Amazon drohen hohe Verluste

Wegen Corona-Krise: Amazon muss seinen wichtigsten Termin verschieben

Amazon Prime: Großer Aktionstag für Prime-Kunden muss 2020 wegen Corona-Krise verschoben werden
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Amazon Prime: Großer Aktionstag für Prime-Kunden muss 2020 wegen Corona-Krise verschoben werden

Die Corona-Krise zwingt Amazon dazu, einen seiner wichtigsten Verkaufstage neben dem Black Friday zu verschieben. Dem Konzern drohen hohe Verluste.

  • Beim Amazon Prime Day gibt es kurzzeitig zahlreiche Schnäppchen exklusiv für Prime-Kunden.
  • Dieses Jahr wird der Termin wegen der Corona-Krise verlegt.
  • Amazon muss mit Verlusten im dreistelligen Millionen-Bereich rechnen.

Aufgrund der Corona-Krise gehen bei Online-Marktplätzen zurzeit mehr Bestellungen ein als üblich. Viele Menschen lassen sich ihre Produkte lieber direkt an die Haustür liefern, um einen Gang zum Supermarkt möglichst zu vermeiden. Die Konsequenz der hohen Nachfrage ist, dass es zu Lieferengpässen* kommt und einige Waren nicht mehr verfügbar sind - vor allem Haushaltsprodukte.

Ausverkaufte Lager sind eigentlich ein gutes Zeichen für Onlineshops. Doch Amazon drohen nun perspektivisch Verluste in Höhe von bis zu 300 Millionen US-Dollar. Diese düstere Prognose stammt von Amazons General Counsel David Zapolsky (via Reuters).

Amazon Prime Day 2020 wird verschoben

Der Grund dafür sei, dass Amazon* wegen der aktuell außergewöhnlich hohen Nachfrage nicht mehr ausreichend Waren für den Amazon Prime Day 2020 zur auf Lager haben werde. Normalerweise findet der Aktionstag im Juli statt, allerdings werde dieser nun laut Reuters mindestens bis August verschoben.

Der Prime Day zählt für Amazon zu den wichtigsten Aktionen neben dem Black Friday und dem Cyber Monday. Allein 2019 seien Umsätze von insgesamt zwei Milliarden US-Dollar zustande gekommen. Die Verschiebung hätte nun zur Folge, dass fünf Millionen Geräte zum Beispiel die Sprachassistenz Amazon Echo nicht wie vorgesehen im Juli verkauft werden können. Auch Drittanbieter seien betroffen, da auch sie ihre Bestände in Vorbereitung auf den Prime Day entsprechend aufgestockt hätten.

Erfahren Sie hier: Liefern Amazon, DHL und Hermes überhaupt noch Pakete zu mir nach Hause?

Amazon Prime Day: Das steckt hinter dem Aktionstag

Mit dem Prime Day will Amazon seinen Abo-Kunden einen weiteren Vorteil bieten. Alle Prime-Nutzer erhalten in einem Zeitraum von 48 Stunden exklusiv besondere Schnäppchen-Angebote. Neben dem Black Friday hat sich der Prime Day als sehr beliebter Aktionstag etabliert. Doch damit dieser wie gewohnt stattfinden kann, muss Amazon sicherstellen, dass ausreichend Waren vorhanden sind, da sie während des Prime Days ohnehin sehr schnell vergriffen sind.

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ök

Neue Zustell-Formen: So landen Pakete beim Empfänger

Pakete bequem empfangen: Über die Packstation können DHL-Kunden rund um die Uhr Sendungen abholen, aber auch frankierte Sendungen verschicken. Foto: Deutsche Post DHL Group
Pakete bequem empfangen: Über die Packstation können DHL-Kunden rund um die Uhr Sendungen abholen, aber auch frankierte Sendungen verschicken. © Deutsche Post DHL Group
Damit der Paketbote - hier von Hermes - nicht vor verschlossener Tür steht, können Kunden bei ihrer Online-Bestellung in der Regel einen Wunschtermin oder eine Wunschadresse angeben. Foto: Hermes Europe GmbH
Damit der Paketbote - hier von Hermes - nicht vor verschlossener Tür steht, können Kunden bei ihrer Online-Bestellung in der Regel einen Wunschtermin oder eine Wunschadresse angeben. © Hermes Europe GmbH
Damit die Sendung schnell beim Empfänger ankommt: Im Depot ordnen die Sortieranlagen die Pakete automatisch dem richtigen Zustellungsort zu - wie hier beim Paketdienstleister GLS. Foto: GLS
Damit die Sendung schnell beim Empfänger ankommt: Im Depot ordnen die Sortieranlagen die Pakete automatisch dem richtigen Zustellungsort zu - wie hier beim Paketdienstleister GLS. © GLS
Über das Smartphone einen Wunschtermin für die Paket-Zustellung eingeben. Dies ist bei dem Paketdienstleister DPD, aber auch bei anderen Anbietern möglich. Dafür müssen sich Kunden in der Regel vorher online auf der Seite des Anbieters registrieren. Foto: DPD
Über das Smartphone einen Wunschtermin für die Paket-Zustellung eingeben. Dies ist bei dem Paketdienstleister DPD, aber auch bei anderen Anbietern möglich. Dafür müssen sich Kunden in der Regel vorher online auf der Seite des Anbieters registrieren. © DPD
Direkt neben der Haustür ein Kasten für Pakete und größere Sendungen: Noch in diesem Jahr soll das sogenannte Parcellock System auf den Markt kommen - der Anbieter GLS, sowie die Konkurrenten Hermes und DPD haben sich dafür zusammengeschlossen. Empfänger können die Kästen über einen versendeten TAN-Code öffnen. Foto: ParcelLock/Adam Drobiec
Direkt neben der Haustür ein Kasten für Pakete und größere Sendungen: Noch in diesem Jahr soll das sogenannte Parcellock System auf den Markt kommen - der Anbieter GLS, sowie die Konkurrenten Hermes und DPD haben sich dafür zusammengeschlossen. Empfänger können die Kästen über einen versendeten TAN-Code öffnen. © Adam Drobiec

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