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Lebensmittelpreise bei Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Experte macht düsterer Prognose

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Von: Karolin Schäfer

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Die Lebensmittelpreise für Verbraucherinnen und Verbraucher werden erneut angehoben.
Die Lebensmittelpreise für Verbraucherinnen und Verbraucher werden erneut angehoben. © Hendrik Schmidt/dpa

Die Lebenshaltungskosten schießen derzeit ins Unermessliche. Nun sollen erneut die Preise für Nahrungs- und Genussmittel erhöht werden.

Kassel – Egal ob Energie, Kraftstoff oder Nahrungsmittel – die Preise für Verbraucherinnen und Verbraucher steigen derzeit überall. Die Löhne bleiben allerdings gleich. So müssen viele Menschen bereits abwägen, wofür sie ihr Geld ausgeben können.

Dabei scheint das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen sich in den kommenden Monaten auf weitere Preissteigerungen in Supermärkten und Discountern wie Rewe, Aldi, Lidl und Co. einstellen.

Lebensmittel im Supermarkt bald wieder teurer: Händler wollen Preise erhöhen

Fast jeder Händler für Nahrungs- und Genussmittel will seine Preise erhöhen, berichtete das Wirtschaftsforschungsinstitut Ifo am Freitag (1. Juli) auf Basis einer Umfrage. Die sogenannten Preiserwartungen liegen demnach bei 98,9 Punkten und damit nur knapp unter dem theoretischen Maximalwert von 100.

Auch in anderen Bereichen des Einzelhandels will die Mehrheit der Befragten ihre Preise anheben. Dort stiegen die Preiserwartungen von 75,5 Punkte auf 78,6. „Damit dürften die Inflationsraten vorerst weiter hoch bleiben“, sagte Ifo-Konjunkturexperte Timo Wollmershäuser. Im Juni kosteten Waren und Dienstleistungen in Deutschland durchschnittlich 7,6 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Lebensmittel bei Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Knappheit droht

Dabei sollen die Preise für Lebensmittel nicht nur teurer werden. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, warnte vor einer Lebensmittelknappheit. Diese prognostizierte der Bauernpräsident vor allem, wenn die Landwirtschaft bei der Gasverteilung nicht Vorrang erhalte. „Ohne Gas keine Milch, keine Butter, kein Joghurt“, sagte Rukwied gegenüber der Rheinischen Post.

Doch es gibt etwas Hoffnung. Es gebe erste Anzeichen, dass die Inflationsrate im weiteren Verlauf des Jahres allmählich sinken könnte, hieß es seitens der Ifo. „Wenn die Preiserwartungen in einigen Wirtschaftszweigen, deren Produktion dem Konsum vorgelagert ist, sind bereits das zweite Mal in Folge gesunken“, sagte Wollmershäuser nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Dazu zählen die Industrie (59,7 von zuvor 66,7), das Baugewerbe (50 von 56) und der Großhandel (57,4 von 68,1). (kas/dpa)

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