Gefahrenlos durch die Grillsaison

Diese Sicherheitsrisiken beim Grillen gehen viele unwissend ein - Sie auch? 

Sicherheitsrisiken beim Grillen, die kaum jemand kennt.
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Sicherheitsrisiken beim Grillen, die kaum jemand kennt.

Es ist wieder Grillsaison in Deutschland. Neben dem perfekten Steak ist auch die Sicherheit ein wichtiges Thema. Diese zehn Fehler sollten sie unbedingt vermeiden. 

Sie wollen am Wochenende wieder ein leckeres Würstchen oder Steak auf den Grill legen? Dann sollten Sie auf keinen Fall diese zehn Fehler begehen, um sich selbst und ihre Liebsten nicht unnötig in Gefahr zu bringen. 

Fehler Nummer 1: Dem Grill nicht genug Platz geben

Einer der häufigsten Fehler, die Hobbygriller begehen, ist, dem Grill nicht genug Platz zu geben. Viele Griller wollen gerne im Schatten ihrem Hobby nachgehen. Doch gerade beim Themen Platzwahl sollten Sie keine Kompromisse eingehen. Umherfliegende Funken könnten leicht ein Feuer entzünden. 

Um das zu vermeiden, sollte Ihr Grill mindestens drei Meter von Haus, Garage, Veranda, Schuppen oder anderen Aufbauten entfernt sein. 

Fehler Nummer 2: Den Grill unbeaufsichtigt lassen

Eigentlich selbstverständlich, jedoch passieren durch Unachtsamkeit viele Unfälle. Da wir uns beim Grillen meist draußen befinden, geht es schnell, dass wir mal eben zurück ins Haus oder die Wohnung müssen.

In diesen Momenten ist der heiße Grill meist unbeaufsichtigt und eine große Gefahrenquelle für Kinder und Haustiere. Bevor sie also den Grill verlassen, stellen Sie sicher, dass sich vor allem Kinder oder Haustiere nicht in unmittelbarer Nähe befinden oder diese einen ausreichenden Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter einhalten. 

Video: Die 5 häufigsten Fehler beim Grillen

Fehler Nummer 3: Den Grill nicht sauber halten

Nach dem Grillen ist vor dem Saubermachen. Wer kennt nicht das Gefühl, nach dem gemütlichen Essen und Trinken den Grillrost oder den gesamten Grill nicht saubermachen zu wollen. 

Das hat jedoch gleich zwei Nachteile. Zum einen kann sich ein dreckiger Grillrost unschön auf den Geschmack von Würstchen und Fleisch auswirken und zum anderen auch gefährlich werden. 

Alte Essensreste können beim erneuten Erhitzen Flammen schlagen und zusätzlich giftigen Rauch bilden. Tipp: Säubern Sie Ihren Grill nach jeder Benutzung! Damit dies möglichst einfach von der Hand geht, haben wir hier die besten Tipps, um Ihren Grillrost zu reinigen, für Sie zusammengetragen. 

Fehler Nummer 4: In der Wohnung grillen

Kaum zu glauben, jedoch kommt es häufig vor, das viele den heimischen Grill auch in der Wohnung nutzen. Gerade wenn es sich um ein kleines Modell handelt, ist die Versuchung groß, diesen auch in der Wohnung zu verwenden. Doch das sollten Sie besser unterlassen.

Neben der allgemeinen Brandgefahr setzen alle Grills, egal ob Gas oder Kohle, das farb-, geruchs- und geschmacklose, aber vor allem toxische Gas Kohlenstoffmonoxid frei. Somit gilt: Grillen Sie immer(!) im Freien. 

Fehler Nummer 5: Zu viel zur gleichen Zeit grillen

Es ist verführerisch, den Grill möglichst vollzupacken, um Zeit zu sparen und der gesamten Familie oder Gästen gleichzeitig etwas auf den Teller legen zu können. Das birgt jedoch die Gefahr zu viel Fett gleichzeitig auf den Grillrost zu legen, was wiederum häufig zum Aufflammen führen kann.

