Gesundheitlich bedenklich

E-Nummern auf der Zutatenliste? Finger weg bei diesen Inhaltsstoffen

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Zutaten in Lebensmitteln sind nicht immer unbedenklich.

E-Nummern finden sich in den Inhaltsstoffen zahlreicher Lebensmittel. Eine Reihe davon gelten als bedenklich. Welche Zusatzstoffe sollten Sie lieber meiden?

In der EU kennzeichnen E-Nummern Lebensmittelzusatzstoffe mit ganz verschiedener Wirkung. Darunter finden sich Verdickungsmittel, Farbstoffe oder auch Konservierungsmittel. Momentan sind 316 Stoffe zugelassen, das heißt, sie wurden als nachweislich gesundheitlich unbedenklich sowie technologisch notwendig bewertet.

Bedenkliche E-Nummern: Veraltete Richtlinien könnten gefährlich werden

Obwohl die gebräuchlichen Zusatzstoffe als nicht gesundheitsschädlich gelten, warnt die Verbraucherzentrale vor dem regelmäßigen oder übermäßigen Verzehr einzelner E-Nummern. Das liegt daran, dass die Zusatzstoffe vor mittlerweile 30 Jahren europaweit zugelassen wurden. "In der Zwischenzeit gibt es den ein oder anderen Zusatzstoff, von dem man eher abrät", führt Daniela Krehl gegenüber dem Nachrichtenportal Focus aus.

Diese E-Nummern sollten Sie nur selten oder überhaupt nicht verzehren 

E-Nummer

Bezeichnung

Nutzung

Lieber nicht, weil...

E104

Chinolingelb

färbt Lebensmittel gelb bis gelbgrün

- Grundstoff Chinolin zeigte in Tierversuchen krebsfördernde Wirkung

- muss gekennzeichnet werden mit: "kann die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen"

E110

Gelborange

färbt Lebensmittel gelb bis orange

- kann bei empfindlichen Menschen zu pseudoallergischen Reaktionen wie Hautausschlag oder Atembeschwerden führen

- löste bei Tierversuchen in hohen Dosen Nierentumore aus

- muss gekennzeichnet werden mit: "kann die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen"

E122

Azorubin

färbt Lebensmittel rot

- kann bei empfindlichen Menschen zu pseudoallergischen Reaktionen wie Hautausschlag oder Atembeschwerden führen

- muss gekennzeichnet werden mit: "kann die Aktivität und Aufmerksamkeit von Kindern beeinträchtigen"

E127

Erythrosin

färbt Lebensmittel rot

- mögliche Abspaltung von Jod bei der Verdauung

- kann zu Irritationen bei Schilddrüsenfunktionsstörungen

E155

Braun HT

färbt Lebensmittel braun

- kann bei empfindlichen Menschen zu pseudoallergischen - Reaktionen wie Hautausschlag oder Atembeschwerden führen, besonders bei Personen, die gegen Aspirin allergisch sind

E284

Borsäure

Konservierungsstoff

- reichert sich an und kann zu Durchfällen und Organschäden führen

E285

Borax

Konservierungsstoff

- reichert sich an und kann zu Durchfällen und Organschäden führen

E385

Calcium-Dinatrium-EDTA

Antioxidationsmittel

- starke Mineralstoffbindungsfähigkeit kann den Stoffwechsel beeinträchtigen

Weitere Informationen erhalten Sie in dem Buch "Was bedeuten die E-Nummern?",das bei der Verbraucherzentrale erhältlich ist sowie unter zusatzstoffe-online.de.

