Ex-Mitarbeiterin verrät

Überraschend: So läuft eine Bewerbung bei Tesla ab

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Elon Musk bei der Präsentation eines neuen tesla-Modells. Der Firmenchef redet höchstpersönlich mit seinen Bewerbern.

Wer sich bei Tesla in Kalifornien bewirbt, den erwartet ein vierstufiger Bewerbungsprozess - vom Pförtner bis zum Ingenieur. Am Ende winkt eine Überraschung. 

Sie wollten schon immer mal bei Tesla im sonnigen Kalifornien arbeiten? Dann müssen Sie sich lediglich durch einen vierstufigen Bewerbungsprozess kämpfen, wie eine Insiderin verrät. Doch egal, auf welche noch so "niedrige" Stelle Sie sich bewerben: Am Ende winkt ein Gespräch mit dem Firmenchef höchstpersönlich - Tech-Guru Elon Musk.

Ex-Recruiterin verrät, wie Bewerbungsprozess bei Tesla abläuft

Marissa Peretz, Ex-Recruiterin bei Tesla, hat von 2010 bis 2015 für den Chef des E-Auto-Vorreiters in den USA gearbeitet und suchte dort 2.000 Mitarbeiter für eine neue Fabrik. "Er wollte jeden einzelnen Bewerber sehen", verrät sie dem Online-Portal Business Insider. Dass Elon Musk damit nicht nur leitende Ingenieure meint, dürfte die meisten überraschen. "Wir mussten Biografien für jede einzelne Person schreiben", so Peretz - vom Pförtner über Monteure bis hin zu Mitarbeitern der Cafeteria.

Gerade als sie bei Tesla 2010 begann, steckte der E-Autobauer noch in den Kinderschuhen. "Wir hatten damals noch keinen Markenwert", verrät sie. Um mit Tesla richtig durchzustarten, war der Einstellungsprozess deshalb extrem wichtig, wie Peretz sagt - und ist es bis heute noch: "Elon ist wirklich besessen davon, Weltklasse-Talente einzustellen."

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Bewerber gesucht: In vier Schritten zum Traumjob bei Tesla

Zur Zeit, als Peretz als Headhunterin bei Tesla arbeitete, dauerte es etwa zwei Monate, um eine Stelle zu besetzen. Der Bewerbungsprozess bestand - zumindest damals- aus diesen vier Schritten:

1. Aussortieren und Vorgespräche führen

Pro Stelle werden 15 Personen herausgesucht, die zu diesem Job passen. Mit einem Vorgespräch verschaffen sich die HR-Mitarbeiter einen ersten Eindruck von den Fähigkeiten und der Laufbahn des Kandidaten. Dazu zählen auch wichtige Erfolge.

2. Interview mit dem Personalchef

War der erste Schritt erfolgreich, muss der Kandidat zum Personalchef, um ein tiefergehendes Vorstellungsgespräch zu führen. Dieser stellt vor allem technische und kulturelle Fragen. Außerdem geht es bereits hier ans Eingemachte: Es werden etwa die Gehaltsvorstellungen oder ein anfallender Wohnortwechsel besprochen.

3. Bewerbungsgespräch bei Tesla vor Ort

Läuft es für die Bewerber bis hierher gut, geht es direkt bei Tesla vor Ort weiter. Doch Peretz weiß: "Sobald sie eingeflogen wurden, wurde es für sie ein ziemlich anstrengender Tag." Die Kandidaten erwartet eine technischen Prüfung sowie mehrere Interviews, unter anderem mit einem Team von Tesla-Mitarbeitern. An diesem Tag wird genau unter die Lupe genommen, wie Bewerber an Probleme herangehen und sie lösen.

4. Elon Musk höchstpersönlich überzeugen

Am Ende wartet jedoch die schwerste Aufgabe auf die Bewerber - aber auch eine sehr spannende: Im letzten Schritt müssen die Talente Tesla-Chef Elon Musk von sich überzeugen. Dabei spricht Musk entweder vor Ort mit den Kandidaten oder über Telefon. Wer nicht mit Musk spricht, muss einen Aufsatz verfassen, warum er bei Tesla arbeiten will und warum ausgerechnet er der Richtige für die Stelle ist. 

Doch auch das Recruiting-Team muss laut Peretz auflisten, warum ein Bewerber hervorragend zu Tesla passt - denn Musk soll sehr viel Wert auf richtig gute Kandidaten legen. Überzeugt ihn ein Kandidat nicht, ist dies auch eine Niederlage für die Recruiter - schließlich haben sie sich für dieses Talent eingesetzt. "Aus diesen Wunden lernt man. Er war sehr offen für die Meinungen seines Teams, solange wir unsere Gedankengänge mit Argumenten untermauern konnten", verrät Peretz noch am Schluss. 

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Wer mit Elon Musk am Ende ein Gespräch führt, der soll laut Insidern auch nicht um die Lieblingsfrage des Tesla-Chefs herum kommen - und die ist ziemlich knifflig. Könnten Sie die Frage beantworten?

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Von Andrea Stettner

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