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Schwarze Hobbits: „Der Herr der Ringe“-Fans empört von „Die Ringe der Macht“

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Von: Janine Napirca

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Rassismus von Zuschauerinnen und Zuschauern der Amazon Prime Video Serie „Die Ringe der Macht“. Dürfen Fantasiewesen Schwarz sein? Auch Elon Musk lästert über das „Der Herr der Ringe“-Prequel.

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Bereits am ersten Tag sahen mehr als 25 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die neue „Der Herr der Ringe“-Serie „Die Ringe der Macht“ auf Amazon Prime Video. Doch das Prequel zu „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ kommt nicht bei allen gut an. Unter anderem auf Facebook beschweren sich Nutzerinnen und Nutzer. Der Vorwurf: zu divers. Dürfen Fantasiewesen sogenannte BIPoC (Black, Indigenous and People of Color – zu Deutsch: Schwarze, Indigene, „Menschen von Farbe“) sein?

Rassistische Äußerungen auf Facebook: Die Meinungen zur Besetzung der neuen „Der Herr der Ringe“-Serie „Die Ringe der Macht“ gehen auseinander

Während sich einige „Der Herr der Ringe“-Fans sehr über die Besetzung in der neuen Amazon Prime Video-Serie „Die Ringe der Macht“ aufregen, sehen andere Zuschauerinnen und Zuschauer das Thema eher gelassen. Eine Nutzerin schreibt auf Facebook: „Weil es Fantasy-Figuren sind, unterliegen sie nun einmal Rassen, Klassen und dementsprechend Aussehen, sonst sind es Mischwesen Punkt. Auch wenn es für einige rassistisch klingen mag: Es gibt nun einmal klassisch keine Schwarzen Hobbits, Zwerge oder gar Elfen. Man muss nicht überall mit aller Macht Wokeness und Diversität durchdrücken. Das ist im Moment ein riesiges Problem, das alle Filme und Serien durchleben.“

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Ein anderer Nutzer gibt hingegen zu „Mir ist es Wurst, ob Fantasiewesen irgendeine andere Hautfarbe haben als nur weiß. An sich ist es sogar abwechslungsreicher.“ Er kritisiert jedoch die „überbordende Wokeness, die eine winzige und mächtige Minderheit überall durchdrücken kann“.

Hobbits „Die Ringe der Macht“, Prequel „Der Herr der Ringe“
Wie divers dürfen Fantasiewesen wie Hobbits, Elben und Co. sein? © Amazon Studios

Aber es gibt auch Stimmen, die von der Amazon Prime Video-Serie „Die Ringe der Macht“ aus dem „Der Herr der Ringe“-Universum sehr angetan sind. „Mega geil die Serie, ist mir so was von egal, welche Hautfarbe irgendwelche Fabelwesen haben. Ich freue mich tierisch auf den Rest.“ Ein weiterer Facebook-Nutzer merkt an: „Es geht hier um Fantasy und ich glaube nicht, dass die Hautfarben einzelner Völker wirklich relevant wären. Der Clou daran ist nämlich, dass es Fantasy ist und Hautfarben scheißegal sind.“ Viele regen sich zudem auf Twitter über die rassistischen Äußerungen auf: „Die ersten beiden Folgen war gut. Nicht „umwerfend“, aber gut. Galadriel und Arondir gefallen mir besonders! Und dann guck ich nach Meinungen auf Twitter und da interessiert es Leute ernsthaft, welche Hautfarbe irgendwelche Schauspielende haben?“

„Tolkien würde sich im Grab umdrehen“: Elon Musk lästert über die Amazon Prime Video-Serie „Die Ringe der Macht“

Tesla-Chef Elon Musk hat ein ganz anderes Problem mit der Amazon Prime Video-Serie „Die Ringe der Macht“. Auf Twitter lästert er über das „Der Herr der Ringe“-Prequel. „Tolkien würde sich im Grab umdrehen“ twitterte Musk um anschließend direkt den Grund seiner Verärgerung nachzuschieben: „Fast jeder männliche Charakter ist bisher ein Feigling, ein Idiot oder beides. Nur Galadriel ist mutig, klug und nett.“

Ob ihn tatsächlich die in der Serie vorherrschenden Rollenverteilungen von Mann und Frau stören oder ob nicht eher die persönliche Beziehung Musks zu Amazon-Gründer Jeff Bezos Grund für den Verriss ist – darüber lässt sich wohl nur spekulieren.

Amazon Prime Video: Worum geht es im „Der Herr der Ringe“- und „Der Hobbit“-Prequel „Die Ringe der Macht“?

Lange vor den Ereignissen zu Tolkiens Roman „Der Herr der Ringe“ glaubt die Elbenkriegerin Galadriel im Zweiten Zeitalter von Mittelerde nicht daran, dass Morgoths Zögling – der dunkle Hexenmeister Sauron – und seine Orks nicht mehr existieren, auch wenn der Elbenfürst Gil-galad den Krieg für beendet erklärt. Während der Elbenschmied Celebrimbor die heißeste Schmiede aller Zeiten bauen möchte und dabei auf Unterstützung der Zwerge von Khazad-dûm hofft, stürzt bei den Harfüßern (nomadischen Vorfahren der Hobbits) ein Meteorit vom Himmel, in dessen Einschlagkrater die junge Elanor Brandyfuß den mysteriösen Fremden findet.

Außerdem verschwinden im Süden von Mittelerde Menschen, was von dem Waldelben Arondir und der menschlichen Heilerin Bronwyn untersucht wird. Amazon Prime Video zufolge sollen auch das Königreich Númenór, seine Königin Regentin Míriel, ihr Berater Pharazôn, Kapitän Elendil und sein Sohn Isildur im weiteren Verlauf von „Die Ringe der Macht“ eine Rolle spielen.

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