Jetzt wird‘s wild

Nicht aus der Dose, sondern selber machen: Rezept für Jägertopf mit Hirsch, Wildschwein und Ente

Jägertopf
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Jägertopf können Sie auch selber machen. Schmeckt viel besser als aus der Dose!

Jägertopf gibt es zwar fertig in der Dose zu kaufen – es schmeckt aber natürlich viel besser selbstgemacht. Hier erfahren Sie, wie Sie den Wild-Klassiker selber kochen können.

Die kalte Jahreszeit ist bekannt für ihre Wildgerichte: Rehragout, Hirschgulasch* und Enten – in allen erdenklichen Varianten zubereitet – werden gerne serviert. Diese gibt‘s ehrlich gesagt selten in Supermärkten als Fertiggerichte. Anders sieht es da beim Jägertopf aus. Der ist eigentlich das ganze Jahr in Konservendosen zu erwerben. Doch es steckt nicht immer das drin, was man erwartet. Darum knöpfen wir uns heute einen richtigen Jägertopf vor.

Der Jägertopf aus der Dose

Jägertopf aus der Konservendose hat wenig mit einem Jäger zu tun. Vor allem, weil nicht gerade das darin enthalten ist, was der Jäger so mit nach Hause bringt. Man hat noch kaum eine Jägertopf-Konserve gesehen, in der Hirsch, Wildschwein und Ente verarbeitet wurde, sondern meist irgendeine Art von Schweinefleisch. Und nur weil Pilze enthalten sind, macht es das Gericht ja nicht zu einem Jägertopf. Zumindest nicht in unseren Augen …

Unser Jägertopf erfreut jeden Wild-Fan

Denn wir schnappen uns genau jene Zutaten, die auch etwas mit dem Jäger zu tun haben: Wildschweingulasch, Hirschgulasch und Entenkeulen. Wer will, darf auch gerne auf Hase, Fasan, Reh oder Truthahn ausweichen. Also man kann bei diesem Rezept wirklich mit den Fleisch-Beilagen spielen. Eine Sorte weglassen und eine andere dazunehmen. Das tut dem Geschmack keinen Abbruch, wie Sie gleich erfahren werden.

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Ergeben die verschiedenen Wildsorten kein aromatisches Kuddelmuddel?

Das wäre beziehungsweise ist ein berechtigter Einwand: Hirsch, Wildschwein und Ente in einem Topf – passt das überhaupt zusammen? Antwort: Ja! Das fertige Gericht schmeckt unglaublich lecker und alle Zutaten harmonieren miteinander. Was natürlich nicht fehlen darf: ein Wildfond! Besonders lecker wird’s, wenn zum Schluss noch mit Preiselbeermarmelade, Sahne und frischer Petersilie verfeinert wird.

Jägertopf: Beilagen zu diesem Gericht

Hier empfehlen wir ganz klar Spätzle und Rotkohl. Besonders schlaue Köche, die keine Lust zum Spätzle selber machen haben, packen einfach eine knappe Stunde vor Ende der Garzeit gleich noch geschälte und in mundgerechte Stücke geschnittene Kartoffeln in den Topf. So erübrigt sich zumindest schon mal die Zubereitung einer Beilage.

Rezept für Jägertopf mit Hirsch, Wildschwein und Ente: Diese Zutaten brauchen Sie

Portionen: 6
Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Zubereitungszeit: 2,5 Stunden

  • 1 kg Wildschweingulasch
  • 0,5 kg Hirschgulasch
  • 300 g geräucherter Bauchspeck
  • 2 Entenkeulen à 400 g
  • 1 l Wildfond
  • 0,5 l trockener Rotwein
  • 3 EL Preiselbeermarmelade
  • 200 g Sahne
  • 700 g Champignons
  • 5 Zwiebeln
  • 3 EL Tomatenmark
  • 10 Wacholderbeeren
  • 5 Gewürznelken
  • 5 Lorbeerblätter
  • 3 EL Butterschmalz
  • 8 Knoblauchzehen
  • 1 Bund frische Petersilie

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Zubereitung von deftigem Jägertopf: Rezept mit Wildschwein, Hirsch und Ente

