Alternativ

Chefköchin kündigt, um Mülltonnen-Taucherin zu werden - und verdient sich eine goldene Nase

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Immer noch werden zu viele essbare Lebensmittel in den Abfall geworfen. Mülltonnen-Taucher holen sie wieder heraus und verwerten sie weiter.

Diese Amerikanerin hat einen riskanten Weg eingeschlagen - doch die Finanzen geben ihr recht. April Smith räumt mit Vorurteilen geben das Mülltonnen-Tauchen auf.

Eine Köchin, die ihren Vollzeitjob in einer geschäftigen Küche aufgibt, um stattdessen die Mülltonnen anderer Leute zu durchsuchen - das klingt nach einem schlechten Film. Doch die US-Amerikanerin April Smith hat diese Entscheidung für sich getroffen und Wertvolles gelernt.

Über 20.000 Euro durch Mülltonnen-Tauchen gespart

In nur sechs Monaten hat April Smith in den Müllcontainern großer Einkaufszentren dreieinhalb Tausend Euro an Lebensmitteln gespart sowie Kosmetika und Haushaltsgegenstände im Wert von weiteren 18.400 Euro gefunden. Zunächst war sie sehr nervös. Dann dachte sie sich: "Was wäre das Schlimmste, was mir passieren könnte?" Und legte einfach los. Von ihrem ersten Tauchgang kam sie mit Kosmetika im Wert von über 900 Euro zurück, die das Geschäft nicht verkauft und weggeworfen hatte. Smith war so begeistert, dass sie ihren Job als Chefköchin schließlich kündigte.

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Smith verrät die besten Zeiten fürs Mülltonnen-Tauchen

Obwohl das sogenannte Mülltonnen-Tauchen in Smiths Heimatstadt Illinois nicht illegal ist, ermutigen die Behörden ihre Bürger nicht dazu. Doch Smith hatte noch nie Probleme. "Ich glaube die Leute runzeln die Stirn, aber ich tue ja nichts Böses und bin immer diskret", sagt sie. Trotzdem gibt sie sich geheimnisvoll, wenn es darum geht, wo und wann sie tauchen geht. "Meistens morgens zwischen 9.30 und 13 Uhr, aber der Sonntagabend ist auch eine gute Zeit. Geschäfte machen ihre Inventur montags, also werfen sie am Tag vorher oft eine Ladung Zeug raus."

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Dinge spenden statt in den Müll werfen

Manche Mülltonnen-Taucher haben es auf Elektronik abgesehen, iPads, iPhones und sogar Laptops. Doch April bleibt bei Lebensmitteln, Haushalts- und Schönheitsprodukten. "Ich habe begonnen, einige der unberührten Kosmetika in Überraschungsboxen weiterzuverkaufen." Doch das meiste von dem, was sie findet, wird verschenkt, schreibt der Mirror. Ein Großteil ihres ersten Fundes an Make-up ging an ein Frauenhaus. Dass die Geschäfte nicht selbst auf die Idee kommen, ihre Sachen zu spenden statt sie wegzuwerfen, macht Smith wütend. "Als ich klein war, ist bei uns nichts verschwendet worden", sagte sie. "Es macht meine Seele krank, wenn ich sehe, wie viel Zeug die Leute wegwerfen, besonders weil ich Länder besucht habe, in denen die Armut überall ist."

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April Smith widerlegt viele Vorurteile gegenüber Mülltonnen-Tauchern

Smiths Lieblingsfund ist das brandneue Zubehör für ihren Küchenmixer, das normalerweise über 700 Euro gekostet hätte. "So viel Geld hätte ich nie dafür ausgegeben, aber jetzt werde ich definitiv alle Teile zuhause benutzen", freut sie sich. "Die Leute denken, man muss obdachlos sein und zerzaust aussehen, um in Mülltonnen zu tauchen, aber das ist gar nicht wahr." Smith lebt in einem schönen Haus, kleidet sich gut und fährt ein anständiges Auto - alles Dinge, die nicht zu den Vorurteilen der meisten Leute über Mülltonnen-Taucher passen.

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