Um Kunden-Andrang einzudämmen

Offen trotz Lockdown: Kaufland, Lidl & Co. verschärfen ihre Maßnahmen im Weihnachtsgeschäft

Lidl Kaufland Aldi Rewe Collage Filialen Logos
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Lidl, Kaufland, Aldi und Rewe verschärfen im Corona-Lockdown die Maßnahmen.

Discounter und Supermärkte dürfen trotz des Lockdowns geöffnet haben, greifen aber bei Kundenansturm zu verschärften Maßnahmen.

  • Zweiter Lockdown wegen der Corona-Pandemie in Deutschland.
  • Supermärkte und Discounter bleiben wieder geöffnet.
  • Kaufland, Lidl & Co. verschärfen im Weihnachtsgeschäft Maßnahmen.

Bis zum 10. Januar greift jetzt in Deutschland wegen der Corona-Pandemie ein zweiter Lockdown. Mit Knallhart-Regeln*, die immense Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben der Menschen haben. Während zahlreiche Geschäfte ihre Pforten trotz des laufenden und für sie immens wichtigen Weihnachtsgeschäfts schließen mussten, dürfen Supermärkte und Discounter weiterhin geöffnet bleiben. Grund: Sie gelten als Grundversorger. Dennoch müssen auch sie die strengen Vorgaben der Bundesregierung umsetzen. Kaufland, Lidl & Co. werden in Anbetracht eines möglichen Ansturms von Kunden ihr Schutzmaßnahmen noch einmal verschärfen, wie *echo24.de berichtet.

Aufgrund der geltenden Ausgangssperre von 20 bis 5 Uhr schließen die Supermärkte und Discounter bereits früher*. Doch nun müssen sie aufgrund einkalkulierter hoher Kundenfrequenz auch an ihren Abläufen nachbessern. Wie Kaufland, das in seinen Filialen einer Unternehmenssprecherin zufolge gegenüber der Konkurrenz allerdings einen Vorteil hat: „Aufgrund unserer großen Verkaufsflächen sowie den breiten Gängen können wir die geforderte Kundenanzahl sowie die Mindestabstände in der Regel einhalten.“ Und wenn nicht? „Sollte es notwendig sein, begrenzen wir die Einkaufswagen auf eine entsprechende Anzahl.“

Sollte es notwendig sein, wird Kaufland die Anzahl der Einkaufswagen begrenzen.

Kaufland, Lidl & Co. im Corona-Lockdown: Verschärfte Maßnahmen für Kunden

Kaufland macht in der Corona-Krise lieber manchmal zu viel* als zu wenig. Die Unternehmenssprecherin verweist auf „eine Intensivierung unserer regulären Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen“. So stünden fortan nicht mehr nur am Eingang, sondern auch im Bereich der Kundeninformation Desinfektionsspender. „Außerdem haben wir in vielen Bereichen Plexiglasscheiben sowie Bodenmarkierungen angebracht.“ Die Kunden sollen möglichst bargeld- oder kontaktlos zu bezahlen. Mit Plakaten und regelmäßige Durchsagen, werden sie „um gegenseitige Rücksichtnahme und Einhaltung der geforderten Abstände“ gebeten.

Sollte es notwendig sein, begrenzen wir die Einkaufswagen auf eine entsprechende Anzahl.

Eine Unternehmenssprecherin von Kaufland

Laut der Kaufland-Unternehmenssprecherin hätten sich im Unterschied zum ersten Lockdown viele notwendige Verhaltensregeln inzwischen gut eingespielt: „Die Kunden tragen eine Mund-Nasen-Bedeckung* und achten darauf, die entsprechenden Abstands- und Hygieneregeln während des Einkaufs einzuhalten.“ Eine Bitte im Vorweihnachtsgeschäft hat sie dennoch: „Unsere Kunden können uns aktiv unterstützen, indem sie insbesondere in diesem Jahr ihre Weihnachtseinkäufe schon frühzeitig sowie unter der Woche erledigen und dabei die gesamte Länge unserer Öffnungszeiten auszunutzen.“

Kaufland, Lidl & Co.: Hoffnung auf rücksichtvollen Umgang der Kunden

Auch Lidl, das wie Kaufland zur Schwarz-Gruppe* mit Sitz in Neckarsulm im Landkreis Heilbronn gehört, appelliert zunächst einmal an jeden einzelnen, „verantwortungsvoll mit der Situation und rücksichtsvoll miteinander umzugehen“. Eine Lidl-Unternehmenssprecherin verweist aber auch auf die getroffenen Maßnahmen zum Schutz von Kunden und Mitarbeitern: die Einkaufswagenpflicht, die nicht nur zur Abstandseinhaltung gilt*, oder auch die Bodenmarkierungen bei eventuellen Warteschlangen vor den Filialen. „Darüber hinaus setzen wir individuell anhand der jeweiligen behördlichen Anweisungen vor Ort weitere Vorgaben um. Außerdem beobachten wir die täglichen Entwicklungen sehr genau und entscheiden situativ bezüglich zusätzlicher Maßnahmen.“

Lidl-Konkurrent Aldi* setzt in seinen kleineren Filialen auf die Einkaufswagenpflicht, um die Kundenströme zu regulieren. Auf der Homepage von Aldi Süd heißt es aber auch, dass zwei Drittel der rund 1.940 Filialen mit einem digitalen System zur Zutrittskontrolle ausgestattet worden seien. „Ausgewählt wurden Aldi-Süd-Filialen, in denen in der Regel ein höheres Kundenaufkommen herrscht.“ Vereinzelt könne auch Sicherheitspersonal eingesetzt werden. Das kommt ebenfalls in den Filialen von Rewe zum Einsatz. Allerdings am Eingang, „sozusagen zum Zählen“, wie eine Rewe-Sprecherin mitteilt. „Innen haben wir Markierungen und werden die Kunden über Durchsagen immer wieder an die notwendigen Maßnahmen erinnern.“ *echo24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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