Am 31. Juli

Steuererklärung 2018: Frist läuft ab - mit diesen Aufwendungen sparen Sie jetzt viel Geld

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Versicherungen können in der Steuererklärung entweder als Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend gemacht werden.

Eine Woche haben Arbeitnehmer noch Zeit, bis die Frist für die Steuererklärung abgelaufen ist. Wer sie abgibt, kann viel Geld sparen - mithilfe von Versicherungen.

Dieses Jahr gilt eine neue Abgabefrist für die Einkommenssteuererklärung. Statt wie bisher am 31. Mai, läuft diese 2019 erst am 31. Juli ab. Wer den Stichtag verschwitzt hat und verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, sollte jetzt noch schnell seine Belege zusammenkramen und sich ans Werk machen.

Steuererklärung 2018: Versicherungen als Werbungskosten oder Sonderausgaben absetzen

Haben sich schließlich einige Werbungskosten angesammelt, bekommen Sie viel Geld zurück. Was viele nicht wissen: Auch Ihre Versicherungen sollten Sie ab sofort bei der Steuererklärung angeben. Schließlich lassen sich so mehrere hundert Euro sparen. 

Erfahren Sie hier: Vorsicht: Jetzt gilt eine neue Abgabefrist für Ihre Steuererklärung 2018.

Grundsätzlich gilt es zu unterscheiden: Versicherungen, die Sie von der Steuer absetzen können, fallen entweder unter Werbungskosten oder Sonderausgaben. Zu den Werbungkosten zählen all jene, die ein berufliches Risiko abdecken, wie zum Beispiel:

  • Berufshaftpflichtversicherungen
  • Unfallversicherungen
  • Rechtsschutzversicherung

Diese Policen können Sie uneingeschränkt geltend machen und werden in der Steuererklärung in der Anlage N als Werbungskosten angegeben.

Auch interessant: Steuererklärung 2018: Diese Aufwendungen sollten Sie jetzt bei Werbungskosten eintragen.

Sonderausgaben sichern dagegen ein privates Risiko ab. Dazu gehören:

  • Private Kranken-und Pflegeversicherung
  • Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung
  • Pflegezusatzversicherung
  • Gesetzliche Renten-und Arbeitslosenversicherung
  • Haftpflichtversicherungen
  • Kfz-Haftpflichtversicherungen
  • Berufsunfähigkeitsversicherung
  • Risikolebensversicherung
  • Riester-Renten
  • Kapital-Lebensversicherung
  • Reisekrankenversicherung

Diese Policen können bis zu einer Maximalgrenze von 1.900 Euro (für Arbeitnehmer) und bis 2.800 Euro (für Selbstständige) geltend gemacht werden. Bei Ehepaaren ist es sogar der doppelte Betrag. Sie werden in der Steuererklärung in die Anlage "Vorsorgeaufwand" eingetragen.

Erfahren Sie hier: Steuererklärung 2018: Diese Sonderausgaben sollten Sie unbedingt geltend machen.

Doch Vorsicht: Riester-Beiträge gehören hingegen in die Anlage AV. Zudem können diese nur bis zu einer Höchstgrenze von 2.100 Euro als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Hierbei werden die Anteile, die der Arbeitnehmer zahlt sowie die staatliche Zulage gleichermaßen berücksichtigt.

Steuererklärung 2018: Versicherungen richtig eintragen

Das bedeutet also konkret: Alle Versicherungen, die dazu dienen, Ihren finanziellen (Lebens-)Unterhalt sowie ihren Beruf abzusichern, können steuerlich geltend gemacht werden. Hausratsversicherung, Reiserücktrittsversicherungen oder Kfz-Kaskoschutz fallen da logischerweise nicht rein.

Doch Vorsicht: Manche Policen decken ein privates wie berufliches Risiko ab. Wenn dem der Fall ist, werden die Positionen teils, teils in der Steuererklärung unter Werbungskosten und Sonderausgaben eingetragen.

Die Versicherung stellt meist auf Nachfrage eine entsprechende Bescheinigung über die Policen aus. Schließlich empfiehlt es sich generell, alle Belege, Kontoauszüge oder Nachweise aufzubewahren, falls das Finanzamt diese vom Versicherer fordert.