Kategorien von Zusatzstoffen und ihre Wirkung

  • Antioxidationsmittel - verlängern die Haltbarkeit, verhindern Qualitätsverluste durch Luftsauerstoff
  • Backtriebmittel - lagern Gase in Teig ein und machen ihn locker
  • Emulgatoren - verbinden nicht mischbare Flüssigkeiten wie Wasser und Öl zu einer Emulsion
  • Farbstoffe - färben Lebensmittel
  • Festigungsmittel - sorgen für eine höhere oder beständigere Festigkeit, zum Beispiel von Fruchtfleisch
  • Feuchthaltemittel - verhindern Austrocknung, indem sie Wasser binden
  • Füllstoffe - geben Volumen ohne zum Energiegehalt beizutragen
  • Geliermittel - quellen in Flüssigkeiten und binden diese
  • Geschmacksverstärker - intensivieren vorhandenen Geschmack
  • Komplexbildner - binden Spuren von Schwermetallen in Lebensmitteln
  • Konservierungsmittel - hemmen das Wachstum von Mikroorganismen
  • Mehlbehandlungsmittel - verbessern die Backeigenschaften von Mehl
  • Modifizierte Stärken - "optimierte" Stärke, die besser bindet und andickt
  • Packgase - verdrängen Sauerstoff und sorgen für eine keimfreie Atmosphäre
  • Säuerungsmittel - verleiht Lebensmitteln einen sauren Geschmack
  • Säureregulatoren - halten den Säuregehalt stabil
  • Schaummittel - verteilen Gase gleichmäßig in Flüssigkeiten oder festen Stoffen
  • Schaumverhüter - verhindert unerwünschte Schaumbildung
  • Schmelzsalze - sorgen dafür, dass sich Eiweiß, Fett und Wasser beim Erhitzen von Käse gut vermischen
  • Stabilisatoren - erhalten Konsistenz oder Zusammensetzung von Lebensmitteln
  • Süßungsmittel - Zuckeraustauschstoffe und Süßstoffe
  • Trägerstoffe einschließlich Trägerlösungsmittel - verteilen Farbstoffe, Aromen und mehr gleichmäßig im Lebensmittel
  • Treibgase - schäumen auf
  • Trennmittel - verhindern die Bildung von Klumpen und das Kleben an Oberflächen
  • Überzugsmittel - erhalten Feuchtigkeit, Geruch und Geschmack, verleihen Glanz
  • Verdickungsmittel - dicken an, verändern Fließeigenschaften und sorgen für Kauwiderstand

Lesen Sie auch: Was ist eigentlich Johannisbrotkernmehl?

ante

Pfeifen Sie auf das MHD: So erkennen Sie, ob ein Lebensmittel verdorben ist

Brot, das schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.
Selbst Brot, das nur ein wenig schimmelt, gehört in den Müll. Hartes Brot können Sie dagegen noch retten.  © picture alliance/dpa
Eier Haltbarkeit erkennen
Je älter das Ei, desto leichter wird es. Schwimmt es im Wasser, ist es schlecht.  © picture allian ce/dpa
Fisch Haltbarkeit erkennen
Wenn Fisch nach Fisch riecht, ist er nicht mehr frisch.  © picture alliance / Holger Hollem
Fleisch Haltbarkeit erkennen
Verdorbenes Fleisch stinkt und wird schleimig. Achten Sie unbedingt auf die Lagerungstemperatur.  © picture alliance / Oliver Berg/d
Joghurt Haltbarkeit erkennen
Wenn Joghurt sehr flüssig ist, ist er nicht mehr genießbar.  © picture alliance / dpa
Käse Haltbarkeit erkennen
Hartkäse verträgt sogar eine Schimmelschicht. Schneiden Sie diese nur großzügig weg. Riecht der Käse unangenehm sauer, ist er schlecht.  © picture alliance / Harald Tittel
Milch Haltbarkeit erkennen
Schlechte Milch müssen Sie nicht in jedem Fall wegschütten.  © picture alliance/dpa
Olivenöl Haltbarkeit erkennen
Olivenöl muss fruchtig riechen, dann können Sie es jahrelang genießen.  © picture alliance / Lorenzo Carne
Wurst Haltbarkeit erkennen
Wurst ist nicht gleich Wurst. Seltsamer Geruch und Schleimigkeit sind aber deutliche Indizien für die Tonne.  © picture alliance / Patrick Pleul

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