Steuererklärung

Rentenerhöhung: Welche Rentner müssen jetzt Steuern zahlen?

Die Renten werden zum Juli erhöht.
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Die Renten werden zum Juli erhöht.

Die Renten werden zum 1. Juli erhöht. Immer mehr Senioren werden dadurch vom Finanzamt zur Kasse gebeten.

  • Die Renten in Deutschland steigen zum 1. Juli 2020.
  • Eine gute Nachricht. Aber wer muss nun Steuern zahlen?
  • Was Sie dazu wissen sollten.

Die Renten in Deutschland steigen zum 1. Juli 2020* in Westdeutschland um 3,45 Prozent und in den neuen Ländern um 4,20 Prozent. Ein gute Nachricht für rund 21 Millionen Rentner. Das bedeutet gleichzeitig allerdings auch, dass immer mehr Rentner verpflichtet sind, eine Steuererklärung* abzugeben, wie ntv.de berichtet - schließlich sei dies immer dann der Fall, wenn das zu versteuernde Einkommen den jährlichen Grundfreibetrag überschreite.

Zukünftige Rentenerhöhungen müssen voll versteuert werden

Schon im vergangenen Jahr seien rund fünf Millionen Rentner steuerpflichtig gewesen, berichtet das Nachrichtenportal. Die Tendenz sei steigend. In dem Bericht heißt es: "War vor 14 Jahren noch die Hälfte der damals bezogenen Rente steuerfrei, unterliegen im Jahr 2020 bereits 80 Prozent der Altersbezüge der Steuerpflicht." Denn Jahr für Jahr steige der Prozentsatz des steuerpflichtigen Teils der Rente für die jeweiligen Neurentner um zwei Prozentpunkte. Danach erhöhe er sich für Neurentner jeweils nur noch um einen Prozentpunkt. Alle Renten, die im Jahr 2040 oder später beginnen, seien dann zu 100 Prozent zu versteuern, schreibt ntv.de.

Die gute Nachricht sei, dass der Rentenfreibetrag auch in den Folgejahren unverändert bleibe. Beim Senior, der seit 2005 Rente beziehe, blieben also auch im Jahr 2020 50 Prozent der Rentenzahlung von 2005 immer steuerfrei.

Lesen Sie zudemHier leben Rentner in Deutschland am günstigsten.

Steuererklärung: Rentner können Steuern verringern

Was man wissen sollte: Der Freibetrag bezieht sich dabei auf den konkreten Geldbetrag und nicht auf einen Anteil der jeweiligen Rente, wie es weiter in dem Bericht heißt. Zukünftige Rentenerhöhungen müssten also voll versteuert werden. Hintergrund für die dynamische Rentenbesteuerung sei die Umstellung der Besteuerung auf ein nachgelagertes System. "Das heißt, während des Erwerbslebens können die Beiträge zur Rentenversicherung steuerlich abgezogen und in der Auszahlungsphase muss die Rente versteuert werden". schreibt ntv.de. "Zumindest wird dann eine Einkommensteuererklärung fällig, wenn der Gesamtbetrag der Einkünfte eines Rentners den jeweils für das entsprechende Jahr gültigen Grundfreibetrag überschreitet." Das könne dann auch langjährige Bestandsrentner betreffen. Für 2020 liege dieser für Alleinstehende bei 9.408 Euro und für Ehepartner zusammen gelte der doppelte Wert.

Gut zu wissen: Auch Rentner können manche Kosten von der Steuer absetzen. Lesen Sie hier mehr.

Auch interessant: So viel kostet es, wenn Sie früher in Rente gehen - können Sie es sich leisten?

ahu

Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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