Süßspeise sollte nicht gegessen werden

Keks-Rückruf: Vor allem eine Risikogruppe sollte aufpassen - Krebsgefahr

Ein Großhändler aus Köln muss den Rückruf für eine importierte Süßigkeiten-Spezialität verkünden. Die Kekse stellen aus zweierlei Gründen für Menschen ein Problem dar.

  • Verunreinigungen von Nahrungsmitteln können die Krebsgefahr bei Menschen merklich erhöhen.
  • Bei einem neuen Rückruf*, den ein Großhändler aus Köln betrifft, handelt es sich um importierte Cookies.
  • Die Süßspeise wurde in drei Bundesländern vertrieben und ist auch für Allergiker problematisch.

Köln - Die Lebensmittelkontrollen* in Deutschland sind strenger als in den meisten anderen Ländern. Kein Wunder also, dass in regelmäßiger Manier Beanstandungen im Rahmen einer Durchführung von Tests für einen Rückruf sorgen.

Ein aktuelles Beispiel betrifft den Großhändler M.Sarrafian Import & Export aus Köln. Das Unternehmen aus dem Rheinland unterzieht aufgrund von „vorbeugendem Verbraucherschutz“ ein Produkt seines Sortiments einem Verkaufs-Stopp. Dabei handelt es sich um die „Naderi Traditional Cookies“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 16. April 2021. Die Süßigkeit befindet sich in einer Packung mit der Füllmenge 210 Gramm.

Ein Großhändler aus Köln muss eine aus Persien importierte Cookie-Spezialität einem Rückruf unterziehen (Symbolbild).

Cookie-Rückruf aus Köln: Keks-Spezialität kann möglicherweise Krebsgefahr erhöhen

Was gibt es an der Süßspeise, die vermutlich aus Persien importiert ist, zu beanstanden? Der Grund für den Rückruf wird wie folgt angegeben: Durch einen Verzehr können gesundheitliche Risiken entstehen aufgrund von „Kontaminanten mit genotoxischen und karzinogenen Wirkungen“. Was bedeutet diese fachliche Umschreibung?

Der Begriff Kontaminanten steht für Verunreinigung eines Lebensmittels durch nicht dazugehörige Fremdstoffe. Dazu können Rückstände von Metallen oder Plasten gehören, auch Reste von Pflanzenschutzmittel sorgen immer wieder für Reklamationen. Diese unerwünschten Vorkommnisse werden oftmals durch Nachlässigkeiten bei der Zusammenstellung des genetischen Materials (genotoxisch) ausgelöst. Das hieraus resultierende Problem für den menschlichen Organismus: Mittel- bis langfristig wird durch den Verzehr des qualitativ minderwertigen Produktes die Krebsgefahr (karzinogen) merklich erhöht.

Ein weiteres Problem bei den betroffenen Cookies: Das Allergen Erdnuss ist nicht als Inhaltsstoff der Ware deklariert. Das kann für Allergiker kurz nach dem Verzehr unangenehme gesundheitliche Folgen bedeuten, die meist innerhalb weniger Stunden entstehen.

Rückruf von Keksen: Naderi Traditional Cookies wurden in drei Bundesländern vertrieben

Vertrieben wurde das bemängelte Produkt in drei deutschen Bundesländern: Berlin, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Die M. Sarrafian Import & Export führt ihr Geschäft bereits seit fast 40 Jahren von Deutschland aus und beschreibt seinen Hintergrund auf der firmeneigenen Website: „Durch die verstärkte Einwanderung von Iranern nach Deutschland und Europa in den 90er Jahren, stieg die Nachfrage nach landestypischen Lebensmitteln und Gerichten an. Um diesem Wunsch nachzugehen und den Landsleuten etwas Heimatsgefühl zu ermöglichen, erweiterten wir unsere Produktreihe mit traditionellen Lebensmitteln.“

Edeka veröffentlicht einen Weihnachts-Clip - und das eigentliche Thema gerät in den Hintergrund. Stattdessen wird eine gesellschaftspolitische Debatte ausgelöst*. (PF) *Merkur.de ist ein Angebot des Ippen Digital Netzwerks

Rubriklistenbild: © DANIEL LEAL-OLIVAS / AFP

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