen Leistung russischer Streitkräfte im Ukraine-Krieg untergraben“, hieß es in der Mitteilung.

Selenskyj ruft zum Widerstand auf - ukrainischer Staatschef fordert Informationen zu Putins Soldaten

Update vom 11. August, 9.31 Uhr: Selenskyj hat die Bewohner der von Russland besetzten Gebiete zum Widerstand aufgerufen. Sie sollten den ukrainischen Streitkräften über sichere Kanäle Informationen zum Feind oder über Kollaborateure übermitteln, sagte der ukrainische Präsident in seiner abendlichen Videoansprache.

Ukraine-News: Giftiges Ammoniak ausgeströmt - Toter und Verletzte

Update vom 11. August, 8.01 Uhr: Aus einer brennenden Brauerei ist Donezk ist giftiges Ammoniak ausgetreten. Das teilten die pro-russischen Behörden der Separatistenhochburg mit. Bei dem Feuer seien ein Mensch und zwei weitere verletzt worden. Auslöser für den Brand sei ukrainischer Beschuss gewesen. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Der Austritt von Ammoniak sei gestoppt worden. Das Gas verteilte sich demnach in der Nacht im Umkreis von zwei Kilometern. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, in Gebäuden zu bleiben und Fenster geschlossen zu halten. Ammoniak - bekannt für seinen stechenden Geruch - dient beim Bierbrauen als Kühlmittel.

Nach Krim-Explosionen: Satellitenbilder sollen Kampfflieger-Verluste für Moskau zeigen

Erstmeldung vom 11. August: Kiew - Kämpfe und nächtliche Bombardements: Im Donbass haben russische Truppen ihre Vorstöße fortgesetzt, begleitet von massivem Artilleriefeuer. Insgesamt zählte die ukrainische Seite 20 getötete Zivilisten. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig prüfen.

Beschuss durch ukrainische Truppen: In Donezk tritt giftiges Ammoniak aus

In Donezk beklagten die von Russland kontrollierten Separatisten, dass durch ukrainischen Beschuss mehrere Zivilisten getötet worden seien. Durch Treffer auf eine Brauerei sei giftiges Ammoniak ausgetreten. Die Informationen können jedoch aktuell nicht unabhängig überprüft werden.

Explosionen auf der Krim: Satellitenbilder zeigen Zerstörung

Bei seiner regelmäßigen Videobotschaft an die Bevölkerung erinnerte Wolodymyr Selenskyj an die Explosionen auf der Krim. Dort seien neun russische Kampfflugzeuge zerstört worden, sagte der ukrainische Präsident. Erste westliche Satellitenbilder des Stützpunktes Saki belegen nach Einschätzung von Experten, dass Russland viele der dort stationierten Jets verloren hat.

Bei dem immer noch rätselhaften Vorfall haben nach inoffiziellen Angaben Kiew-treue Partisanen eine Rolle gespielt. Auch aus anderen besetzten Gebieten gibt es Berichte über Anschläge auf russische Einrichtungen und auf Ukrainer, die mit der Besatzung kooperieren.

Ukraine-Krieg; Ein US-Satellitenbild vom August 2022 des Luftwaffenstützpunk Saki auf der Krim nach einer Explosion
Ein US-Satellitenbild des Luftwaffenstützpunkts Saki auf der Krim nach einer Explosion. © Planet Labs Pbc/AP/dpa

Selenskyj zur Besatzung: Russen werden bald Flucht ergreifen

Selenskyj äußerte die Erwartung, dass die Besatzer von Kremlchef Wladimir Putin bald die Flucht ergreifen. „Sie haben bereits das Gefühl, dass die Zeit gekommen ist, aus Cherson und im Allgemeinen aus dem Süden unseres Landes zu fliehen. Es wird eine Zeit geben, in der sie aus dem Gebiet Charkiw, aus dem Donbass und von der Krim fliehen werden.“ (AFP/dpa/frs)

Auch interessant

Kommentare