  1. Den Speck in Würfel schneiden, im heißen Butterschmalz auslassen, aus dem Topf nehmen und beiseite stellen.
  2. Danach die Entenkeulen im gleichen Fett von beiden Seiten scharf anbraten, entnehmen und anschließend das Gulasch portionsweise anbraten und ebenfalls wieder herausnehmen.
  3. Abermals im gleichen Topf die gehackten Zwiebeln und den Knoblauch andünsten, gefolgt von den in Scheiben geschnittenen Champignons.
  4. Anschließend das Tomatenmark unterrühren und ein wenig anrösten. Tipp: Wer die Soße dickflüssiger haben möchte, der rührt vor dem Ablöschen mit Rotwein ein bis zwei Esslöffel Mehl unter.
  5. Im nächsten Schritt mit Rotwein ablöschen und mit Wildfond aufgießen.
  6. Das zuvor angebratene Gulasch, den Speck und die Entenkeulen in den Topf in die Soße legen und Wacholderbeeren, Lorbeerblätter und Gewürznelken dazugeben.
  7. Den Jägertopf zwei Stunden sanft köcheln lassen.
  8. Etwa eine Viertelstunde vor Ende der Garzeit mit Sahne und Preiselbeermarmelade verfeinern und die fein geschnittene Petersilie unterrühren.
  9. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Im Video: Jägertopf aka Hubertustopf – Rezept aus dem Dutch Oven

Anja Auer ist Chefredakteurin des BBQ & Food-Magazins „Die Frau am Grill“. Nebenbei betreibt sie den größten YouTube-Kanal zum Thema „Grillen“, der im deutschsprachigen Raum von einer Frau produziert wird. Die meisten der Rezepte gelingen aber nicht nur auf dem Grill, sondern auch auf dem Herd und im Ofen. Weitere Rezepte finden Sie auf www.die-frau-am-grill.de und dem YouTube-Kanal www.youtube.com/diefrauamgrill

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Acht Fehler beim Nudeln kochen, die fast jeder macht – auch Sie?

Was, zwei Liter Wasser für eine Single-Portion Nudeln? Ja! Nudeln sollten vollständig von Wasser bedeckt sein. Sonst gibt es Nudel-Klump. Faustregel: Ein Liter auf 100 Gramm Nudeln.
Was, zwei Liter Wasser für eine Single-Portion Nudeln? Ja! Nudeln sollten vollständig von Wasser bedeckt sein. Sonst gibt es Nudel-Klump. Faustregel: Ein Liter auf 100 Gramm Nudeln. © Pixabay
Das Wasser muss kochen. Erst dann kommen die Nudeln dazu.
Das Wasser muss kochen. Erst dann kommen die Nudeln dazu. © Pixabay
Faustregel: Breite Nudeln passen zu schweren, stückigen Soßen wie Bolognese – feine Nudeln zu leichten Soßen.
Faustregel: Breite Nudeln passen zu schweren, stückigen Soßen wie Bolognese – feine Nudeln zu leichten Soßen. © Pixabay
Kippen Sie auch einen Schluck Olivenöl ins Wasser, damit die Spaghetti nicht aneinanderkleben? Ganz schlecht, denn das Öl verklebt die Oberfläche der Nudeln, so dass sie die Soße nicht mehr richtig aufnehmen können. Besser: Etwas Kochwasser in die Schüssel – oder Nudeln gleich mit der Sauce vermischen.
Kippen Sie auch einen Schluck Olivenöl ins Wasser, damit die Spaghetti nicht aneinanderkleben? Ganz schlecht, denn das Öl verklebt die Oberfläche der Nudeln, so dass sie die Soße nicht mehr richtig aufnehmen können. Besser: Etwas Kochwasser in die Schüssel – oder Nudeln gleich mit der Sauce vermischen. © Pixabay
Mit Salz sollte man sparsam umgehen – aber nicht beim Nudelnkochen. Denn nur ein kleiner Teil des Salz kommt auch in der Nudel an. Ein Teelöffel pro Liter sollte es schon sein.
Mit Salz sollte man sparsam umgehen – aber nicht beim Nudelnkochen. Denn nur ein kleiner Teil des Salz kommt auch in der Nudel an. Ein Teelöffel pro Liter sollte es schon sein. © Pixabay
Nudeln brauchen wirklich nicht viel Aufmerksamkeit. Aber zwei, drei Mal rühren zwischendurch tut ihnen gut. Es verhindert, dass sie zusammenkleben.
Nudeln brauchen wirklich nicht viel Aufmerksamkeit. Aber zwei, drei Mal rühren zwischendurch tut ihnen gut. Es verhindert, dass sie zusammenkleben. © Pixabay
Die Nudeln sind fertig, doch wo ist jetzt das Nudelsieb? Während Sie in der Schublade kramen, werden die Spaghetti labberig – das war’s dann mit al dente.
Die Nudeln sind fertig, doch wo ist jetzt das Nudelsieb? Während Sie in der Schublade kramen, werden die Spaghetti labberig – das war’s dann mit al dente. © Pixabay
Schreck lass nach – die kalte Dusche bei Abschrecken spült die Stärke von den Nudeln. So kann die Soße nicht mehr an ihnen haften.
Schreck lass nach – die kalte Dusche bei Abschrecken spült die Stärke von den Nudeln. So kann die Soße nicht mehr an ihnen haften. © Pixabay

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