Sortieren Sie lieber vorab Ihr Grillgut und legen Sie es danach in mehreren Chargen auf den Rost. So vermeiden Sie kinderleicht und ohne großen Aufwand den Grillrost zu überladen.

Fleischthermometer gilt das perfekte Steak

Fehler Nummer 6: Kein Fleischthermometer benutzen

Grillfleisch zu essen ist eigentlich eine ungefährliche Angelegenheit. Das gilt jedoch nur, wenn das Fleisch ausreichend erhitzt worden ist und damit vorhandene Bakterien keine Gefahrenquelle mehr darstellen können. Gerade Hähnchenfleisch gilt aufgrund der hohen Keimbelastung als besonders gefährlich.

Um kein unnötiges Risiko einzugehen, sollten Sie sich nicht ausschließlich auf Ihre Erfahrung und Ihr Auge verlassen. Nutzen Sie einfach ein Fleischthermometer, um genau zu wissen, ob Ihr Fleisch auch wirklich gar ist. 

Fehler Nummer 7: Den Gasgrill mit geschlossenem Deckel starten

Mittlerweile verbreitet sich auch in Deutschland der Gasgrill immer weiter. Und obwohl die Bedienung meist kinderleicht ist, birgt das Grillen mit Gas ein paar Risiken.

Gerade in dem Moment, wenn sie Ihren Gasgrill anzünden, kann es extrem gefährlich werden. Sobald Sie die Gashähne aufdrehen, strömt das leicht entzündliche Gas in den Brennraum. Ist hierbei der Deckel allerdings geschlossen, soll es vorkommen, dass sich Gas sammelt, was wiederum beim Anzünden zu einem Feuerball führen kann.

Diese Gefahr besteht im Übrigen auch, falls die Flammen Ihres Gasgrills unerwartet ausgehen sollten. Auch in diesem Fall gilt: Deckel auflassen und einige Minuten warten, bis sich das Gas verflüchtigt hat. Danach kann Ihr Grill wieder gefahrlos angefeuert werden.

Ähnlich sieht es auch beim Holzkohlegrill aus. Falls dieser ebenso unerwartet erlöschen sollte, auf keinen Brandbeschleuniger wie Spiritus auf die heißen Kohlen kippen. Dies kann zu unkontrollierbarer Flammenbildung führen. 

Fehler Nummer 8: Den Grill nicht ausmachen

Beim Umgang mit Feuer gilt vor allem immer eine Grundregel: n iemals abgelenkt sein! Somit sollten Sie niemals vergessen, Ihren Grill auch wirklich auszuschalten. 

Wirklich einfach ist dies wieder beim Gasgrill. Brenner ausschalten, Gashahn zudrehen und schon sind sie auf der sicheren Seite. Bei Holzkohle dauert dieser Prozess ein wenig länger, weil die glühenden Kohlen komplett auskühlen müssen. Dies kann gerade bei Holzkohlebriketts lange dauern

Auch in dieser Zeit, sollten die glühenden Kohlen nie außer Acht gelassen werden, um Unfälle zu vermeiden. Dies ist auch besonders wichtig für die Entsorgung, damit keine ungewollten Brände entstehen

Fehler Nummer 9: Nicht auf einen Brand vorbereitet zu sein

Feuer ist unberechenbar und schnell. Deswegen ist es wichtig, vorbereitet zu sein, für den Fall, dass es zum Brand kommen sollte. Haben Sie stets eine große Menge Natron oder einen Feuerlöscher griffbereit. Wichtig: Benutzen sie niemals pures Wasser, da dies gerade in Verbindung mit Fett zu ungewollten Reaktionen führt. 