Lesen Sie auch: Wo spare ich mehr Geld? Mit ElsterOnline oder ElsterFormular?

jp

Steuererklärung 2018 kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt übermitteln. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück. © dpa / Hans-Jürgen Wiedl
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig. © dpa /Jens Wolf
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten – schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person. © pixabay / Takmeomeo
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
Kinder kosten viel Geld – doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld. Sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage "Kind" von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben. © iStockphoto
Bereits als Student macht es Sinn, eine Steuererklärung abzugeben. Zwar sind Studenten gesetzlich nicht dazu verpflichtet, doch so lassen sich ein paar Euros sparen. Besonders dann, wenn Sie über den Grundfreibetrag von 8.652 Euro kommen oder Ihr Zweitstudium, zum Beispiel einen Master, beginnen. Die Steuererklärung können Sie vier Jahre rückwirkend machen und Werbungskosten, also Arbeitsmaterialien, PC & Co. sowie Sonderausgaben wie Fahrtkosten, Studienreisen oder Miete absetzen.
Bereits als Student ergibt es Sinn, eine Steuererklärung abzugeben. Zwar sind Studenten gesetzlich nicht dazu verpflichtet, doch so lassen sich ein paar Euro sparen. Besonders dann, wenn Sie über den Grundfreibetrag von 8.652 Euro kommen oder Ihr Zweitstudium, zum Beispiel einen Master, beginnen. Die Steuererklärung können Sie vier Jahre rückwirkend machen und Werbungskosten, also Arbeitsmaterialien, PC & Co. sowie Sonderausgaben wie Fahrtkosten, Studienreisen oder Miete absetzen. © pixabay / janeb13
ElsterOnline, ElsterFormular oder Wiso: Es gibt einige Steuerprogramme, die die Steuererklärung erleichtern sollen. Mit diesen haben Sie die Möglichkeit, die Steuererklärung elektronisch zu machen und online an das Finanzamt zu übermitteln. Die Softwares sind alle ähnlich aufgebaut und teilweise kostenlos. Sie werden in den Programmen Schritt für Schritt durch die Steuererklärung geführt. Allerdings bemängeln manche Nutzer, dass die Steuer-Programme für Einsteiger anfangs unübersichtlich sein können.
ElsterOnline, ElsterFormular oder Wiso: Es gibt einige Steuerprogramme, die die Steuererklärung erleichtern sollen. Mit diesen haben Sie die Möglichkeit, die Steuererklärung elektronisch zu machen und online an das Finanzamt zu übermitteln. Die Programme sind alle ähnlich aufgebaut und teilweise kostenlos. Sie werden Schritt für Schritt durch die Steuererklärung geführt. Allerdings bemängeln manche Nutzer, dass die Steuer-Programme für Einsteiger anfangs unübersichtlich sein können. © pixabay / Simon
Sie haben die Frist verpasst? Dann sollten Sie sich schnell an Ihr zuständiges Finanzamt wenden und auf die Milde des jeweiligen Beamten hoffen. Wenn Sie sich allerdings still halten, dem droht ein satter Verspätungszuschlag. Dieser kann schon mal bis zu zehn Prozent der Steuersumme (maximal 25.000 Euro) ausmachen. Das liegt wiederum im Ermessen des Finanzamtes, dass dann eine Steuerschätzung vornimmt. Zudem entbindet es sie nicht, die Steuererklärung nachzuholen.
Sie haben die Frist verpasst? Dann sollten Sie sich schnell an Ihr zuständiges Finanzamt wenden und auf die Milde des jeweiligen Beamten hoffen. Wenn Sie sich allerdings still halten, dem droht ein satter Verspätungszuschlag. Dieser kann schon mal bis zu zehn Prozent der Steuersumme (maximal 25.000 Euro) ausmachen. Das liegt wiederum im Ermessen des Finanzamtes, dass dann eine Steuerschätzung vornimmt. Zudem entbindet es sie nicht, die Steuererklärung nachzuholen. © iStockphoto

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