Fehler Nummer 10: Rohes und gares Fleisch nicht vermischen

Wenn viel Fleisch gebraten wird, sollten Sie rohes und schon gares Fleisch niemals mischen. Rohes Fleisch kann immer schädliche Bakterien enthalten. Achten Sie darauf besonders, wenn Sie beispielsweise Ihr rohes Fleisch vor dem Grillen auf Tellern lagern. Diese Teller sollten Sie im Nachgang nicht benutzen, um Ihr gares Fleisch vom Grill zu holen. 

Ähnlich sieht es auch mit Grillutensilien wie Gabeln aus. Diese sollten Sie, wenn diese mit rohem Fleisch oder Marinaden in Berührung gekommen sind, gründlich mit Seife abwaschen.Dies gilt auch gleichzeitig für Ihre Hände, falls Sie mit rohem Fleisch gearbeitet haben.

Lesen Sie hier auch unseren großen Grillratgeber von A-Z. Dort erfahren alles rund um Grillarten, Grillmethoden, das richtige Fleisch und die passenden Marinaden

mk

Warum Grillen auch im Winter Spaß macht

Deftige Spare Ribs sind ideal für winterliches Grillen. Foto: Michael Gunz/Heel Verlag
Deftige Spare Ribs sind ideal für winterliches Grillen. Foto: Michael Gunz/Heel Verlag © Michael Gunz
Die Weihnachtsgans muss nicht immer aus dem Ofen in der Küche kommen, sondern klappt auch auf dem Grill. Foto: TLC Fotostudio/Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft
Die Weihnachtsgans muss nicht immer aus dem Ofen in der Küche kommen, sondern klappt auch auf dem Grill. Foto: TLC Fotostudio/Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft © TLC Fotostudio
Hirschkarree mit gebackenen Zwiebeln ist eine Winter-Spezialität der Sauerländer BBCrew. Foto: TLC Fotostudio/Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft
Hirschkarree mit gebackenen Zwiebeln ist eine Winter-Spezialität der Sauerländer BBCrew. Foto: TLC Fotostudio/Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft © TLC Fotostudio
Sebastian Buchner ist Grillmeister bei der Sauerländer BBCrew und hat ein Buch zum Thema Wintergrillen geschrieben. Foto: Niklas Thiemann/Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft
Sebastian Buchner ist Grillmeister bei der Sauerländer BBCrew und hat ein Buch zum Thema Wintergrillen geschrieben. Foto: Niklas Thiemann/Naumann & Göbel Verlagsgesellschaft © Niklas Thiemann
Tim Ziegeweidt & Sebastian Buchner: Wintergrillen: Echte Griller machen keine Pause, Naumann & Göbel Verlag, 160 S., 9,99 Euro, ISBN-13: 978-3625183389. Foto: Naumann & Göbel Verlag
Tim Ziegeweidt & Sebastian Buchner: Wintergrillen: Echte Griller machen keine Pause, Naumann & Göbel Verlag, 160 S., 9,99 Euro, ISBN-13: 978-3625183389. Foto: Naumann & Göbel Verlag © Naumann & Göbel Verlag
Tom Heinzle ist Autor des Buches "Wintergrillen". Foto: Michael Gunz/Heel Verlag
Tom Heinzle ist Autor des Buches "Wintergrillen". Foto: Michael Gunz/Heel Verlag © Michael Gunz
Tom Heinzle: Wintergrillen, Heel Verlag, 160 Seiten, 19,99 Euro, ISBN: 978-3868527834. Foto: Michael Gunz/Heel Verlag
Tom Heinzle: Wintergrillen, Heel Verlag, 160 Seiten, 19,99 Euro, ISBN: 978-3868527834. Foto: Michael Gunz/Heel Verlag © Michael Gunz
Zum Grillen eignet sich Wintergemüse von Pastinaken über Fenchel bis zu Schwarzwurzel. Foto: Michael Gunz/Heel Verlag
Zum Grillen eignet sich Wintergemüse von Pastinaken über Fenchel bis zu Schwarzwurzel. Foto: Michael Gunz/Heel Verlag © Michael Gunz

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